Spenger Politiker können Anregungen und Bedenken äußern
Regionalplan vorgestellt

Spenge (WB) -

Der Regionalrat hat einen Entwurf des neuen Regionalplanes OWL vorgelegt. Darin wird ausgewiesen, wo bis zum Jahr 2040 Wohnraum gebaut und wo störendes Gewerbe und wo nicht-störendes Gewerbe angesiedelt werden darf.

Freitag, 26.02.2021, 18:10 Uhr aktualisiert: 26.02.2021, 18:16 Uhr
Die Karte zeigt die Gebiete (SP3, 4, 6, 7, 8), in denen Wohnbebauung und nicht-störendes Gewerbe möglich wären sowie die Erweiterungsmöglichkeit des Industriegebietes Wallenbrück (SP1).
Die Karte zeigt die Gebiete (SP3, 4, 6, 7, 8), in denen Wohnbebauung und nicht-störendes Gewerbe möglich wären sowie die Erweiterungsmöglichkeit des Industriegebietes Wallenbrück (SP1).

Fachbereichsleiterin Sabrina Held hat die Kommunalpolitiker über den Entwurf für das Stadtgebiet Spenge informiert, zu dem der Stadtrat bis 31. März Stellung beziehen muss. Die Fraktionen waren sich darüber einige, dass sie diese Frist auskosten und nochmals über den Regionalplan beraten wollen, bevor sie Anregungen oder Bedenken an den Regionalrat weitergeben. Eine Entscheidungsbefugnis habe sie in diesem Falle nicht.

Befremden löste bei den Kommunalpolitikern der Umstand aus, dass der Vorbereitungsprozess seit 2015 läuft, das Kommunalgespräch mit der Spenger Verwaltung im Juni 2018 stattfand, aber erst jetzt die kommunalen Ausschüsse beteiligt würden.

Der Planentwurf weist für Spenge einen Bereich GIB (störendes Gewerbe und Industrielle Nutzung, SP1 auf dem Plan) als Erweiterung des Gewerbegebietes Wallenbrück südlich vom Industriezentrum aus sowie mehrere ASB (Allgemeine Siedlungsbereiche). Dabei sei zu bedenken, dass ASB nicht bedeute, dass dort kein Gewerbe mehr angesiedelt werden dürfe. Nicht emittierende Firmen seien durchaus erlaubt.

So ist das Gewerbegebiet Hannighorst zum ASB Ravensberger Straße (SP3) umgewandelt worden. „Die bestehende Mischnutzung ist davon nicht tangiert“, erklärte Held auf Nachfrage von Reinhold Hübers (CDU), der sich um die Zukunft der Firma Modersohn sorgte. Auch bisher hätten sich dort keine emittierenden Firmen ansiedeln können. Der Flächennutzungsplan ändere sich durch einen neuen Regionalplan nicht. Für die Firma ergäben sich keine Nachteile.

Die Politiker wollten hier jedoch „ein belastbare Aussage haben“, sagte Lars Hartwig (CDU). „Nicht, dass es hinterher doch noch zu Problemen führt, wenn einmal eine Firma verkauft wird oder erweitern will“, befürchteten Politiker von CDU und UWG. Dumcke versprach daraufhin, in einem Gespräch mit der Bezirksregierung zu erörtern, welche langfristigen Auswirkungen für Bestandsunternehmen die Ausweisung als ASB habe.

Viel Wohnbaupotenzial weist der Plan in Lenzinghausen aus (SP4, SP6, SP7, SP8). „Dort haben wir uns an der bestehenden Bebauung orientiert“, sagte die Fachbereichsleiterin. Dafür soll künftig keine Wohnbebauung mehr nördlich der Bünder Straße und südlich der Stiegelpotte möglich sein.

Die Ausweisung all dieser Flächen im Regionalplan bedeute nicht, dass dort überall auch gebaut werden solle. „Dafür reichen unsere Flächenkontingente gar nicht“, sagte Held. Jede Kommune habe nämlich vorgegebene Kontingente für die Ausweisung von Bau- oder Industriegebieten. „Bei uns sind das für Bauland lediglich 9 Hektar.“

Die Auslegung des Planes erfolgt digital und ist unter https://www.bezreg-detmold.nrw.de/wir-ueber-uns/organisationsstruktur/ateilung-3/dezernat-32/regionalplan-owl zu finden.

 

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