Mobilstall für Hühner mit Verkaufshütte an der Bünder Straße in Spenge
Frische Freilandeier rund um die Uhr

Spenge (WB). Immer mehr Menschen legen Wert darauf zu wissen, woher ihre Eier stammen und wie die Hühner gehalten werden, die sie legen. Die Freunde Janik Stöwe und Ernst-Henrik Berger bieten ihnen nun in Hücker-Aschen dazu die Möglichkeit. In einer Hütte gleich neben einem mobilen Hühnerstall können die Passanten frische Eier erstehen.

Dienstag, 26.05.2020, 15:00 Uhr
Die Freunde Janik Stöwe und Ernst-Henrik Berger haben auf einem Feld an der Bünder Straße einen mobilen Hühnerstall aufgestellt. Nebenan sind die frisch gelegten Eier erhältlich. Foto: Matthes
Die Freunde Janik Stöwe und Ernst-Henrik Berger haben auf einem Feld an der Bünder Straße einen mobilen Hühnerstall aufgestellt. Nebenan sind die frisch gelegten Eier erhältlich. Foto: Matthes

An der Bünder Straße in Höhe von Nummer 241 steht seit einer Woche am Feldrand das kleine Holzhäuschen der Stöwe-Berger GbR. „Es ist 24 Stunden geöffnet“, sagt Janik Stöwe. „Die Idee ist, dass die Kunden sich hier aus dem Kühlschrank selbst bedienen und das Geld für die Eier – 30 Cent pro Stück – in eine Vertrauenskasse legen. Kartons für den Transport der Eier stehen bereit.“

Hennen schlafen im Farmermobil

Die Hühner leben gleich nebenan auf dem 2000 Quadratmeter großen Feld, das die beiden gepachtet haben, um darauf ihr „Hühner-Farmermobil“, wie es offiziell heißt, zu stellen. Hier können die Legehennen schlafen, essen und trinken. 345 Tiere der Rasse „Lohmann braun classic“ haben Stöwe und Berger für ihre neue Geschäftsidee angeschafft. Die als widerstandsfähig und legefreudig geltenden Hennen legen täglich an die 300 Eier.

„Jeden Morgen um 6 Uhr geht im Stall das Licht an. Dann haben die Hennen vier Stunden Zeit um ihre Eier zu legen. Um 10 Uhr öffnet sich dann automatisch die Bodenklappe des Mobilstalls und die Hennen können nach draußen und dort nach Herzenslust herumstromern und picken“, sagt Berger, der auf einem Bauernhof in Klein-Aschen aufgewachsen ist und mit dem gelernten Landwirt Stöwe bereits seit sieben Jahren Hühner hält.

Mobilstall ist vollautomatisch

Stöwe ist Tierwirtschaftsmeister für Geflügel, arbeitet aber hauptberuflich im Vertrieb von Futtermitteln, Berger als Elektroniker. Die beiden sammeln im Wechsel die Eier ein, sortieren die kaputten, verdreckten, zu großen und zu kleinen aus und bringen sie in die selbst gebaute Holzhütte, wo sie auf Paletten im Kühlschrank aufbewahrt werden. Nachmittags schauen sie nochmals, ob es den Tieren gut geht und ob sie weitere Eier gelegt haben. Da in dem Mobilstall alles voll automatisch läuft, müssen Wasser und Futter nur einmal wöchentlich nachgefüllt werden.

Die Hennen halten sich gerne in der Nähe des Wagens auf. Von den 345 Tieren gehen meist nur 100 nach draußen, sagt Stöwe. „Von Natur aus sind Hühner Waldbewohner, die im Unterholz leben“, erklärt er. „Deshalb halten sie sich gerne im oder unter dem Wagen und in dessen Nähe auf. Da sie sich vor Feinden wie Greifvögeln fürchten, suchen sie Schutz.“ Damit die Tiere immer frisches Grün finden, wird der Wagen regelmäßig versetzt.

Konventionelle Freilandhaltung

Die Hennen werden in konventioneller Freilandhaltung gehalten. „Diese unterscheidet sich von der Bio-Haltung darin, dass wir kein Bio-Futter geben und im Stall etwas mehr Hühner leben“, erklärt Stöwe. „Unser Futter ist aber nicht gentechnisch verändert“, betont er. Der Auslauf entspreche dem der Bio-Hühner.

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