#SheDoesFuture geht als gemeinnützige Organisation in Vlotho an den Start
Sie wollen Mädchen stark machen

Vlotho (WB). »Wenn Du weißt, wer Du bist und was Du kannst, kann Dich nichts mehr aufhalten!« Das ist das Motto von #SheDoesFuture, einer neuen gemeinnützigen Organisation. Zielgruppe sind Mädchen. Sie sollen ihre Fähigkeiten und Stärken herausfinden, weiterentwickeln und sich ausprobieren, um selbstbewusst in die eigene Zukunft zu starten.

Sonntag, 28.04.2019, 09:47 Uhr aktualisiert: 03.05.2019, 11:18 Uhr
Linn Kaßner-Dingersen (links) und Sonja O’Reilly sind die Gründerinnen von #SheDoesFuture. Foto: Jürgen Gebhard
Linn Kaßner-Dingersen (links) und Sonja O’Reilly sind die Gründerinnen von #SheDoesFuture.

Hinter #SheDoesFuture stehen die Vlothoerin Sonja O’Reilly (32) und Linn Kaßner-Dingersen (27) aus Bad Oeynhausen als Gründerinnen. Mit Angeboten aus den Bereichen Bildung, Sport, Kreatives, Gesundheit, Gemeinschaft oder Wirtschaft wollen sie Mädchen selbstbewusster, informierter und stärker machen. Die nachhaltigen und ganzheitlichen Angebote sollen auch dazu beitragen, dass Mädchen sich vernetzen.

Informieren, motivieren und begleiten

»Studien zeigen, dass sich Mädchen immer noch weniger zutrauen und sich selbst weniger wertschätzen als Jungen. Sie sind häufiger Opfer von Mobbing, haben eine negativere Wahrnehmung ihres eigenen Körpers und sind anfälliger für Stress«, sagt Sonja O’Reilly.

Und unsichere Schülerinnen würden zu unsicheren Auszubildenden, Studentinnen und Arbeitnehmerinnen: »Wir wollen die Mädchen empowern, wie man es im Englischen sagt.« Darunter verstehen die beiden Gründerinnen: die Mädchen informieren, motivieren und begleiten, damit sie selbstbewusst Entscheidungen treffen und gestärkt in die eigene Zukunft starten können.

Ziel von #SheDoesFuture sei es, den Mädchen die Augen zu öffnen für persönliche Stärken und Talente. Sie sollen erfahren, dass sie Träume realisieren können. Sie sollen die Möglichkeit erhalten, Neues auszuprobieren – sei es ein eigenes Gründungsprojekt zu entwickeln, im Sport, in der Musik, in der Kunst oder in anderen Bereichen – und dadurch auch Kontakt zu Mentoren, Berufstätigen und Vorbildern zu bekommen.

Wichtig dabei: Die Mädchen gestalten dieses Angebot aktiv selber mit. Es gibt bereits eine »Steering Group«, das sind Mädchen, die Entscheidungen bei #SheDoesFuture mit treffen, wie zum Beispiel aktuell den Dreh der ersten Werbevideos. Außerdem soll eine gute Gemeinschaft geschaffen werden, in der sich Mädchen gegenseitig unterstützen.

Kooperationen mit Schulen aufbauen

»Unser Ziel ist es, die Angebote ganzheitlich und nachhaltig zu gestalten«, sagt Linn Kaßner-Dingersen, »Das können wir natürlich nicht alleine, sondern wir möchten Kooperationen mit Schulen aufbauen und mit Privatpersonen und Firmen zusammenarbeiten«. Darüber hinaus sind auch mit Vereinen, Musik- und/oder Kunstschulen Kooperationen möglich. »Bereits jetzt melden sich Menschen bei uns, die Interesse haben, aus ihrem Bereich mal einen Vortrag oder einen Workshop anzubieten«, ergänzt Sonja O’Reilly.

Mädchen hätten viele individuelle Fähigkeiten, die es zu fördern gelte. Wer besonders kreativ sei, könne mit Unterstützung von #SheDoesFuture zum Beispiel eine Lesung oder eine Ausstellung organisieren oder einen You-Tube-Chanel starten. Die Gründung eines eigenen Unternehmens könnte ebenso ein Thema sein wie das Online-Marketing. In Zusammenarbeit mit Schulen soll die Stärkung des Selbstbewusstseins oder die berufliche Orientierung unterstützt werden.

Umfangreiche Erfahrungen gesammelt

»Contemporary Dance«, »Creative Corner«, »Let’s talk English«, »Bizz Class« oder »Confidence Club« nennen sich einige der Angebote, mit denen #SheDoesFuture Mädchen aus Vlotho und aus der Region ansprechen möchte. Die beiden Frauen hinter der neuen Organisation verweisen auf ihre im In- und Ausland gesammelten Erfahrungen in der Kinder- und Jugendarbeit, im Coaching und in der Persönlichkeits- und Talentförderung. Einzelne Elemente von #SheDoesFuture seien bekannt. Das Format hingegen sei neu. »Wir wollen nicht nur Angebote schaffen, sondern auch einen Ort anbieten, an dem die Mädchen regelmäßig zusammenkommen, sowie ein großes Netzwerk für die Mädchen aufbauen«, sagt Sonja O’Reilly.

Ein Standort ist derzeit das Jugendcafé Sonderfahrt in Bad Oeynhausen. Ab Mitte Mai starten alle Angebote, die für einen Beitrag genutzt werden können. Die ersten 50 Mädchen dürfen dabei im Mai alle Angebote kostenlos ausprobieren. Mehr Infos zu den Kursen für die verschiedenen Altersgruppen gibt es im Internet . Wer Interesse an einer Mitarbeit oder Kooperation hat, kann sich unter kontakt@shedoesfuture.org bei den Gründerinnen melden.

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