So., 15.09.2019

Strohballen verursacht Großbrand in Vlotho – mit Video Scheune brennt: 36 Pferde gerettet

Ein Hof brennt in Vlotho nieder.

Ein Hof brennt in Vlotho nieder. Foto: Jürgen Gebhard

Von Jürgen Gebhard

Vlotho (WB). Als sie die Flammen sieht, denkt Sigrid Bonnemeier zuerst an die Pferde. Alle 36 kann sie kurz danach gemeinsam mit ihrer Tochter und ihrem Schwiegersohn rechtzeitig ins Freie bringen. Beim Eintreffen der Feuerwehr hat sie die Tiere bereits auf die Wiesen getrieben und somit in Sicherheit gebracht.

Am Sonntag um 16.44 Uhr wählt Sigrid Bonnemeier die 112. Kurz zuvor hat sie den brennenden Strohballen direkt vor der Scheune auf ihrem landwirtschaftlichen Anwesen Herforder Straße 260 entdeckt. In der großen Scheune stehen sechs Pferde. Als die Scheune schon brennt, werden sie ins Freie geholt. Noch einmal 30 Pferde stehen in einem Nebengebäude – auch sie können gerettet und auf umliegende Wiesen getrieben werden. »Es ist ein Glücksfall, dass meine Tochter mit ihrem Mann hier war. Alleine hätte ich das nicht schaffen können«, sagt Sigrid Bonnemeier.

Um 16.52 Uhr heulen die Sirenen in Vlotho – Vollalarm. Über dem Anwesen zwischen Hollwiesen und Exter steht eine dunkle Rauchwolke. Das erste Feuerwehrauto gelangt von der Herforder Straße auf den Hof. Für weitere Fahrzeuge wird es zu heiß, berichtet Stadtbrandinspektor Torsten Sievering. Die Solterbergstraße wird gesperrt. Dort sammeln sich die Feuerwehrfahrzeuge. Um die Wasserversorgung sicherzustellen, fordert Sievering zusätzliche Tanklöschfahrzeuge unter anderem aus Kalletal, Löhne und Bad Oeynhausen an. Über einen Feldweg gelangen die benötigten Fahrzeuge und die Feuerwehrleute an die Einsatzstelle.

Eine Person wird verletzt

Sofort wird klar: Die brennende Scheune, in der weitere Strohballen lagern und in der sich außer dem Pferdestall auch eine Werkstatt befindet, ist nicht mehr zu retten. Auch nicht der Gabelstapler und der 61 Jahre alte Traktor vor dem Gebäude. Der Feuerwehr gelingt es, ein Übergreifen der Flammen auf den angrenzenden Pferdestall und auf das Wohnhaus zu verhindern.

Am frühen Abend ist der Brand unter Kontrolle. Mit einem Bagger werden Strohballen ins Freie gebracht, um sie dort abzulöschen. »Der Stall ist akut einsturzgefährdet. Teile des Giebels und der übrigen Maueren müssen in der Nacht abgerissen werden«, sagt Sievering. Nach seinen Angaben hat es einen Verletzten gegeben: Der Betreiber des Hofs habe sich eine Rauchgasvergiftung zugezogen. Die Brandursache ist unklar.

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