Sa., 12.10.2019

Amtsinhaber wird bei nächster Bürgermeisterwahl in Vlotho wieder gemeinsam unterstützt SPD und GLV stehen hinter Wilken

Grüne Liste Vlotho und SPD stehen gemeinsam hinter Bürgermeister Rocco Wilken; die GLV (links): August-Wilhelm König, Anika Hüting, Harald Kuhlmann, Ulrike Heusinger von Waldegge; die SPD (rechts): Jörg Begemann, Christian Dahm, Guido Koch.

Grüne Liste Vlotho und SPD stehen gemeinsam hinter Bürgermeister Rocco Wilken; die GLV (links): August-Wilhelm König, Anika Hüting, Harald Kuhlmann, Ulrike Heusinger von Waldegge; die SPD (rechts): Jörg Begemann, Christian Dahm, Guido Koch. Foto: Jürgen Gebhard

Von Jürgen Gebhard

Vlotho (WB). Die SPD und die Grüne Liste Vlotho wollen, dass Rocco Wilken nach der Kommunalwahl am 13. September 2020 Bürgermeister der Stadt Vlotho bleibt. In einem Pressegespräch am Freitagnachmittag haben sie Wilken als ihren gemeinsamen Bürgermeister-Kandidaten vorgestellt.

Die Entscheidung, den Amtsinhaber auch bei der Kommunalwahl 2020 zu unterstützen, war in dieser Woche gefallen. »Und zwar jeweils einstimmig«, betonten SPD-Stadtverbandsvorsitzender Jörg Begemann und GLV-Fraktionschef August-Wilhelm König.

Bei der SPD müsse der Vorstandsbeschluss noch von der Mitgliederversammlung bestätigt werden, sagte Begemann, »da sehe ich kein Problem«.

In der GLV habe man gefragt, ob jemand anders den Job machen wolle, sagte König. Man sei sich einig gewesen, dass Rocco Wilken weiterhin Bürgermeister sein sollte. Die GLV habe ihn schon bei der letzten Wahl unterstützt: »Er war und ist gemeinsamer Kandidat von GLV und SPD.«

»Großer Vertrauensbeweis«

Rocco Wilken sprach von einem »großen Vertrauensbeweis«: »Ein Ausdruck des sehr guten Verhältnisses der vergangenen vier Jahre.« Gemeinsam habe man viele Ziele und Vorstellungen umgesetzt: »Ich freue mich total.« Die Arbeit müsse fortgesetzt, neue Aufgaben müssten bewältigt werden – beispielsweise in den Bereichen Klima, Kultur, Ordnung, Sicherheit und Digitalisierung.

Christian Dahm (SPD-Ratsherr und Landtagsabgeordneter) charakterisierte Wilken als einen Bürgermeister, der gut in der Bevölkerung ankomme. Er verwalte nicht, sondern gestalte: »Es ist gut, wenn wir diesen Weg gemeinsam weitergehen.«

Nach dem Ende der Ära Stute/Obernolte habe Wilken die Chance genutzt, Neues aufzubauen; Mitarbeiter aus dem eigenen Haus hätten Verantwortung übernommen, stellte König fest. »Er ist ein Teamplayer«, so Begemann. Andere Parteien könnten sich dem Votum von SPD und GLV anschließen und Wilken als Bürgermeister-Kandidaten unterstützen, meinten Dahm und König: »Er macht seine Arbeit gut.«

Kommentar

Schon bei der Kommunalwahl im Jahr 2015 hatten SPD und GLV den SPD-Mann Rocco Wilken als ihren gemeinsamen Kandidaten ins Rennen geschickt. In guter Harmonie ist seit der Wahl im Vlothoer Rathaus Stadtpolitik gemacht worden. Da überrascht es wenig, dass SPD und GLV die Zusammenarbeit nach dem nächsten Wahltag fortsetzen wollen.

Die CDU hatte schon vor einigen Monaten für ein paar Tage einen Bewerber, der dem Amtsinhaber Paroli bieten wollte – aus sehr persönlichen Gründen hatte der noch vor seiner Nominierung den Rückzug angetreten.

In einer Demokratie ist es immer gut, wenn die Wähler eine echte Wahl haben. Allein deshalb ist es wünschenswert, dass es irgendwann noch einen zweiten Kandidaten gibt.Jürgen Gebhard

 

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