Spenger Landfrauen geben Kochtipps für die Corona-Zeit
Schluss mit Spaghetti Bolognese

Spenge (WB). Die Restaurants müssen vorerst weiter geschlossen bleiben, jeden Tag Essen vom Lieferdienst ist für die meisten wohl auch keine Lösung: In Corona-Zeiten sind verstärkt die eigenen Kochkünste gefragt. Doch was tun, wenn beim Öffnen des näch­sten Nudelsaucenglases diese Künste erschöpft sind?

Freitag, 17.04.2020, 15:30 Uhr aktualisiert: 17.04.2020, 16:00 Uhr
Lecker, auf die Dauer aber etwas eintönig. Wessen Kochkünste bei Spaghetti Bolognese bereits erschöpft sind, findet in Corona-Zeiten viele leckere und einfache Rezepte in einem Kochbuch, das der Kreislandfrauen-Verband Herford herausgegeben hat. Foto: Peter Monke
Lecker, auf die Dauer aber etwas eintönig. Wessen Kochkünste bei Spaghetti Bolognese bereits erschöpft sind, findet in Corona-Zeiten viele leckere und einfache Rezepte in einem Kochbuch, das der Kreislandfrauen-Verband Herford herausgegeben hat. Foto: Peter Monke

Viele einfache und abwechslungsreiche Rezepte bietet das „Kochbuch Wittekindsland – Zwischen Werre, Wiehen und Wurstebrei“ vom Kreislandfrauen-Verband Herford. Barbara Sommer vom Vorstand der Spenger Landfrauen hat für die Leser dieser Zeitung zwei Gerichte herausgesucht, die auch Anfänger mühelos bewältigen können. Die genauen Rezepte finden sich am Ende des Textes.

Das erste Gericht hört auf den wenig appetitlichen Namen „Krötenschleimsuppe“, ist in Wahrheit aber sehr lecker. 15 bis 20 Minuten braucht man, um es fertig zu stellen. Drin steckt jede Menge Brokkoli – „eine Nährstoffbombe und mit das gesündeste Gemüse, das wir haben“, sagt Barbara Sommer.

Barbara Sommer kocht und backt mit großer Leidenschaft.

Barbara Sommer kocht und backt mit großer Leidenschaft. Foto: Dembert

Und weil das Gericht eben nicht Brokkolisuppe sondern Krötenschleimsuppe heißt, haben vielleicht auch Kinder Spaß daran, die Brokkoli eigentlich nicht so gerne mögen. Als Kräuterbeigabe empfiehlt Barbara Sommer einen Mix aus Petersilie, Kresse und Schnittlauch. Wer es gerne etwas schärfer mag, kann frische Radieschensprossen ausprobieren.

Gericht Nummer zwei hört auf den Namen „Himmel und Erde“, denn es vereint mit Äpfeln und Kartoffeln zwei Dinge, die am Baum in den Himmel beziehungsweise in der Erde wachsen. Auch hier hat Barbara Sommer noch ein paar Tipps parat: „Bei den Äpfeln ist eine feste Sorte zu bevorzugen, zum Beispiel der Boskop. Und wer es gern etwas deftiger mag, darf die Menge von Speck und Zwiebeln gerne verdoppeln.“

Und für all jene, die reichlich Mehl eingelagert haben, hat die Spenger Landfrau noch ein Rezept für ein Landbrot parat. Einziger Knackpunkt ist hier der Sauerteig, der aber auch ganz einfach selbst hergestellt werden kann. Gestartet wird mit 50 Gramm Roggenmehl und 50 Milliliter Wasser, die in einer Plastikschüssel zu einer Masse verrührt werden. Die Schüssel mit einem Teller als Deckel muss dann an einem warmen Ort 48 Stunden lang ruhen.

„Wichtig ist, dass Luft an den Teig kommt. Deshalb die Schüssel nicht fest verschließen. Da der Teig gärt, könnte der Deckel abfliegen“, erklärt Barbara Sommer. Nach den 48 Stunden kommen weitere 100 Gramm Roggenmehl und 100 Milliliter Wasser hinzu. Wieder ruht der Teig, diesmal 24 Stunden. Dann noch mal 100 Gramm Roggenmehl und 100 Milliliter Wasser hinzugeben. Nach weiteren 24 Stunden ist der Sauerteig fertig für die Verarbeitung.

 

Krötenschleimsuppe

500 Milliliter Gemüsebrühe erhitzen. 300 Gramm Brokkoli hineingeben, aufkochen und bei mittlerer Hitze 12 Minuten garen. Dann mit dem Pürierstab pürieren. 2 Esslöffel gehobelte Mandeln in einer Pfanne ohne Fett rösten. Von 125 Gramm Kräuter-Crème-fraiche 4 Esslöffel zum Dekorieren zurückhalten, den Rest zur Suppe geben, verrühren, erhitzen, aber nicht mehr kochen. 2 Esslöffel gehackte gemischte Kräuter unterrühren und die Suppe mit Salz, Pfeffer, einer Prise Muskat und einem Schuss Worcestersauce abschmecken. Jede Portion mit einem Esslöffel Crème fraiche und den gerösteten Mandeln dekorieren.

Himmel und Erde

750 Gramm Kartoffeln waschen, schälen und in 250 Milliliter Salzwasser 20 Minuten kochen. Mit einer Prise Muskat, einem Teelöffel Butter und 100 Milliliter Milch grob pürieren. 750 Gramm Äpfel waschen, schälen, das Kerngehäuse entfernen und grob würfeln. Dann zehn Minuten mit einem Esslöffel Zitronensaft und einem Esslöffel Zucker in 100 Milliliter Wasser kochen. Währenddessen 100 Gramm Speck und zwei Zwiebeln würfeln und zusammen anbraten. Zum Schluss die pürierten Kartoffeln und die gekochten Äpfel schichtweise auf einer Servierplatte anrichten und die Speck-Zwiebel-Masse darübergeben.

Landbrot

150 g Roggenmehl, 150 g Dinkelmehl, 300 g Weizenmehl 550, ein Würfel Hefe, eine Prise Zucker, zwei Teelöffel Brotgewürz, zwei Teelöffel Salz, 30 ml Apfelessig, 350 ml Wasser und 100 g Sauerteig zu einem Teig zusammenkneten. Der Teig kann mit Kümmel, Haselnüssen, Walnüssen oder Sonnenblumenkernen verfeinert werden (insgesamt maximal 120 Gramm). Für eine knusprige Kruste Glasschüssel mit einem halben Liter Wasser mit in den Ofen geben. Brot zunächst zehn Minuten bei 250 Grad, dann etwa 50 Minuten bei 200 Grad ausbacken. Das fertig Brot aus dem Ofen nehmen und sofort stürzen.

 

 

 

 

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