Im Vorfeld der Renaturierung werden Rodungsarbeiten vorgenommen
Besebach erhält Ruhezonen

Spenge  (WB). Der Besebach soll renaturiert werden. Um dies zu ermöglichen, werden vom morgigen Freitag, 13. November, an östlich und westlich des Martinsweges Rodungsarbeiten vorgenommen. Dies teilt Doris Bartelheimer vom Umweltamt der Stadt Spenge mit.

Mittwoch, 11.11.2020, 17:05 Uhr aktualisiert: 11.11.2020, 17:10 Uhr
Der Besebach soll renaturiert werden. Im Vorfeld müssen dafür Bäume gerodet werden. Foto: Daniela Dembert
Der Besebach soll renaturiert werden. Im Vorfeld müssen dafür Bäume gerodet werden. Foto: Daniela Dembert

Begonnen wird mit der Fällung der Pappeln in der südlichen Uferböschung am Fußweg entlang des Besebaches zwischen Martinsweg und Eschstraße. Der Bereich ist während der Rodungsarbeiten gesperrt und darf nicht betreten werden. Witterungsbedingt folgt in der kommenden Woche die Entfernung von Gehölzen für den 25 Meter breiten Durchstich vom Besebach unterhalb der Kettelerstraße an der ehemals mit Zwerg-Ponys beweideten Wiese zur nördlich freigewordenen Fläche des ehemaligen Regenrückhaltebeckens.

Beschluss von 2016

Das Holz wird nach der Fällung mit einem Großhäckseler zerkleinert und abgefahren. Mit Baufortschritt des Mischwasserkanals werden die Gehölze auf dem Erdwall im Abschnitt zwischen Martinsweg und Kreisel Lange Straße entfernt. Die Anlieger an diesen Abschnitten des Baches an Eschstraße und Kettelerstraße werden um Verständnis gebeten. Ausgeführt werden die Rodungsarbeiten vom Forstfachunternehmen Bender.

Beschlossen wurde die Gewässerrenaturierung vom Spenger Rat schon Ende September 2016. „Da die Maßnahme jedoch abhängig ist vom Baufortschritt des Bodenretentionsfilterbeckens und der Verlegung des Mischwasserkanals kann sie erst jetzt begonnen werden“, erklärt Bartelheimer.

Landesförderung

Gefördert wird die Renaturierung vom Land NRW mit 80 Prozent. Die Bauarbeiten werden in Kürze öffentlich ausgeschrieben und sollen im nächsten Jahr umgesetzt werden. Mit den Ingenieurleistungen ist die Ingenieurgesellschaft für Wasser- und Abfallwirtschaft Bad Oeynhausen beauftragt worden.

Die Gewässerrenaturierung am Besebach findet in zwei Abschnitten statt: Im Gewässerabschnitt östlich des Martinsweges bis unterhalb des Kreisels Lange Straße soll auf einer Länge von 230 Metern durch die Verlegung des Mischwasserkanals dem Gewässerbett mehr Raum und Platz gegeben werden. Dafür wird der Erdwall, der den Besebach und den ehemaligen Mischwasserkanal trennt, abgetragen und für den Besebach ein mäandrierender Gewässerlauf hergerichtet.

Stillwasserzonen

Dies führt zu einer Laufverlängerung mit Ruhe- und Stillwasserzonen. „Neben der ökologischen Aufwertung wird zugleich das Rückhaltevolumen bei Starkregenereignissen erhöht und der Mühlenbach bei Hochwasser entlastet“, führt die Umweltamtsleiterin aus.

Westlich des Martinsweges – unterhalb der Kettelerstraße – wird ein 25 Meter breiter Durchstich vom Besebach zum ehemaligen Regenrückhaltebecken Schäferwiese ebenso für die Aufnahme von Wasser bei Starkregen und zur Hochwasserentlastung entstehen. Die hier nicht mehr benötigte Fläche des ehemaligen Regenrückhaltebeckens wird dabei als Auenretentionsfläche ökologisch aufgewertet.

Kopfweiden

Die Rodungsarbeiten werden vorgezogen, da sie aus Gründen des Artenschutzes nur bis Ende Februar ausgeführt werden dürfen. Die am Besebach gesetzten Kopfweiden bleiben weitestgehend erhalten. „Für die Pappeln und Weiden, die weichen müssen, gab es eine artenschutzrechtliche Prüfung“, so Bartelheimer.

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