Bürgerbad Lenzinghausen startet in die Saison – 150 Besucher gleichzeitig erlaubt
Einlass nur mit QR-Code

Spenge (WB). Die Spenger haben Grund zur Freude: Das Lenzi-Bad ist nun auch endlich in die Badesaison 2020 gestartet. Bis sich das Wetter bessert, beginnt die Freibad-Interessengemeinschaft (FBI), mit einen Probebetrieb, bei dem die Öffnungszeiten von 14 Uhr bis 18 Uhr eingeschränkt sind.

Dienstag, 07.07.2020, 09:00 Uhr aktualisiert: 07.07.2020, 10:10 Uhr
Wer im Lenzi-Bad schwimmen möchte, muss sich vorher auf der Internetseite registrieren. Nur, wer einen QR-Code vorzeigen kann, erhält Einlass ins Bad. Foto: Julia Günter
Wer im Lenzi-Bad schwimmen möchte, muss sich vorher auf der Internetseite registrieren. Nur, wer einen QR-Code vorzeigen kann, erhält Einlass ins Bad. Foto: Julia Günter

„Diese Zeit nutzen wir, damit sich die Mitarbeiter gut in die neuen Systeme und Vorgehensweisen einspielen können“, erklärt Sieghart Kröger, Vorsitzender des Bürgerbades. Nach der Probephase bleibt das Bad bis zum Ende der Saison dann von 11 Uhr bis 19 Uhr geöffnet.

Maximal 150 Gäste

Im Gegensatz zu anderen Freibädern, hat sich die FBI gegen ein Blocksystem beim Einlass der Badegäste entschieden. „Wir wollten mit der Höchstanzahl von 150 Besuchern zur selben Zeit Engpässe am Eingang, sowie in den Umkleiden vermeiden. Wenn alle gleichzeitig reinkommen und auch ins Wasser gehen, wird es für die Badegäste schwer, Mindestabstände einzuhalten“, sagt Kröger.

Eintritt erhält in diesem Jahr nur, wer sich zuvor auf der Internetseite der FBI registriert hat. Dabei müssen alle wesentlichen Kontaktdaten angegeben werden, woraufhin man einen personalisierten QR-Code erhält, welcher – ausgedruckt oder per Screenshot – vorgezeigt werden kann. Beim Betreten und Verlassen des Bades wird dann entsprechend ein- oder ausgescannt. Zudem musste der Verein die Sammelumkleiden schließen und es kann jeweils nur eine der zwei Duschen benutzt werden.

Kiosk und Kinderbereich geöffnet

„Wir wollten trotz der Umstände auf gar keinen Fall eine Art Verbotscharakter schaffen. Aus diesem Grund haben wir uns auch dazu entschieden, das Kinderbecken und den Spielplatz zu öffnen“, ergänzt Kröger. Auch der Kiosk steht den Badegästen zur Verfügung. Hierbei wird jedoch auf die sonst selbst gebackenen Kuchen verzichtet. Stattdessen werden abgepackte Lebensmittel und Getränke angeboten.

Sorgen über eine mögliche Ansteckung durch das Wasser brauche sich der Besucher nicht machen. „Es besteht wie auch in den vorherigen Jahren ein Hygieneplan, nach dem das Wasser aufbereitet und regelmäßig geprüft wird“, versichert der Vorsitzende. Für die Einhaltung der nötigen Sicherheitsabstände werden nun je zwei Bademeister ein Auge auf das 1500 Kubikmeter große Schwimmbecken halten.

Höhere Kosten

„Mit den Auflagen fallen natürlich auch mehr Kosten an. Neben den Kosten für das Einlasssystem, fallen auch Kosten für die Reinigungsfirma an, die die Sanitäranlagen professionell säubert“, berichtet Sieghart Kröger.

Aber auch die ausgefallenen Veranstaltungen bereiten dem Verein finanzielle Sorgen. „Eigentlich war unser Sommerfest zum 90-jährigen Jubiläum geplant, das wir zwei Tage lang feiern wollten. Deswegen sind wir um so dankbarer, dass die Stadt uns unterstützt hat“, erzählt Kröger.

Zuschuss von der Stadt

Die Stadt Spenge hat der FBI einen Sonderzuschuss von 15.000 Euro zukommen lassen, damit im Lenzi-Bad nun neben den anderen bereits seit Mitte Juni geöffneten Freibädern endlich wieder Badegäste empfangen werden können.

Kommentar

Lange haben die Vereinsmitglieder überlegt und abgewägt, ob sich eine Öffnung in diesem Jahr rentiert. Zusätzliche Einnahmen durch geplante Feste fielen weg. Dem gegenüber standen die hohen zusätzlichen Kosten, die der Verein allein nicht hätte stemmen können. Toll, dass Verwaltung und Politik sich schnell einig waren, die Freibad-Interessengemeinschaft zu unterstützen.

Nun sind die Spenger am Zug, die – hoffentlich sonnigen – Ferien für Freibadbesuche zu nutzen, damit sich die Mühe der Vereinsmitglieder auszahlt. Christina Bode

 

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