Mutiertes Virus sorgt für Kita-Schließung in Spenge – bisher drei Kinder und fünf Erwachsene mit Corona infiziert
Britische Variante im Taka-Tuka-Land

Spenge (WB) -

Seit Montag vergangener Woche ist die Kita Taka-Tuka-Land wegen Corona-Fällen geschlossen. Seit Freitag steht fest: Es handelt sich um die „britische Variante“ – eine deutlich ansteckendere Mutation des Virus. Sie wurde bereits in drei Fällen sicher nachgewiesen. Die anderen Tests laufen noch.

Dienstag, 16.02.2021, 05:55 Uhr aktualisiert: 16.02.2021, 06:00 Uhr
Seit einer Woche ist die Kita Taka-Tuka-Land in Spenge bereits geschlossen. Acht Kinder und Erwachsene wurden positiv auf Corona getestet.
Seit einer Woche ist die Kita Taka-Tuka-Land in Spenge bereits geschlossen. Acht Kinder und Erwachsene wurden positiv auf Corona getestet. Foto: Daniela Dembert

„Covid-19-positiv sind bisher zwei Erzieher, eine Köchin, drei Kinder und zwei Elternteile“, sagt Nadine Kerber, Geschäftsführerin der beiden freien Taka-Tuka-Land-Einrichtungen in Spenge und Hiddenhausen. Im eingeschränkten Pandemie-Betrieb wurden in Spenge 25 Kinder in zwei Gruppen betreut. „Die Fälle sind bisher nur in einer der beiden Gruppen aufgetreten“, berichtet Kerber.

Als ich erfahren habe, dass es sich um die britische Variante handelt, war ich schon geschockt.

Nadine Kerber

Direkt nach den positiven Ergebnissen am Freitag, 6. Februar, blieb die Kita ab dem folgenden Montag geschlossen. „Als ich erfahren habe, dass es sich um die britische Variante handelt, war ich schon geschockt“, sagt Kerner. Doch eine gute Nachricht gibt es auch: Bisher sind die Verläufe bei allen Betroffenen mild.

Alle Eltern hätten verständnisvoll auf die Nachricht reagiert. „Schließlich können wir nichts dafür, es kann jeden und jede Einrichtung treffen“, meint Kerber. Aktuell gibt es in sieben von insgesamt 129 Kitas im Kreisgebiet bestätigte Corona-Fälle. Hierbei handelt es sich um Infektionen bei zehn Kindern und elf Infektionen beim Kita-Personal.

Die Eltern der Kinder aus dem Taka-Tuka-Land wurden über die Kita-App umgehend informiert und werden weiterhin auf den aktuellen Stand der Dinge gebracht. „Das funktioniert sehr gut. Natürlich stehen wir auch für Fragen per E-Mail und Telefon bereit“, erklärt Nadine Kerber.

Alle Kinder sind direkt in Quarantäne gekommen. „Im Kreis Herford sind derzeit fünf bestätigte Fälle der britischen Mutation bekannt. Die Infizierten und die ermittelten Kontaktpersonen sind in häuslicher Quarantäne. Das Gesundheitsamt hat in den Einzelfällen die konkreten Maßnahmen festgelegt. Diese gehen auch über die Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes hinaus, da die mutierten Viren als weitaus ansteckender gelten“, teilt Petra Scholz, Sprecherin des Kreises Herford mit.

„Bei der britischen Variante erfolgt ein zweiter Test am 13. Tag. Beim normalen Virus wäre die Quarantäne automatisch nach 14 Tagen beendet“, kennt Nadine Kerber das Prozedere.

Haben Betroffene beim „Standardvirus“ in der Quarantäne-Zeit keine Symptome, können sie mit einem Test am zehnten Tag die Zeit zu Hause verkürzen. „Diese Möglichkeit besteht bei der britischen Variante nicht“, sagt Kerber, die in engem Kontakt mit dem Gesundheitsamt des Kreises Herford steht.

Die Spenger Kindertagesstätte wurde 2018 eröffnet, im Regelbetrieb besuchen 62 Mädchen und Jungen die Einrichtung in der Schulstraße, zwölf Erzieher und vier weitere Mitarbeiter sind dort tätig.

 

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