Im Freibad Spenge und im Waldfreibad Hiddenhausen hat die Saison begonnen
Badespaß für 350 Gäste

Spenge/Hiddenhausen (WB). Ob sie nun von oben oder von unten nass werden ist ihnen einerlei, Hauptsache, es geht wieder los. Trotz Dauerregens haben es sich die eingefleischten Frühschwimmer im Werburger Waldbad und des Waldfreibads Hiddenhausen nicht nehmen lassen, am Montagmorgen den Saisonauftakt zu begehen.

Dienstag, 16.06.2020, 10:00 Uhr
Nur jeder zweite Startblock darf genutzt werden. Schwimmmeister Rainer Baumeier weist auf die überall im Bad und auf der Anlage verteilte Beschilderung hin. Foto: Daniela Dembert
Nur jeder zweite Startblock darf genutzt werden. Schwimmmeister Rainer Baumeier weist auf die überall im Bad und auf der Anlage verteilte Beschilderung hin. Foto: Daniela Dembert

Zwar unterliegt der Badebetrieb zahlreichen Auflagen, jedoch ist davon morgens um 7 Uhr noch nicht viel zu merken. Ein Hauch Normalität liegt in der Luft. „Wir sind froh, wieder schwimmen zu können. Morgens früh ist immer wenig los. Da muss man sich um die Bahnen nicht streiten”, meint Freibadbesucherin Sylke Tech aus Spenge. Schwimmmeister Rainer Baumeier lobt seine „üblichen Verdächtigen“: Besucher achteten darauf, sich beim Warten auf eine freie Dusche – nur die Hälfte der Duschen darf derzeit genutzt werden, nicht zu nah zu kommen und auch keine Schlangen zu bilden.

An heißen Tagen mehr Personal

„Alle freuen sich und die Selbstdisziplin ist auf jeden Fall gegeben.“ Ob das auch an Nachmittagen mit 38 Grad Außentemperatur so bliebe, sei allerdings fraglich. Spätestens dann wird das in der Corona-Krise aufgestockte Aufsichtspersonal wohl stark gefragt sein, denn nur 34 Personen dürfen sich gleichzeitig im Schwimmer- und 18 im Nichtschwimmerbecken aufhalten.

„Streng genommen darf auch nur geschwommen und nicht getobt werden“, sagt Baumeier. Sprungturm und Rutsche sind ebenso gesperrt wie der Kinderspielplatz und das Volleyballfeld. „Ich gehe aber von weiteren Lockerungen in den nächsten zwei Wochen aus“, ist der Schwimmmeister zuversichtlich.

Viel Bürokratie

Zeitraubend seien die bürokratischen Wege, denn jede Änderung müsse zunächst formuliert und beantragt und dann vom Gesundheitsamt bewilligt werden. 350 Menschen dürfen sich auf dem Gelände des Bades verteilen. Allerdings müssen sie zuvor beim Eintritt ihre Kontaktdaten zur Rückverfolgung von Infektionsketten abgegeben haben. Auch eine bequeme Onlineregistrierung über die Homepage des Bades ist möglich.

Auf einem Monitor wird auch vor dem Eingang der Besucherfluss dokumentiert, in den kommenden Tagen sollen die Zahlen auch aktuell auf der Homepage der Einrichtung einsehbar sein. In der Mittagszeit hat das Waldbad zwischen 12 und 14 Uhr geschlossen. „Dann stehen Reinigungsarbeiten in Vorbereitung des Nachmittagsbetriebs an“, so Baumeier.

Reinigung während des Betriebs

Exakt diese Zeit ist auch im Waldfreibad in Hiddenhausen für Reinigungsarbeiten gewählt worden. Obwohl auch während des Betriebes permanent gewischt und gereinigt wird. In Corona-Zeiten ist eben alles anders. Was die Dauerschwimmer aber nicht davon abgehalten hat, gleich am Montagmorgen ab 7 Uhr das Becken zu erobern. Eifrig ziehen sie ihre Bahnen. „Es ist so schön, wieder hier zu sein. Ich war immer täglich hier und werde es jetzt wieder sein“, sagt Dauergast Doris.

Insgesamt, so sagt Schwimmmeister Martin Kretschmer, seien weniger Gäste gekommen. „Gestern Morgen waren es zu Beginn zwölf, sonst sind es dreimal so viele.“

Abstand halten

Alles, was Spaß macht – ins Becken springen oder rutschen – ist aktuell verboten. Geschwommen wird nur in Bahnen. Auf der Wiese muss ebenso wie im Becken Abstand gewahrt werden. Insgesamt 350 Menschen dürfen im Bad sein. Gezählt wird entsprechend am Eingang und am Ausgang. Karten gibt es nur an der Kasse. „Und wer zuerst kommt, schwimmt eben auch zuerst“, sagt der Schwimmmeister.

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