Fr., 04.10.2019

Leistungsschau am Feiertag ist gut besucht Feuerwehrfest bleibt ein Dauerbrenner

Bei strömendem Regen zeigen die Mitglieder des Löschzugs Vlotho-Mitte bei einem Übungsszenario, wie eine eingeklemmte Person aus einem Auto gerettet wird.

Bei strömendem Regen zeigen die Mitglieder des Löschzugs Vlotho-Mitte bei einem Übungsszenario, wie eine eingeklemmte Person aus einem Auto gerettet wird. Foto: Sonja Töbing

Von Sonja Töbing

Vlotho (WB). Regen, Sonne, Regen, Sonne – das Wetter meinte es am Donnerstag nicht gut mit der Feuerwehr Vlotho. Doch trotz des extrem wechselhaften Wetters strömten hunderte Besucher zum Tag der offenen Tür am Gerätehaus am Bullerbach.

»Wir veranstalten den Tag der offenen Tür jetzt schon seit rund 15 Jahren, und der Zuspruch aus der Bevölkerung ist ungebrochen«, betonte Löschzugführer Dirk Rethmeier. Tatsächlich füllte sich der Platz vor dem Gerätehaus bereits kurz nach Beginn der Veranstaltung mit interessierten Besuchern. Kinder in Matschhosen und Gummistiefeln ließen sich gemeinsam mit ihren Regenschirm-geschützten Eltern von den Vlothoer Feuerwehrmännern und -frauen die Einsatzfahrzeuge zeigen. Ob Drehleiter, Rettungswagen oder Hilfeleistungslöschfahrzeug – wer schon immer wissen wollte, wie Brände gelöscht und Menschenleben gerettet werden, wurde umfassend informiert.

Rettungs-Übung präsentiert

Kurz nach 12 Uhr zeigten die Mitglieder des Löschzugs Vlotho-Mitte bei einer Übung, wie ein in einem Auto eingeklemmter Mensch geborgen wird. Bei strömendem Regen setzten die Einsatzkräfte Schere und Spreizer ein, um den Dummy aus seiner misslichen Lage zu befreien. Auch die kurze Zeit später stattfindende Übung der Jugendfeuerwehr, bei der es um die Rettung eines Menschen aus einem brennenden Gebäude ging, honorierten die Zuschauer mit viel Applaus.

Die Mitglieder der Löschgruppen Steinbründorf und Uffeln spielten Chauffeur und kutschierten kleine und große Feuerwehr-Fans mit Einsatzfahrzeugen nach Uffeln oder Exter und wieder zurück. Die Jugendfeuerwehr präsentierte eine Löschübung mit der Kübelspritze und demonstrierte, wie heftig eine Fett- oder Spraydosenexplosion ausfallen kann.

Kleine Gewerbeschau

Auf der kleinen Gewerbeschau gab es so manches Andenken zu kaufen, von Feuerwehr-Accessoires über Spielzeug bis hin zu Holz-Schildern. Ebenfalls erneut mit dabei war das PSU-Team des Kreises Herford. PSU steht für Psychosoziale Unterstützung und ist für viele Feuerwehrmänner und -frauen eine wichtige Hilfe nach traumatischen Erlebnissen bei Unfällen, Bränden und anderen Einsätzen. »Der Bedarf nimmt eindeutig zu«, berichtete Marco Kretschmer, Mitglied des PSU-Teams. Oft staue sich die psychische Belastung über viele Jahre lang auf. »Wir sind für die Einsatzkräfte hier im Kreis Herford die erste Anlaufstelle. Wenn die Betroffenen mehr Hilfe benötigen, als wir ihnen geben können, nennen wir ihnen entsprechende Psychologen«, sagte Kretschmer.

Nachmittags sorgten die Tänzerinnen der SGE Exter für Unterhaltung. Auch hungrig und durstig ging niemand nach Hause.

 

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