Die SPD holt 13 Direktmandate – Lars Hartwig (CDU) mit 32,24 Prozent abgeschlagen
Klarer Durchmarsch für Dumcke

Spenge (HK). Damit hatte Bürgermeister Bernd Dumcke (58) selbst nicht gerechnet: Der amtierende Bürgermeister hat bei der Kommunalwahl stolze 56,04 Prozent der Wählerstimmen erhalten. Herausforderer Lars Hartwig, der in Personalunion für die CDU und die Grünen angetreten war, lag mit 32,24 Prozent klar abgeschlagen auf Platz zwei. Ralf Kinnius, Bürgermeisterkandidat der UWG, freute sich über sein Ergebnis von 11,72 Prozent. Kollege Ralf Sieker hatte es 2014 auf 10,08 Prozent gebracht.

Montag, 14.09.2020, 05:17 Uhr aktualisiert: 14.09.2020, 05:20 Uhr
UWG-Kandidat Ralf Kinnius (links) gratuliert Bürgermeister Bernd Dumcke. Der SPD-Politiker hat mit 56,04 Prozent der Stimmen am Sonntag einen großen Wahlsieg errungen. Lars Hartwig, Kandidat von CDU und Grünen, kam nur auf 32,24 Prozent. Foto: Ruth Matthes
UWG-Kandidat Ralf Kinnius (links) gratuliert Bürgermeister Bernd Dumcke. Der SPD-Politiker hat mit 56,04 Prozent der Stimmen am Sonntag einen großen Wahlsieg errungen. Lars Hartwig, Kandidat von CDU und Grünen, kam nur auf 32,24 Prozent. Foto: Ruth Matthes

Wahlsieger Dumcke bedankte sich sowohl bei den Wählern als auch bei seinen Genossen, die ebenfalls hervorragend abgeschnitten hätten. „Und das gegen den Landestrend“, wie der wiedergewählte Bürgermeister betonte. Er freute sich, dass die Wähler seine Arbeit der vergangenen elf Jahre gewürdigt hätten und versprach, sich in den nächsten fünf Jahren wieder mit ganzer Anstrengung für Spenge und dessen Bewohner einzusetzen.

Hartwig gratuliert

Lars Hartwig ließ sich am Sonntagabend nur kurz in der Aula der Grundschule Spenge/Hücker-Aschen sehen, wo die Ratsmitglieder sich getroffen hatten, um der Auszählung zu folgen. In Corona-Zeiten bot der Ratssaal nicht genügend Platz. Hartwig gratulierte den SPD-Kollegen und war sichtlich enttäuscht von seinem Wahlergebnis. 2014 hatte er, obwohl lediglich als Kandidat der CDU im Rennen, noch besser abgeschnitten, nämlich mit 35,03 Prozent der Stimmen. Dumcke hatte damals mit 51,76 Prozent ebenfalls im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit geholt.

„Das war nicht das gewünschte Ergebnis“, gab er zu. „Ein Zusammengehen von Grünen und Schwarzen muss man den Wählern erklären können“, sagte er. Dies sei in Zeiten von Corona schwer möglich gewesen. „Ich bin sicher, dass diese Kombination Zukunft hat. Es braucht Zeit.“

Schwere Verluste für CDU

Die CDU musste auch bei der Ratswahl schwere Verluste hinnehmen. Die Union kam auf 26,61 Prozent (zuvor 33,5 Prozent) und errang nur zwei Direktmandate – eines davon holte Lars Hartwig – sowie sieben über die Liste. Zuvor hatte sie elf Sitze im Rat gehabt.

Die SPD-Kandidaten holten hingegen 13 Wahlbezirke direkt und sind mit 37,82 Prozent weiterhin stärkste Fraktion (2014 waren es 37,85). Die UWG steigerte sich von 15,65 Prozent auf 16,84 und holte sechs Sitze, einen mehr als zuvor. Knapp dahinter lagen die Grünen mit 15,32 Prozent und fünf Sitzen. Sie verbesserten sich erheblich gegenüber ihrem alten Wahlergebnis von 9,8 Prozent und drei Sitzen. Die FDP muss weiterhin mit einem Sitz Vorlieb nehmen. FDP-Ratsherr Rainer Kalla wird als einziger seiner Partei im Ratssaal Platz nehmen dürfen. Die Liberalen kamen auf 3,41 Prozent.

Die Wahlbeteiligung lag bei 60,6 Prozent. Der Spenger Rat wird in den nächsten fünf Jahren größer sein als bisher. Wie Wahlorganisatorin Cornelia Meier-Englschalk erklärte, kam es durch die 13 Direktmandate der SPD zu zwei Überhangmandaten, so dass der Rat statt 32 nun 34 Sitze hat.

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