Letzter Abgabetag ist am Samstag – Konfirmanden helfen mit – Verkaufsstellen gesucht
Paradiesapfelsaft für den guten Zweck

Spenge (WB). Am kommenden Samstag ist der letzte Annahmetag von Apfelspenden für den Spenger Paradiesapfelsaft. Wer nicht weiß, wie er der reichen Ernte dieser Saison Herr werden soll, kann seine Äpfel von 9 bis 13 Uhr an der St.-Martins-Kirche abliefern.

Freitag, 23.10.2020, 05:44 Uhr aktualisiert: 23.10.2020, 05:50 Uhr
Die evangelische Jugend koordiniert die samstägliche Apfelannahme an der St.-Martins-Kirche. Tonnenweise Apfelspenden kommen hier zusammen. Foto: Springer
Die evangelische Jugend koordiniert die samstägliche Apfelannahme an der St.-Martins-Kirche. Tonnenweise Apfelspenden kommen hier zusammen. Foto: Springer

Der Spenger Paradiesapfelsaft, der aus diesen Früchten gewonnen wird, geht jetzt in sein 13. Jahr und erfreut nicht nur Liebhaber 100-prozentigen Direktsafts. Der Verkaufserlös kommt paritätisch der evangelischen Jugend und diakonischen Zwecken – genauer: in Not geratenen Menschen in Spenge – zu Gute.

Durch die Einnahmen sind verschiedene Projekte und Ausflüge der evangelischen Jugend ermöglicht und Privatpersonen Hilfestellungen geleistet worden. „Meistens mit Lebensmittelgutscheinen“, erzählt Kristin Springer, die federführend bei der Paradiesapfelsaft-Aktion wirkt.

Hilfe für Bedürftige

Bei einem Nachweis der Bedürftigkeit sei die Kirchengemeinde in der Lage, unbürokratische Soforthilfe zu leisten. „Wie zum Beispiel den Eigenanteil zu übernehmen, den eine Frau nicht zahlen konnte, die dringend eine neue Brille brauchte“, gibt Springer ein Beispiel. Auch wenn Familien sich die Konfi-Fahrt ihres Kindes nicht leisten könnten, wäre die Kirchengemeinde bereit, einen Zuschuss zu leisten. Die Coronazeit bringe neue Bedürftigkeit hervor. Auch eine Zirkusfamilie habe schon Hilfe in Form von Lebensmittel-Einkaufsgutscheinen bekommen, berichtet das engagierte Gemeindeglied. „Häufig treten finanzielle Notsituationen plötzlich auf und sind kein Dauerzustand. Auch dann kann man sich an die Kirchengemeinde wenden.“

Um Geld ausgeben zu können, muss zuvor natürlich ordentlich Saft verkauft werden. In diesem Jahr sind viele Gelegenheiten weggefallen, zu denen Kristin Springer und Ehemann Horst Winkelmann den Fruchtsaft angeboten hätten. Erhältlich ist er jedoch trotzdem ganzjährig an folgenden Verkaufsstellen: Gemeindebüro Spenge, Galerie Kreft im Lönsweg, Lange Straße; Baumschule Vogt, Hücker-Aschen; Hofladen Reinkensmeyer, Herringhauser Straße in Enger.

Verkaufsstellen gesucht

Da die Adler-Apotheke geschlossen hat, sucht Springer nach neuen Verkaufsstellen auch außerhalb Spenges. Der Saft habe dort in das Gesundheitskonzept gepasst und sehr guten Absatz gefunden. „Der fehlt uns leider jetzt“, bedauert Springer.

Die Belieferung übernimmt das Ehepaar Springer/Winkelmann. Die samstägliche Apfelannahme organisiert die evangelische Jugend nahezu selbstständig über den „Apfelsaftbeauftragten“ und eine WhatsApp-Gruppe mit dem Titel „A-Team“. Dafür sei sie sehr dankbar, sagt Springer, denn ihr Mann und sie sind an den Samstagvormittagen meist im Ernteeinsatz. „Es gibt einige Menschen, die selbst nicht mehr in der Lage sind, ihre Bäume abzuernten, die Früchte aber nicht verkommen lassen und spenden wollen.“ Unterstützung hat das Duo zuweilen von Konfirmanden und/oder Geflüchteten aus dem Netzwerk des Vereins Asyl Spenge. „Diese Aktion hat mir selbst über die Jahre so viel gebracht“, erzählt die Initiatorin begeistert und dankbar: „Die Erntetage in der Natur an frischer Luft, die Menschen, die ich dadurch kennengelernt habe, und die Ecken Spenges, die ich vorher noch gar nicht kannte.“

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