Stadtbücherei Spenge stellt Programm vor: Anke Stange und Michael Helm dabei
Kinder-Lesestunden auf Plattdeutsch

Spenge (WB). „Wir haben ein sehr vielseitiges und reichhaltiges Veranstaltungsangebot mit Themen, die durchaus Stoff zum Nachdenken bieten“, fasst Büchereileiterin Regina Schlüter-Ruff bei der Vorstellung des neuen Halbjahresprogramms 2020 zusammen.

Donnerstag, 16.01.2020, 15:03 Uhr aktualisiert: 16.01.2020, 15:10 Uhr
Allerlei zu bieten hat das Programm der Bücherei im ersten Halbjahr 2020. Mit dabei sind Gerd Heining (von links), Michael Helm, Caroline Hanslik, Gudula Heining, Dagmar List, Christiane Antons, Regina Schlüter-Ruff und Anke Stange. Foto: Daniela Dembert
Allerlei zu bieten hat das Programm der Bücherei im ersten Halbjahr 2020. Mit dabei sind Gerd Heining (von links), Michael Helm, Caroline Hanslik, Gudula Heining, Dagmar List, Christiane Antons, Regina Schlüter-Ruff und Anke Stange. Foto: Daniela Dembert

Mit zwei Terminen wird die Reihe „Zwischen den Zeilen“ fortgesetzt. Los geht es am Samstag, 25. Januar, um 19.30 Uhr. Dann wird Michael Helm Annette von Droste-Hülshoffs berühmtestes Prosawerk „Die Judenbuche“ vorstellen. „Aktueller denn je. Es ist erschreckend, dass sich die Mechanismen der Ausgrenzung bis heute nicht viel geändert haben“, sagt der Rezitator über die Novelle, die Droste-Hülshoff auf Basis einer wahren Begebenheit als Art Milieustudie verfasste.

Geschichen zum Anfassen

Anke Stange lädt dreimal ein zu den „Geschichten zum Anfassen“, bei denen kleine Gäste ab vier Jahren voll auf ihre Kosten kommen. Auch mit dieser Reihe startet die Bücherei am Samstag, 25. Januar. Gelesen wird „Wer freut sich über neue Nachbarn?“, ein Buch über Vorurteile gegen Fremde. „Das Buch erzählt davon, dass man sich selbst lieber ein Bild von Dingen machen soll, statt einfach das zu glauben, was erzählt wird“, sagt Anke Stange.

Ganz neu im Programm sind die Plattdeutsch-Lesestunden mit dem Ehepaar Heining für Kinder ab fünf Jahren. „Wir sind schon seit Jahren mit einer Leseaktion zu Gast in der Kita in Wallenbrück. Meine Frau liest Satz für Satz aus Kinderbüchern vor und ich übersetze ins Plattdeutsche“, erklärt Gerd Heining. Dabei ginge es weniger darum, den Kindern schrittweise die Sprache beizubringen als vielmehr um den Spaß daran, sie zu hören. „Hin und wieder sagt dann ein Kind zu uns: So spricht Opa auch manchmal.“

Kabarett an Karneval

Die erste Plattdeutschlesung findet am Samstag, 15. Februar, um 10.30 Uhr statt. Gelesen wird das Buch „Emily, der Wind und die Wellen“.

Nahezu ausverkauft ist die Kabarettveranstaltung am Karnevalsfreitag mit Dagmar Schönleber. „Respekt“ heißt das Programm, mit dem die Lemgoerin in der Aula der Grundschule Spenge gastiert. Restkarten sind in der Buchhandlung Nottelmann erhältlich.

Texte zum Aufbruch

Am Freitag, 27. März stellt Michael Helm in einer Premierenlesung Leben und Werk von Bettina von Arnim vor. „Heute ist sie eher eine Randfigur der deutschen Literatur, war aber eine der bedeutendsten Vertreterinnen der Romantik. Neben ihrem schriftstellerischen Werk ist vor allem ihr sozialpolitisches Denken bemerkenswert“, versichert Helm.

Am Samstag, 16. Mai ist Michael Helm wieder in der Bücherei zu sehen. Allerdings nicht allein. Als Mitglied der Herforder AutorInnengruppe verliest er eigene Texte zum Thema „Aufbruch/Aufbrechen“. „Die Gruppe ist sehr vielseitig. Jeder hat seinen ganz eigenen Stil und auch seine eigene Sicht auf das gemeinsam gewählte Thema“, weiß der Autor zu berichten.

Buchvorstellung

Am Donnerstag, 28. Mai, laden die Bücherei und das Spenger Kulturamt abermals zu einer Premierenlesung: Christiane Antons wird ihr zweites Buch vorstellen. Bereits 2018 hatte die Bielefelderin, die in Spenge aufgewachsen ist, ihr Erstlingswerk „Yasemins Kiosk“ in ihrer früheren Heimatstadt vorgestellt. Auch in dem neuen Werk ermitteln die drei ungleichen Typen Nina, Doro und Yasemin gemeinsam im Fall einer gezielten Sabotage. „Es ist ein schönes Gefühl, hier lesen zu dürfen“, gesteht die Autorin. „Der Leidenschaft fürs Schreiben ging die fürs Lesen voraus und ich habe früher viele Stunden in der alten Spenger Bücherei verbracht.“

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