Mo., 01.07.2019

Segelflugtag in Vennebeck mit Schnupperflügen Ein Hobby zum Abheben

Tobias Drewno steigt ins Cockpit. Der Pilot vom Luftsportverein Vlotho liebt sein Hobby.

Tobias Drewno steigt ins Cockpit. Der Pilot vom Luftsportverein Vlotho liebt sein Hobby. Foto: Frank Lemke

Von Frank Lemke

Vlotho/Porta Westfalica (WB). Der Tag war heiß, die Thermik gut. Beim Segelflugtag auf dem Flugplatz Porta Westfalica konnten die Besucher einfach abheben und mit Flügeln durch die Luft schweben. Die Piloten der Vereine LSV Vlotho, Aero-Club Minden und Bad Oeynhausen-Löhne haben die Gäste mit nach oben genommen.

»Keine Wolke am Himmel. Wir nennen das Blauthermik«, sagt Tobias Drewno und lässt seinen Blick über den Horizont schweifen. Mit Wolken wäre der Auftrieb besser. Doch an Tagen wie diesen reiche die Hitze aus, um eine kleine Platzrunde mit den Besuchern über dem Flugplatz zu drehen.

So schön kann Fliegen sein

»Wir wollen auf dem Segelflugtag zeigen, wie schön das Fliegen sein kann und dass unser Hobby recht günstig ist«, sagt der Pilot. Ein Vielflieger würde im Monat etwa 50 bis 60 Euro investieren. Wer sich für einen Schnupperkurs entscheidet, könnte als Flugschüler für 60 Euro sechs Mal in den Himmel starten. Ein Kennenlernen sei jederzeit möglich. Der Flugplatz ist feiertags, samstags und sonntags ab 10 Uhr besetzt.

Wer sich beim Segelflugtag für das Cockpit entschiedet, kann zwischen modernen Hochleistungsseglern und alten Oldtimern wählen. Moderne Gleiter schaffen mit der Seilwinde 55 Kilometer. Segelflugzeuge älteren Baujahrs gleiten bis zu 25 Kilometer weit. Die Tragflächen der alten Modelle haben einen deutlich dickeren Querschnitt. Daher reichen zum Abheben schon 45 Stundenkilometer aus. Allerdings ist der Luftwiderstand größer.

Spannende Technik

Auf dem Flugplatz ist an diesem Tag auch ein Helikopter vom Heeresflugplatz Bückeburg zu Gast. Seine Piloten parken die Maschine vor den Hangars der Luftsportvereine. »Einige unserer Vereinsmitglieder sind bei der Bundeswehr«, sagt Tobias Drewno. Die haben den Besuch möglich gemacht. Die EC 135, Variante T1 mit zwei 640 PS starken Triebwerken, gilt als der Sportwagen unter den Hubschraubern. Sein gelenkloses Rotorsystem macht den Hubschrauber agil und wenig. Nachtsichtgeräte ermöglichen Flüge bei Dunkelheit. Insgesamt kann die EC 135 T1 ein Startgewicht von 2,8 Tonnen in die Luft heben.

Die Besucher zeigen an dem Cockpit, Design und an den Fähigkeiten des Hubschraubers großes Interesse. Chris Siemonsmeier besucht den Segelflugtag mit seiner Familie. »Als kleiner Junge war ich schon mal hier auf dem Segelflugtag. Die Flugzeuge haben mich fasziniert. Das möchte ich heute meinem Sohn mitgeben«, sagt der 41-Jährige.

 

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