Verein verlängert Ausstellung venezianischer Kostüme bis 8. November
Rekordbesuch in der Werburgscheune

Spenge (WB). Seit dem 21. Juni ist in der Werburg-Scheune die weltweit größte Sammlung prämierter Kostüme des venezianischen Karnevals zu sehen. Und das Interesse an den Kreationen des Engeraners Horst Raack ist rekordverdächtig: „Bisher haben 1260 Besucher die Kostüme gesehen“, sagt Dr. Werner Best, Vorsitzender des Werburg-Vereins, „und das, obwohl nur zehn Leute gleichzeitig in die Räume dürfen.“ Umso mehr freut er sich, dass die Ausstellung bis zum 8. November verlängert wird.

Samstag, 26.09.2020, 05:20 Uhr
Museumspädagoge Marcus Coesfeld, Dr. Werner Best und Hans-Peter Tietze (von links) vom Werburgverein Spenge freuen sich, dass sowohl die Sonderausstellung als auch das Werburgmuseum seit dem Ende der Corona-Pause sehr gut angenommen werden. Foto: Ruth Matthes
Museumspädagoge Marcus Coesfeld, Dr. Werner Best und Hans-Peter Tietze (von links) vom Werburgverein Spenge freuen sich, dass sowohl die Sonderausstellung als auch das Werburgmuseum seit dem Ende der Corona-Pause sehr gut angenommen werden. Foto: Ruth Matthes

„Nach der coronabedingten Schließung am 13. März hatten die Menschen anscheinend wieder Lust auf einen Ausstellungsbesuch, und haben es noch“, urteilt Best. Schon zur Eröffnung kamen 61 Besucher. „Und es steigerte sich von Sonntag zu Sonntag. Am vergangenen Wochenende waren es sogar 146. Die Menschen standen geduldig Schlange, um die 28 Roben zu sehen, die beim Kostümwettbewerb in Venedig prämiert worden sind“, erzählt Kassierer Hans-Peter Tietze. „Darunter sind auch Wiederholungstäter, die jedes Details erfassen möchten“, sagt Tietze. Ein großer Pluspunkt sei, dass der Schöpfer der Kostüme oft vor Ort ist, um von der Entstehung zu berichten.

Großer Einzugsbereich

Auch auf die Besucherzahlen der Dauerausstellung hat sich der Run auf die Roben positiv ausgewirkt: „Viele waren sich gar nicht bewusst, dass es dieses Museum und das schöne Werburgensemble gibt und nutzen die Gelegenheit, alles zu besuchen“, hat Best festgestellt. Erstaunt ist er über den großen Einzugsbereich: „Durch die Corona-Meldelisten wissen wir, dass die Gäste aus einem Umkreis von 100 Kilometern kommen.“ Dabei seien alle Generationen vertreten. Wegen der Einschränkungen durch Corona wird derzeit kein Eintritt genommen. „Die Menschen spenden aber großzügig“, freut sich Best.

Wie Raack erzählt, wird er einen Teil seiner Kostüme demnächst in Vlotho zeigen und im Frühjahr 2022 im Lemgoer Weserrenaissance-Museum. Womit es in der Scheune weitergeht, ist noch unklar: „Wir werden aber weiter auf Sonderausstellungen setzen“, so Best.

Familienprogramm

„Der große Zuspruch bei uns hat sicher auch etwas damit zu tun, dass wir seit kurzem auch auf Facebook und Instagram aktiv sind“, sagt der neue Museumspädagoge Marcus Coesfeld, der sich um dieses Feld kümmert. In dem einen Monat, in dem er sich um die Bildungsarbeit kümmert, hat er schon Kontakte zu Schule im Umkreis von 20 Kilometern geknüpft, um künftig auch Kinder der 5. und 6. Klassen zu erreichen. „Die erste Resonanz auf mein Angebot ist gut“, sagt Coesfeld. Er kooperiert außerdem mit den Kulturscouts OWL, um auch die Dauerausstellung digital zu erschließen, zum Beispiel mit einer Museumsrallye über Smartphone.

Im Rahmen der Sonderausstellung bietet Coesfeld für Familien an diesem Samstag, 26. September, ab 15 Uhr einen Workshop mit Ausstellungsbesuch an. Die Kinder können danach mit ihm venezianische Masken basteln. Anmeldungen unter Telefon 0176/18768125. Ein Folgetermin ist für die Herbstferien geplant.

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