Ina Scharrenbach informiert sich über Sanierung – 360.000 Euro vom Land
Eine Ministerin im Hühnerhaus

Spenge (WB). Seit Ende Februar wird am Hühnerhaus im Katzenholz gearbeitet. Die Deelentür ist bereits entfernt, zahlreiche marode Gefache sind entkernt. Möglich wurden die Bauarbeiten durch einen Landes-Zuschuss von 360.000 Euro. Am Mittwoch war NRW-Heimat-Ministerin Ina Scharrenbach vor Ort, um sich über das Projekt zu informieren.

Donnerstag, 05.03.2020, 09:15 Uhr aktualisiert: 05.03.2020, 09:20 Uhr
Werner Schmid, (von links) Andreas Guder, Wilhelm Bruning (alle IG Katzenholz), Stephen Paul (FDP-MdL), Ministerin Ina Scharrenbach, Achim Dingerdissen, Bürgermeister Bernd Dumcke, Stefan Bäunker sowie Maria Janzen und Angelika Guder (IG) vor dem Hühnerhaus. Foto: Ruth Matthes
Werner Schmid, (von links) Andreas Guder, Wilhelm Bruning (alle IG Katzenholz), Stephen Paul (FDP-MdL), Ministerin Ina Scharrenbach, Achim Dingerdissen, Bürgermeister Bernd Dumcke, Stefan Bäunker sowie Maria Janzen und Angelika Guder (IG) vor dem Hühnerhaus. Foto: Ruth Matthes

Vertreter der IG Katzenholz und des Hegerings, die das denkmalgeschützte Fachwerkhaus aus dem Jahre 1847 als Treffpunkt, für Naturpädagogik und Heimatkunde, Ausstellungen und Lesungen nutzen, bedankten sich bei der CDU-Ministerin für die Finanzspritze, die 80 Prozent der Sanierungskosten ausmacht. Den Rest zahlt die Stadt Spenge.

Pflanzgarten geplant

Andreas Guder, Vorsitzender der IG Katzenholz, nannte den Zuschuss „das größte Geschenk zum 60. Geburtstag der Gemeinschaft“. „Wir freuen uns, künftig auch im Winter Bildungsarbeit machen zu können“, ergänzte Achim Dingerdissen vom Hegering Spenge. Ein Ziel sei es, den Kindern den Wald näherzubringen. So soll ein Pflanzgarten für kleine Bäumchen angelegt werden.

„Machen Sie das“, munterte die Ministerin die Aktiven auf. Sie selbst habe für das große Engagement der örtlichen Vereine zu danken, denn nur durch sie sei das Denkmal lebendig geblieben. Die Sanierung werde eben auch deshalb über die Heimatförderung unterstützt, weil das Haus ein wichtiger Identifikationsort sei. „Wir wollen damit die Zukunftsperspektiven für kleinere Kommunen verbessern.“ Auch FDP-Landtagsmitglied Stephan Paul, der die Stadt ermutigt habe, den Zuschussantrag zu stellen, betonte, dass hier jeder Euro letztlich dem Ehrenamt zu Gute komme.

Fünf Monate Bauzeit

Wie Architekt Stefan Bäunker erklärte, soll die Sanierung in fünf Monaten abgeschlossen sein. 80 Prozent der Ausschreibungen seien bereits abgeschlossen. Die Sanierungsarbeiten beträfen hauptsächlich das Erdgeschoss. Dabei bleibt die Raumaufteilung bestehen, nur der Sanitärbereich, der auch vom benachbarten Waldkindergarten genutzt wird, soll behindertengerecht erweitert werden, ein Abstell- wird zum Technikraum. Im Anbau soll eine Teeküche entstehen. Der Fußboden wird ausgetauscht. Damit das Haus besser genutzt werden kann, erhält es eine Gasheizung.

„Die maroden Fachwerkbalken der Außenhülle müssen ersetzt werden“, erklärte der Architekt. Wo es nötig ist, um an die Balken zu gelangen, werden die Gefache entkernt und später mit Ziegelsteinen neu verfüllt. Die Innenseite der Außenwände erhält eine Dämmung aus Holzweichfaserplatten. „Darauf wird eine Wandheizung mit Lehmputz aufgebaut“, so Bäunker. Das sei sowohl ökologisch als auch denkmalgerecht.

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