Familie Wright aus Schottland fährt 1389 Kilometer zum Karmann-Treffen in Borlefzen
28 Stunden auf Achse

Vlotho (WB). Das Karmann-Treffen in Borlefzen hat sich herum gesprochen. Der Vlothoer Organisator Jörg Behrens hatte vor vier Jahren mit 42 Fahrzeugen aus ganz Deutschland angefangen. Dieses Jahr kamen Liebhaber der Karmann-Wohnmobile unter anderem aus Belgien, Holland und Schottland.

Montag, 27.05.2019, 09:00 Uhr
1389 Kilometer unterwegs für einen Kurzurlaub in Vlotho: Kenny und Julie Wright aus Schottland nehmen mit Tochter Lucie und Hund »Lyle« am Karmann-Treffen in Borlefzen teil. Foto: Frank Lemke
1389 Kilometer unterwegs für einen Kurzurlaub in Vlotho: Kenny und Julie Wright aus Schottland nehmen mit Tochter Lucie und Hund »Lyle« am Karmann-Treffen in Borlefzen teil. Foto: Frank Lemke

Drei Tage lang grillen sie zusammen, sonnen sich am Badestrand und erzählen von ihren Touren durch Europa. Kenny Wright fährt seit einem Jahr einen Karmann, Modell »T3 Gipsy«. Der Gipsy ist ein seltener Klassiker aus den 80er Jahren. »In Schottland sagen wir T24 dazu«, sagt Kenny Wright. Warum? Keine Ahnung. Das ist dem Mann aus Edinburgh auch nicht so wichtig. Ihn interessieren seine Familie, das Reisen und die Menschen, die er dabei trifft. Für das Karmann-Treffen ist er mit seiner Frau Julie, Tochter Lucie und Hund Lyle insgesamt 1389 Kilometer gefahren, von Schottland aus über England, durch den Eurotunnel, weiter über Frankreich und Belgien bis nach Vlotho. Für die Strecke waren sie 28 Stunden unterwegs, mit vier Stunden Schlaf.

Erster Trip nach Deutschland

»Die schönsten Kilometer waren die letzten 20«, sagt Julie Wright. Mit ihrem T3 sind sie bereits in Belgien und Frankreich gewesen. Das Karmann-Treffen ist ihr erster Trip nach Deutschland: Hinfahren, Leute kennenlernen und wieder zurück. »Ich mag deutsches Bier«, sagt Kenny Wright mit einem Lächeln und meint damit vor allem die deutsche Kultur.

Das Karmann-Treffen ist nur ein kurzer Sprung nach Borlefzen. Kaum genug Zeit, um Freundschaften zu schließen. Doch in den drei Tagen knüpfen sie Bekanntschaften, die wahrscheinlich lange halten. »Alle sind sehr freundlich. Wir fühlen uns sehr wohl«, sagt Julie Wright. 98 Fahrzeuge sind in Borlefzen mit dabei, vom Klassiker bis zum Neufahrzeug. Organisator Jörg Behrens kürt Familie Wright als Teilnehmer mit der weitesten Anreise. Hartmut Schmidt aus Dortmund ist mit dem ältesten Wohnmobil gekommen, einem Karmann »208« von 1979. Heinz Horstmann aus Glasau bei Bad Segeberg hat das jüngste Wohnmobil, ein Karmann »Davis« von 2018.

Liebe zum Wohnmobil

Die Gemeinschaft eint die Liebe zum Wohnmobil. Die Atmosphäre ist zwanglos und fröhlich. Zwischen den Wohnmobilen haben die Teilnehmer des Treffens Klappstühle mit passenden Tischen aufgestellt. Es gibt Dosenbier, Cola und Bratwürstchen. Jörg Behrens steht auf einer Bühne.

Am Abend tritt die »Summerband« aus Bochum auf. Vorher scherzt Behrens mit seinen Gästen bei einer kleinen Versteigerung. Er hält ein Schild von Karmann in die Höhe und setzt das Startgebot fest: 2 Euro. »Drei«, ruft ein Mann mit Käppi, Sonnenbrille und knallgelben T-Shirt. Der nächste sagt »Zehn«. Der Käppi-Träger will das Schild jedoch unbedingt haben und bietet 20. »20 verkauft«, sagt Jörg Behrens.

Beim Karmann-Treffen feiern die Gäste die Familie Wright und das leichte Reisen mit Karmann-Wohnmobilen. Kommendes Jahr will Jörg Behrens aus Vlotho das Treffen wieder organisieren. Bis dahin lebt die Freiheit das Campings in Borlefzen weiter.

 

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