Fr., 05.04.2019

Anwohner fordern Parkverbot – DRK will umbauen Gemeinsam für sichere Kita-Parkplätze

Die Kita-Leitung um Ron Rammert und Stefania Castiglione wissen um die Probleme beim Bring- und Abholverkehr am DRK-Kindergarten an der Habichtstraße. Im Zuge der geplanten Kindergartenerweiterung arbeiten sie mit der Stadt mit Blick auf die Sicherheit der Kinder an Lösungsmöglichkeiten.

Die Kita-Leitung um Ron Rammert und Stefania Castiglione wissen um die Probleme beim Bring- und Abholverkehr am DRK-Kindergarten an der Habichtstraße. Im Zuge der geplanten Kindergartenerweiterung arbeiten sie mit der Stadt mit Blick auf die Sicherheit der Kinder an Lösungsmöglichkeiten. Foto: Jürgen Gebhard

Von Joachim Burek

Vlotho (WB). Das chaotische Rangieren, Parken und Halten zu den Bring- und Abholzeiten vor dem DRK-Kindergarten »Sommerwiese« an der Habichtstraße soll bald der Vergangenheit angehören. Denn 41 Anwohner haben mit einer Unterschriftenliste einen Antrag an den Rat gestellt, in dem für den Eingangsbereich der Habichtstraße ein Park- und Halteverbot gefordert wird.

Der Betriebsausschuss Baubetriebshof und Straßen hat in seiner Sitzung quer durch die Fraktionen deutlich gemacht, diesen Antrag zu unterstützen. Voraussetzung ist aber, dass eine Alternativplanung zur Verkehrsentlastung und Schaffung neuer Parkplätze für die Elternschaft im Zuge der geplanten Kindergartenerweiterung aufgestellt wird. »Wir unterstützen den Antrag, wenn weitere Kurzzeitparkplätze geschaffen werden«, brachte CDU-Fraktionschefin Julia Dowe die Ausschussmeinung auf den Punkt. Bodo Kohlmeyer (SPD) regte an, an anderer Stelle zu den neuen Parkplätzen eine Rundumfahrt zu schaffen, um unübersichtliche und gerade für die Kindergartenkinder gefährliche Wendemanöver künftig zu vermeiden.

Polizei will sich vor Ort ein Bild machen

Da, wie die Verwaltung berichtete, noch Stellungnahmen von Polizei und Straßenverkehrsbehörde zu dem geforderten Park- und Halteverboten ausstünden, konnte der Ausschuss allerdings noch keinen konkreten Beschluss fassen. Wie Christian Hohmeier von den Wirtschaftsbetrieben informierte, wolle sich die Polizei zuvor von der Situation des Bring- und Abholverkehrs zu den Stoßzeiten in den Morgen-, Mittag- und Nachmittagsstunden selbst vor Ort noch ein Bild machen.

Hans-Georg König (CDU) merkte abschließend zu dem Bürgerantrag an: »Als ehemaliger Polizist weiß ich aus Erfahrung, dass ein Park- und Halteverbot im Eingangsbereich der Habichtstraße allerdings nur dann richtig Wirkung zeigen wird, wenn nach der Aufstellung der Schilder auch intensiv kontrolliert wird.«

Kita-Leitung arbeitet mit an Lösungsvorschlägen

In Zusammenhang mit der Parksituation hatte die DRK-Kita-Leitung um Ron Rammert und Stefania Castiglione im Gespräch mit dieser Zeitung betont, dass ihnen und dem DRK-Kreisverband Herford-Land daran gelegen sei, zukünftig eine adäquate Lösung herbei zu führen.

Gemeinsam mit der Stadt bemühe man sich, verschiedene Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten. »Unsere Priorität ist, die Sicherheit der Kinder beim Bringen und Abholen in Einklang mit den Anliegern zu bringen.« Eine Lösung solle im Zusammenhang mit dem geplanten Umbau bzw. der geplanten Kindergartenerweiterung erarbeitet werden.

Bushaltestellen Exter

Kritik gab es vom Betriebsausschuss Straßen an der neuen Führung der Buslinien, nachdem durch den Ausbau der B611n –Witteler Straße – die bisherigen Haltepunkte weggefallen waren. Die im Fahrgastbeirat bereits vorgelegte Ersatzlösung sieht vor, die Busse von der Witteler Straße über einen Abschnitt des alten Soleradweges an den Haltepunkten am Heideholz, im Verlauf des Heideholzes, an der Mittelbachstraße, im Verlauf der Mittelbachstraße und schließlich an einem Haltepunkt an der Witteler Straße in Höhe Einmündung Dornberger Heide vorbei zu führen. Der Schulbus würde an den Punkten Schäferweg und Alter Postweg halten.

August-Wilhelm König (Grüne Liste Vlotho) stellte dazu kritisch fest: »Genau die zahlreichen Anwohner, die im Bereich der alten Witteler Straße bereits von dem Wegfall der bisherigen Bushaltestellen betroffen sind, werden nun durch diese Planung erneut ausgeklammert und müssen weite Wege zur Bushaltestelle in Kauf nehmen.« Gleichzeitig regte er an, mit einer weiteren Haltestelle am Schäferweg dieses Problem zu lösen. Für die CDU sah Julia Dowe einen weiteren Kritikpunkt: »Es ist bei dieser Planung genau so unklar geblieben, wie die Haltepunkte gestaltet sind. Werden Haltebuchten geschaffen oder stehen die Fahrgäste in der freien Landschaft?«

Angesichts dieser ungeklärten Lage bat der Ausschuss die Verwaltung, diese Kritik an die Busverkehrsplaner weiterzugeben.

 

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