Sa., 15.06.2019

Renaturierung an der Bökenwiese dient Ökologie und Hochwasserschutz – mit Video Neues Bett für den Forellenbach

Die Baumaßnahme am Forellenbach an der Bökenwiese ist fertiggestellt: Thomas Bürth, Lisa Simon, Christoph Kirschner, Rocco Wilken und Elisabeth Ruhland freuen sich.

Die Baumaßnahme am Forellenbach an der Bökenwiese ist fertiggestellt: Thomas Bürth, Lisa Simon, Christoph Kirschner, Rocco Wilken und Elisabeth Ruhland freuen sich. Foto: Joachim Burek

Von Joachim Burek

Vlotho (WB). Die großen Baugeräte werden abgebaut. Jetzt folgen noch die Feinarbeiten, wie die Graseinsaat und die Wiederherstellung des Grundstücks, auf dem in den vergangenen Monaten eine Baustraße angelegt worden war. Der Forellenbach fließt in seinem neuen Bett und an der Bökenwiese kehrt wieder Ruhe ein.

»Für die Stadt Vlotho war dies eine außergewöhnliche Baustelle, an der dank der guten Zusammenarbeit mit den beteiligten Firmen und den Eigentümern der betroffenen Grundstücke die Maßnahme reibungslos verlaufen ist«, ziehen Stadtentwickler Michael Fißmer und Elisabeth Ruhland vom Fachbereich Umwelt eine positive Bilanz des vergangenen halben Jahres.

250 Meter langer Bachlaufabschnitt

Im Januar hatte die Renaturierungs- und Hochwasserschutzmaßnahme auf einem etwa 250 Meter langen Abschnitt des Forellenbachs im Bereich der Bökenwiese begonnen. Kommende Woche sollen die Arbeiten beendet sein. Auch mit dem Ergebnis der Maßnahme die »Ökologie und Hochwasserschutz unter einen Hut bringen sollte«, wie es Elisabeth Ruhland formulierte, sind alle Beteiligten zufrieden. Elisabeth Ruhland: »Der Starkregen der letzten Tage hat gezeigt, dass der Forellenbach hier jetzt diese Wassermengen gut verkraftet. Immerhin führt der Forellenbach an dieser Stelle, etwa zwei Kilometer vor der Wesereinmündung, ohnehin bereits viel Wasser«, sagte sie.

Marode Uferbefestigungen ersetzt

Die Baumaßnahme war nach Auskunft der Fachleute notwendig geworden, weil die alten Uferbefestigungen auf dem Gelände der betroffenen Anrainer-Grundstücke stark einsturzgefährdet waren. Auch das dort bisher hart ausgebaute Gewässer habe keine ökologisch wichtige Durchgängigkeit gewährleistet, erläuterte die Umweltexpertin der Vlothoer Verwaltung.

Seit Jahresbeginn waren nun die alten Befestigungen abgerissen und durch Gabionenkörbe und große Natursteine ersetzt worden. Das Bachlaufprofil wurde verbreitert, Uferböschungen zurückgenommen oder abgeflacht. »Der Bach kann sich künftig natürlich und eigendynamisch entwickeln«, so Elisabeth Ruhland.

Förderung durch das Land NRW

Wie Bürgermeister Rocco Wilken betonte, sei die etwa 480.000 Euro-Maßnahme zu 80 Prozent vom Land NRW gefördert worden, die Stadt trage die restlichen 20 Prozent. »Die Unterstützung durch das Land ist möglich geworden, weil wir uns für die förderfähige Variante mit dem Schwerpunkt Ökologie und Hochwasserschutz entschieden haben«, sagte er. Gleichzeitig dankte Wilken dem Planungsbüro Klein und der Landschaftsbaufirma Fest für die gute Konzeption und Umsetzung.

 

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