Di., 11.09.2018

Ausstellung zum Welt-Suizid-Präventionstag in St. Stephan Eine Brücke fürs Leben

Eröffneten die Ausstellung in St. Stephan, von links: Ulla Brauns-Kohlmeier, Petra Ottensmeyer, Petra Henning, Andreas Huneke und Sabine Scholz-Hörstmann.

Eröffneten die Ausstellung in St. Stephan, von links: Ulla Brauns-Kohlmeier, Petra Ottensmeyer, Petra Henning, Andreas Huneke und Sabine Scholz-Hörstmann.

Von Joachim Burek

Vlotho (WB). Jedes Jahr nehmen sich in Deutschland mehr als 10.000 Menschen das Leben, die Zahl der Suizid-Versuche beträgt dabei sogar ein Vielfaches. Den von der Weltgesundheitsorganisation WHO initiierte Welt-Suizid-Präventionstag, zu dem immer am 10. September aufgerufen wird, hat die Telefon-Seelsorge Ostwestfalen-Lippe zum Anlass für eine Ausstellung genommen.

Die Präsentation, die bis zum 20. September in der St. Stephans-Kirche zu sehen ist, soll dazu beitragen, dieses gesellschaftlich immer noch tabuisierte Thema mehr in die Öffentlichkeit zur rücken und Möglichkeiten zu Information und Austausch, unter anderem für betroffene Angehörige zu bieten. Die Ausstellung des Vereins »Angehörige um Suizid« (AGUS) trägt den Titel »Suizid – Keine Trauer wie jede andere. Gegen die Mauer des Schweigens«.

Gottesdienst zur Eröffnung

Mit einem Gottesdienst, der vom Hauptamtlichenteam der Telefon-Seelsorge mit Sabine Scholz-Hörstmann, Petra Ottensmeyer und Petra Henning gestaltet wurde, war die Ausstellung jetzt eröffnet worden. Für die musikalische Umrahmung sorgten der Chor »Gladness« unter Leitung von Janina Meiners und Kantorin Liga Auguste (Orgel).

Einführung in die Präsentation

Zur Eröffnung hatte das Hauptamtlichenteam der Telefon-Seelsorge im Anschluss an den Gottesdienst den Besuchern eine kurze Einführung in die Präsentation gegeben. Auf zahlreichen Bannern an den Wänden des Kirchenschiffs informiert die Ausstellung zu drei verschiedenen Aspekten der Themen Suizid und Suizid-Prävention. Im ersten Teil wird die Gruppe der Betroffenen und Gefährdeten in der Frage »Wer stirbt durch Suizid?« beschrieben. Im zweiten Teil beschäftigt sie sich mit Fragen aus der Trauerphase. Besonders die Frage nach dem »Warum« bewegt dabei die Angehörigen. Im dritten Teil geht es um Angebote zur Hilfe bei der Trauerbewältigung. »Diese Ausstellung will Mut machen, auf Angebote hinweisen, die eine Brücke ins Leben sein können«, so Sabine Scholz-Hörstmann. In seinem Grußwort erinnerte Superintendent Andreas Huneke an die ureigenste Aufgabe der Telefon-Seelsorge: Gesprächsangebote aufrecht zu erhalten, um Suizide zu verhindern.

 

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