Sa., 09.06.2018

Bündnis gegen das Collegium Humanum plant Veranstaltungen in Vlotho 10 Jahre nach dem Verbot

Ein Rückblick auf 2005: Vlotho macht mobil gegen das Collegium Humanum. 2008 wird es verboten.

Ein Rückblick auf 2005: Vlotho macht mobil gegen das Collegium Humanum. 2008 wird es verboten. Foto: Oliver Schwabe

Vlotho (WB/jg). Das Bündnis gegen das Collegium Humanum beteiligt sich in Vlotho mit drei Veranstaltungen an den kreisweiten »Aktionswochen gegen Rassismus«.

Das Collegium Humanum ist vor 10 Jahren verboten worden. Das Vlothoer Bündnis gegen das Collegium Humanum hat sich nie aufgelöst. Vertreter von Kirchen, Bildungseinrichtungen, Parteien und auch die Gruppe Vlothoer für Flüchtlinge beobachten weiterhin die rechte Szene. »Wir sind ein ›Standby-Bündnis‹ und werden aktiv, wenn es einen Grund gibt«, sagen Katharina Vorderbrüggge und August-Wilhelm König. Einen Grund liefert das seit einem Jahrzehnt bestehende Verbot der rechtsextremen Einrichtung von Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck.

Ausstellung zum rechtsextremen Netzwerk

Am Samstag, 16. Juni, 18 Uhr, wird in der Kulturfabrik, Lange Straße 53, die Ausstellung eröffnet: »Ein Zentrum der Holocaust-Leugnung, zehn Jahre nach dem Verbot des Collegium Humanums«. Die Ausstellung stellt das damals von Vlotho ausgehende rechtsextreme Netzwerk und die Protestaktionen dagegen vor. Sie thematisiert die weiterhin bestehende Holocaustleugnung. Zeitzeugen kommen zu Wort.

 

Theateraufführung über Zwangesarbeit

Im Anschluss findet in der Kulturfabrik die Theateraufführung »Im Herzen ein Nest aus Stacheldraht« statt (16. Juni, 19 Uhr). Im Mittelpunkt steht ein 16-jähriger Zwangsarbeiter, der nach Rehme auf einen Bauernhof deportiert wurde. Innerlich zerrissen und heimatlos ist er lange nicht fähig, über sein Schicksal zu sprechen. Grundlage ist das Buch »Ich hatte nichts gegen Deutsche, nur gegen Faschisten«. Veranstalter sind der Förderverein Stalag 326 Senne und das Theaterlabor Bielefeld.

 

Dkumentarfilm zum Abschluss

Am Dienstag, 19. Juni, 19 Uhr, wird in der Kulturfabrik der Dokumentarfilm »I am not your Negro« gezeigt, der in die Zeit der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA eintaucht. Der Film ist eine Aufforderung, eigene Toleranz und Handeln zu hinterfragen.

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