Fr., 13.09.2019

Ortsverein richtet einen Brief an den eigenen Parteivorstand Vlothoer SPD fordert mehr Mut

Christian Wömpner, Guido Koch, Lennart Domnick und Jörg Begemann (von links) schicken den Appell an den Parteivorstand ab.

Christian Wömpner, Guido Koch, Lennart Domnick und Jörg Begemann (von links) schicken den Appell an den Parteivorstand ab.

Vlotho (WB). »Mehr Mut« fordert die Vlothoer SPD vom Parteivorstand in Berlin. In einem Brief, den Jörg Begemann, Lennart Domnick, Guido Koch und Christian Wömpner jetzt abgeschickt haben, heißt es: »Wir brauchen mehr Mut, Themen anzupacken und mehr Mut, neue Wege zu gehen. Mut heißt für uns: Klar Stellung beziehen und unsere ureigenen Themen in den absoluten Fokus unseres Handelns stellen.«

In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung hatten die Vlothoer Sozialdemokraten zuvor über die Zukunft der Partei diskutiert. Anstoß war der Ausgang der Europawahl, aber auch die aktuelle Lage der SPD. Etwa 30 Themen und Ideen wurden zusammengetragen und in einem Schreiben an den Parteivorstand aufgelistet, verbunden mit klaren Forderungen.

»Die SPD muss wieder mehr alle gesellschaftlichen Schichten wahrnehmen und auf sie eingehen. Wir müssen uns viel mehr als bisher fragen, welche Probleme die Menschen bewegen, und was wir als Sozialdemokraten ganz konkret dafür tun können, damit diese Probleme gelöst werden«, erläutert Stadtverbandsvorsitzender Jörg Begemann den grundsätzlichen Inhalt des Schreibens.

Nachhaltige Umweltpolitik gefordert

Die Vlothoer Sozialdemokraten fordern eine nachhaltige Umweltpolitik mit der geringstmöglichen Belastung der Umwelt durch CO2. Die Energie der Zukunft müsse aus erneuerbaren Ressourcen gewonnen werden. Bei den Energieträgern dürfe die Politik nicht nur einseitig auf Akkus setzen, sondern auch Alternativen wie die Wasserstofftechnologie voranbringen. In dem Brief an den Parteivorstand heißt es: »Wir brauchen ein schlüssiges und ganzheitliches Gesamtkonzept, wenn wir in der zukünftigen Debatte ernst genommen und als fortschrittlich wahrgenommen werden wollen.«

Schwächere Menschen zu stärken und das Ehrenamt zu unterstützen, das heißt für die Vlothoer SPD Gleichbehandlung. Also: Weg mit unnötigen Auflagen und Gebühren für gemeinnützige Vereine. Her mit gerechte Renten, der Bürgerversicherung und gleichem Lohn für gleiche Arbeit und das für alle, egal ob im Westen oder Osten des Landes.

Stärkung der Arbeitnehmerrechte

Weiteres Thema auf der Forderungsliste an den Parteivorstand ist die Stärkung der Arbeitnehmerrechte. Sichere Arbeitsplätze seien wichtig und elementar für den inneren im Land. Auch sei im Blick auf die Arbeitnehmerrechte der Onlinehandel mit dem Einzelhandel gleichzusetzen. Leiharbeit müsse klare Grenzen haben und Scheinselbstständigkeit abgeschafft werden.

Abschließend macht die Vlothoer SPD klar: »Wir wollen Menschen, die zu uns kommen, möglichst vollständig integrieren. Dazu gehören ein gutes Sprach- und Ausbildungsniveau und die kulturelle sowie die gesellschaftliche Einbindung in unser Leben. In diesem Punkt verlangen wir mehr Unterstützung durch die Bundespolitik.«

 

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