Land lehnt Antrag auf Ausnahmegenehmigung ab
Keine Filter für Spenger Schulen

Spenge -

Die Kinder und Jugendlichen an den Spenger Schulen müssen sich aufs Lernen mit Mütze, Schal und Winterjacke einstellen. Wie Bürgermeister Bernd Dumcke im Hauptausschuss erklärte, hat das Land NRW es abgelehnt, der Stadt eine Ausnahmegenehmigung nach dem Innovationsparagrafen der Coronaschutzverordnung zu erteilen, damit diese für die heimischen Klassenräume Hepa-Luftfilter anschaffen kann.

Sonntag, 29.11.2020, 05:20 Uhr
Wie hier an der Gesamtschule wird in Spenge weiterhin an jeder Schule alle 20 Minuten gelüftet werden müssen.
Wie hier an der Gesamtschule wird in Spenge weiterhin an jeder Schule alle 20 Minuten gelüftet werden müssen. Foto: Ruth Matthes

Der Rat der Stadt Spenge hatte sich einstimmig dafür ausgesprochen, kurzfristig 250.000 Euro plus Folgekosten zu investieren, um den Lehrern und Schülern mithilfe von Luftfilteranlagen das Lernen und Lehren in der Winterzeit in einer nicht nur virenfreien, sondern auch frostfreien Umgebung zu ermöglichen.

Wie Dumcke erklärte, verwies das Gesundheitsministerium darauf, dass das Lüften zumutbar sei und die Stadt, wenn sie die Filter anschaffen und weniger häufig lüften wolle, Raum für Raum wissenschaftlich nachweisen müsse, dass die Wirksamkeit des Filters dazu ausreiche. Mit dieser Aussage sei das Projekt gestorben.

„Diesen Nachweis können wir unmöglich erbringen“, stimmte ihm Lars Hartwig (CDU) zu, der – wie auch die übrigen Fraktionsvorsitzenden – von der Reaktion des NRW-Gesundheitsministeriums enttäuscht war.

Sein Parteikollege Reinhold Hübers äußerte allerdings, „angesichts dessen, wie schwer sich alle mit einheitlichen Regeln tun, ein gewisses Verständnis dafür, dass Spenge kein Sonderweg erlaubt wird“.

Ralf Kinnius, Fraktionsvorsitzender der UWG, warf dem Land vor, die Verantwortung auf die Kommune abschieben zu wollen.

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