Online-Angebote der Einrichtungen im Kreis Herford werden gut angenommen
Kreislogger – das virtuelle Jugendzentrum

Spenge/Enger (WB). In vielen Berufen lässt es sich im Homeoffice arbeiten, allerdings fehlt der zwischenmenschliche Kontakt. Weil von der Kontaktsperre zu Beginn der Corona-Pandemie Jugendliche in besonderem Maße betroffen waren, haben die Jugendzentren des Kreises Herford gemeinsam ein Online-Angebot auf die Beine gestellt: den Kreislogger.

Samstag, 17.10.2020, 05:05 Uhr aktualisiert: 17.10.2020, 05:10 Uhr
Der Kreislogger ist eine Homepage des Netzwerks der Jugendzentren des Kreises Herford, die mit verschiedenen Online-Angeboten gegen die Tristesse der Corona-Zeit vorgehen. Jugendliche können hier mit dem digitalen Kochstudio Rezepte nachkochen oder bekommen Tipps zur Bewerbung. Foto: Daniela Dembert
Der Kreislogger ist eine Homepage des Netzwerks der Jugendzentren des Kreises Herford, die mit verschiedenen Online-Angeboten gegen die Tristesse der Corona-Zeit vorgehen. Jugendliche können hier mit dem digitalen Kochstudio Rezepte nachkochen oder bekommen Tipps zur Bewerbung. Foto: Daniela Dembert

Solange die Jugendzentren geschlossen und physische Treffen nicht möglich waren, haben die Mitarbeiter der Jugendzentren im Kreis die Kreislogger-Homepage mit verschiedensten Inhalten bestückt und für interaktive Angebote gesorgt. Aber auch darüber hinaus haben sich Teile dieses Angebots etabliert.

Infovideos zu aktuellen Themen

Neben Infovideos zu aktuellen Themen, Angeboten wie Berufs- und Bewerbungsberatung und Hausaufgabenhilfe werden auf der Seite Ideen zur Freizeitgestaltung vorgestellt. Kinder und Jugendliche sind eingeladen, das Programm ihres örtlichen Jugendzentrums zu verfolgen oder die der anderen Einrichtungen kennenzulernen.

Der Engeraner Kleinbahnhof hat beispielsweise vegane Rezepte hochgeladen, in der Area 34 in Kirchlengern gab es einen online Yogakurs und jeden Tag eine Challenge, also eine Herausforderung für die Besucher der Seite. Diese bestand mal in einer kleinen Tanzchoreografie, einem Selbstportrait, Vorher-/Nachher-Bildern vom Aufräumen und anderen interaktiven Aktionen. Der Treffpunkt Rödinghausen hat neben online Nachhilfe auch einen Livestream-Spieltreff und die online Thekenrunde zum Quatschen eingerichtet.

Saturday Night Talk

Die Charlottenburg Spenge hat neben Video-Tutorials zum Thema „Zero Waste“ und einem digitalen Kochkurs den Saturday Night Talk ins Leben gerufen. „Wir stellen Leute aus OWL vor, die einen interessanten Beruf haben, aber keinen leichten Weg dorthin hatten“, erklärt Alexander Karbouj das Konzept des live auf Instagram zu verfolgenden Formats. Zwei Stunden lang plaudert der Diplom-Sozialpädagoge mit jungen Menschen wie dem Filmemacher Jan Ctvrtnicek und dem Boxer Emin Atra über deren Werdegang.

Obwohl das Jugendzentrum wieder geöffnet hat, setzt Karbouj den Saturday Night Talk an jedem ersten Samstag im Monat fort. „Es gibt eine Nachfrage, deshalb machen wir weiter. Wir halten das für wichtig, damit das Angebot im Fall eines erneuten Lockdowns schon etabliert ist“, begründet er. Von jeder Sendung erstellt der Sozialpädagoge kurze Zusammenschnitte, die auch bei YouTube angeschaut werden können.

Format der Charlottenburg

Ein weiteres Format der Charlottenburg ist „Was geht“, eine Mitmach-Aktion, bei der Jugendliche dazu aufgerufen sind, ihr Talent und/oder ihr Hobby in einem Video vorzustellen. „Das muss gar nicht besonders hochwertig produziert sein“, betont Karbouj. Es gehe schlicht darum, sein Können zu zeigen und damit auch anderen Inspiration zu sein. „Das tun viele Jugendliche sowieso schon auf Instagram oder Tiktok. Unser Portal ist regionaler, man kennt vielleicht den einen oder anderen, der etwas vorstellt.“ Bei Bedarf geben die Charlottenburg-Mitarbeiter Hilfestellung beim Videodreh und -schnitt. „Einfach bei uns melden“, ermuntert Alex Karbouj.

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