Melitta setzt bei Toppits auf natürliche oder recycelte Rohstoffe – komplett 2025
„Nachhaltige“ Haushaltsfolien

Minden (WB). Der Bereich Haushaltsprodukte der Mindener Unternehmensgruppe Melitta , zu dem insbesondere die Marke Toppits zählt, will spätestens 2025 nur noch Frischhalte-Folien herstellen, die entweder aus recyceltem Kunststoff oder aus natürlichen Rohstoffen produziert wurden.

Dienstag, 18.08.2020, 04:00 Uhr aktualisiert: 18.08.2020, 14:06 Uhr
Toppits-Haushaltsfolien produziert die Melitta-Tochter Cofresco nach Angaben aus Minden derzeit ausschließlich in Polen. Das Bild zeigt einen Extruder in einem dortigen Werk. Foto: Melitta
Toppits-Haushaltsfolien produziert die Melitta-Tochter Cofresco nach Angaben aus Minden derzeit ausschließlich in Polen. Das Bild zeigt einen Extruder in einem dortigen Werk. Foto: Melitta

Dabei kommt dem 1908 von Melitta Bentz gegründeten Familienunternehmen jetzt die Mitte 2018 erfolgte Übernahme der italienischen Firma Cuki Cofresco (Volpiano) zugute, die sich insbesondere auf Müllbeutel aus wiederverwertetem Kunststoff spezialisiert hat. 2019 ist der Umsatz von Cuki Cofresco in Höhe von 202 Millionen Euro erstmals voll in der Bilanz von Melitta berücksichtigt worden. Insgesamt kommt der Bereich Haushaltsprodukte auf 539 Millionen Euro Umsatz, wobei nach Angaben der Sprecherin Tanja Wucherpfennig auch der Stammbereich Cofresco selbst von 255 auf 261 Millionen zulegte.

Melitta kann Umsatz 2019 kräftig steigern

Insgesamt konnte die Unternehmensgruppe ihren Umsatz im vergangenen Jahr sogar um knapp zehn Prozent auf 1,695 (Vorjahr: 1,543) Milliarden Euro steigern. Der wichtige Kaffeebereich erzielte nach Angaben vom Montag Rekordwerte. Dabei sorgte insbesondere das Nordamerika-Geschäft dafür, dass Melitta auch mit dem Umsatz sein konnte. Insgesamt erzielte der Bereich 634 Millionen Euro und damit 37 Prozent des Konzernumsatzes.

Einen deutlichen Zuwachs von elf Prozent erzielte der Bereich Kaffeezubereitung, zu dem außer den traditionellen Filtertüten auch Kaffeemaschinen für den Haushalt ebenso wie für den professionellen Einsatz zählen. Letztere kosten zwischen 6000 und über 10.000 Euro und werden seit 2019 nicht mehr in der Schweiz, sondern in Minden hergestellt.

382 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen

Mit dem Konzernumsatz ist auch die Mitarbeiterzahl von Melitta von 5222 auf 5604 gestiegen. Von diesen haben etwa 1400 ihre Arbeitsplätze am Stammsitz in Minden. Hinzu kommen in OWL 190 der 285 Beschäftigten bei Wolf PVG in Spenge. Die Tochterfirma. die sich auf Filter und weiteres Zubehör für Staubsauger spezialisiert hat, konnte ihren Umsatz im vergangenen Jahr leicht von 54,4 auf 57,8 Millionen Euro erhöhen.

2014 hatte die Unternehmensführung ein Strategie-Programm mit dem Titel „Melitta 2020” aufgelegt. Obwohl dieses jetzt offiziell ausläuft, sollen die Schwerpunkte Wachstum und Internationalisierung nach Angaben von Geschäftsführer Volker Stühmeier erhalten bleiben.

Kurzarbeit wegen Pandemie wird zurückgefahren

Kaffee wird auch im Homeoffice getrunken. Entsprechend zeigt sich Melitta trotz der Corona-Pandemie auch für 2020 zuversichtlich. Während einige Geschäftsbereiche im ersten Halbjahr Rückgänge beim Umsatz verzeichnen mussten, geht es nach Angaben des geschäftsführenden Gesellschafters Jero Bentz bei anderen durchaus aufwärts. Wucherpfennig zufolge wird nur noch in einem Geschäftsbereich kurzgearbeitet. Mehrere Investitionsprojekte seien bei Ausbruch der Pandemie zurückgestellt worden. Im vergangenen Jahr hat Melitta 50,3 Millionen Euro investiert – nach 48,1 Millionen im Jahr davor.

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