Sa., 23.02.2019

Junge Leute aus vielen Ländern absolvieren Freiwilligendienst in Vlothoer Weserland-Klinik Aus Madagaskar nach Bad Seebruch

Verwaltungsleiter Christopher Arndt (links) und Pflegedienstleiterin Diana Bültemeier (rechts) mit (v.onn links) Patricia Rasoloarilanto, Bidhya Thing, Cara Burrichter und Ervis Kenga.

Verwaltungsleiter Christopher Arndt (links) und Pflegedienstleiterin Diana Bültemeier (rechts) mit (v.onn links) Patricia Rasoloarilanto, Bidhya Thing, Cara Burrichter und Ervis Kenga. Foto: Amelie Witteck

Von Amelie Witteck

Vlotho (WB). Aus der ganzen Welt kommen junge Leute, um in Bad Seebruch zu arbeiten. Zurzeit gibt es neben einer Deutschen auch Freiwillige aus Albanien, Madagaskar und Nepal. Der Aufenthalt in der Weserland-Klinik erfolgt entweder im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres oder dem Bundesfreiwilligendienstes.

Die neueste Freiwillige ist Bidhya Thing aus Nepal. Seit Ende 2017 ist sie in Deutschland, zur Weserland-Klinik ist sie Anfang Februar gekommen. Obwohl sie noch nicht mal einen Monat dort arbeitet, hat sie sich bereits an die Arbeit gewöhnt und sich ins Team eingelebt.

Pflege und Betreuung

Bidhya Thing und die anderen jungen Leute übernehmen unterschiedliche Aufgaben, die sich häufig um die Pflege und Betreuung der Gäste drehen. Sie bringen Patienten zum Beispiel zum Essen oder zu den Anwendungen und holen sie auch wieder ab. Sie helfen auch beim Anziehen. »Außerdem bringen wir Patienten nach der Anreise auf ihre Zimmer und stellen die Klinik vor«, erklärt Cara Burrichter, die zurzeit einzige deutsche Freiwillige. Die Helfer tragen kleine Pieper bei sich. Therapeuten oder auch Patienten können sie so direkt anfordern, wenn sie benötigt werden.

Sie werden wöchentlich entweder der Frühschicht (von 6 bis 13.30 Uhr) oder Spätschicht (von 13 bis 20.30 Uhr) eingeteilt.

Patienten sind zufrieden

Verwaltungsleiter Christopher Arndt: »Die Patienten sind sehr zufrieden mit den Freiwilligen und zeigen bei den Internationalen auch häufig Interesse an deren Ländern und Kulturen und stellen viele Fragen, die natürlich gern beantwortet werden.« Durch dieses verständnisvolle Miteinander gelinge der Einstieg für die Neuzugänge geschmeidig.

Obwohl es manchmal Helfer gibt, die im Umfeld wohnen, nutzen die meisten jedoch die Unterkünfte, die von der Weserland-Klinik zusammen mit der Verpflegung gestellt werden. Um die Internationalen in ihrem Einleben in Deutschland zu unterstützen, werden Sprachkurse in Bad Oeynhausen angeboten. Diese finden nachmittags statt und werden je nach Kenntnisstand unterschiedlich häufig besucht.

»Anfangs hatte ich noch Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache, aber ich komme inzwischen gut klar. Ich lerne jeden Tag ein neues Wort«, berichtet Patricia Rasoloarilanto aus Madagaskar. Sie befindet sich bereits seit 2017 in Deutschland und seit 2018 in der Weserland-Klinik. Wenn Patienten sie ansprechen oder Fragen stellen, kann sie problemlos antworten.

Ervis Kenga aus Albanien ist erst sieben Monaten in Deutschland, aber auch er kann sich gut verständigen und den Patienten als Hilfestellung zur Seite stehen.

Seminare zum Austausch

Neben den Sprachkursen für die Internationalen nehmen die freiwilligen Helfer auch an Seminaren teil, in denen sie mit anderen Freiwilligen über die Arbeit auszutauschen können. Diese finden dreimal für sieben oder fünf Tage meistens in Niedersachsen oder im norddeutschen Raum statt. Dort bekommen sie nicht nur zusätzliche Informationen, sondern können auch andere Gleichgesinnte kennenlernen.

Vorbereitung auf den Beruf

Die vier Freiwilligen, die zurzeit in der Weserland-Klinik arbeiten, sind im Bereich Pflege tätig. Aber auch in den Bereichen Physiotherapie, Ergotherapie oder der Haustechnik kann man freiwillig arbeiten. Außerdem wird den Helfern angeboten, mithilfe von Praktika in andere Bereiche zu schnuppern. »Sie werden so auf eine Ausbildung oder ein Studium vorbereitet, sodass sie unproblematisch in das Berufsleben einsteigen können«, berichtet Diana Bültemeier, Pflegedienstleiterin. Normalerweise dauert diese Arbeit ein Jahr, kann aber auch um ein weiteres halbes Jahr verlängert werden, um zum Beispiel die Zeit bis zum anschließenden Studium oder einer Ausbildung zu überbrücken. Gerade bei den Internationalen stärke der Aufenthalt auch die Eigenständigkeit deutlich.

Bewerbungen über die AWO

Viele Interessenten aus aller Welt bewerben sich über die AWO, welche im voraus von der Weserland-Klinik über deren Bedarf informiert wird, erklärt , Verwaltungsleiter Christopher Arndt. Eine Bewerbung kann aber auch direkt an die Klinik geschickt werden an die E-Mail Adresse personalabteilung@bad-seebruch.de. Normalerweise stellt die Weserland-Klinik jährlich vier bis fünf Freiwillige ein und auch dieses Jahr werden wieder Bewerber gesucht.

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