Spendenziel für Spenger Calisthenics-Anlage erreicht – Bau beginnt in Kürze
Anpfiff für den Trimm-dich-Park

Spenge (WB). Sport und Fitness an der frischen Luft sind beliebter denn je. Mit einem neuen Trimm-dich-Park haben Spenger schon bald die Möglichkeit, an der Werburger Sporthalle nach Herzenslust zu trainieren. Das Spendenziel für das Projekt wurde erreicht, der Bau steht in den Startlöchern. Der Initiator, die Kaufmannschaft, hat Spendern, Sponsoren und der Stadt Spenge am Montag für die Unterstützung gedankt.

Mittwoch, 26.08.2020, 05:20 Uhr aktualisiert: 26.08.2020, 09:24 Uhr
Gemeinsam haben sie es fast geschafft: Björn Wierzbinski (von links), Projektleiter Benjamin Volk, Achim Zoltek, Stephan Große-Tebbe, Tobias Fehn, Bürgermeister Bernd Dumcke und Kaufmannschafts-Vorsitzender Michael Wieczorek freuen sich auf die Anlage. Foto: Escher
Gemeinsam haben sie es fast geschafft: Björn Wierzbinski (von links), Projektleiter Benjamin Volk, Achim Zoltek, Stephan Große-Tebbe, Tobias Fehn, Bürgermeister Bernd Dumcke und Kaufmannschafts-Vorsitzender Michael Wieczorek freuen sich auf die Anlage.

„Spenge wird fit“ heißt die Kampagne, die die Kaufmannschaft Spenge zur Finanzierung der Calisthenics-Anlage an der Werburger Sporthalle im Herbst 2019 ins Leben gerufen hat. Calisthenics ist ein Sport, der Eigengewichtsübungen integriert und in Geräteparcours, auch Trimm-dich-Parks genannt, absolviert wird. Eine solche Anlage mit Geräten von Sprossenwand bis Dipstation wird nun in Spenge gebaut.

Mit Erklärungstafeln wird auch Unerfahrenen der Einstieg ermöglicht – damit sich wirklich alle Spenger fit machen können. „Wir haben die Zielsumme von rund 31.200 Euro netto und eine Absicherung für Eventualitäten erreicht. Jetzt starten wir in die Umsetzung“, berichtet Projektleiter Benjamin Volk von der Kaufmannschaft.

Gelände wird vorbereitet

Die nächsten Schritte sind, die Nutzungsvereinbarung mit der Stadt zu treffen, die zugesagten Gelder abzurufen und natürlich das Gelände vorzubereiten. Für Letzteres ist die Firma Centro-Bau aus Spenge zuständig, die das Fundament errichten wird. Inhaber Stephan Große-Tebbe beteiligt sich gern: „Ich bin in Spenge aufgewachsen. Ich möchte etwas zurückgeben“, erklärt er.

Die Lieferung der Sportgeräte von Barzflex wird sechs bis acht Wochen dauern. „Wir liegen wegen Corona im Zeitplan zurück“, erklärt Volk. „Aber wenn das Wetter mitspielt, kann der Park vielleicht noch dieses Jahr genutzt werden. Der Kick-off wird allerdings erst im Frühjahr veranstaltet“, erläutert der Projektleiter.

Niederschwelliges Sportangebot

Bürgermeister Bernd Dumcke ist überzeugt davon, dass das Projekt allen Bürgern zugutekommen wird: „Es ist großartig, ein so niedrigschwelliges Sportangebot in der Stadt zu haben.“ Besonders die Initiative der Kaufmannschaft hebt Dumcke positiv hervor. „Damit solche engagierten Projekte nicht im letzten Moment scheitern, schließen wir als Stadt dann auch gerne Finanzierungslücken“, erklärt der Bürgermeister.

Die Stadt hält Mittel von 4.000 Euro für das Projekt bereit und ergänzt damit den Anteil der Kaufmannschaft von 16.000 Euro sowie die finanziellen Beiträge und Arbeitsleistungen der gewerblichen Sponsoren über 14.000 Euro.

Wie Stephan Große-Tebbe unterstützen viele Unternehmerinnen und Unternehmer aus Spenge und Umgebung das Projekt aus Sympathie zur Heimat. „Wir freuen uns immer, bei der Stadtgestaltung helfen zu können“, berichtet Björn Wierzbinski von der LVM Versicherung. Tobias Fehn von der FeCON Steuerberatung sieht außerdem Vorteile für Spenge als Unternehmensstandort: „Solche Projekte machen eine Stadt für Arbeitnehmer attraktiv.“ Achim Zoltek, Inhaber von Zoltek GmbH & Co KG, kündigt sogar erste Sportlerinnen an: „Meine Frau und Tochter gehen hier joggen. Sie freuen sich auf neue Sportmöglichkeiten.“

Trendsport

Die Kaufmannschaft ist sich sicher, mit dem Trimm-dich-Park viele Zielgruppen zu erreichen. „Das haben uns die vielen privaten Kleinstspenden über insgesamt 500 Euro gezeigt“, meint Volk. „Calisthenics liegt im Trend“, fasst er zusammen.

Anders als bei den Pfad-Konzepten seien die Parks nicht so lang gezogen, damit pflegeleichter und besonders für gemeinsames Trainieren in Gruppen geeignet. Die Anlage an der Werburger Sporthalle ist also ideal für Sportbegeisterte und jene, die es mit ein bisschen Gruppenmotivation noch werden wollen.

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