Höltkebruchstraße in Vlotho: Tiefbauarbeiten kosten 2,9 Millionen Euro
Die Linden bleiben

Vlotho (WB). Zwei gute Nachrichten für die Höltkebruchstraße: Die Linden sollen möglichst erhalten bleiben. Die Tiefbauarbeiten werden voraussichtlich günstiger als geplant.

Donnerstag, 07.11.2019, 10:00 Uhr
Die Linden im unteren Bereich bis Schwedenstraße sollen jetzt möglichst nicht gefällt werden. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im März beginnen. Foto: Jürgen Gebhard
Die Linden im unteren Bereich bis Schwedenstraße sollen jetzt möglichst nicht gefällt werden. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im März beginnen. Foto: Jürgen Gebhard

Nach erfolgter Ausschreibung und Submission werden die Tiefbauarbeiten nun für 2,9 Millionen vergeben. Das ist am Dienstagabend in der Sitzung des Ausschusses für Baubetriebshof und Straßen mitgeteilt worden. Die Vlothoer Wirtschaftsbetriebe hatten zuletzt mit 3,4 Millionen Euro geplant. Beigeordneter Bernd Adam: »Wir sind überrascht, dass unsere Kalkulation damit relativ deutlich unterschritten worden ist.« Pro Quadratmeter sind das rund 7,60 Euro. Adam verwies in diesem Zusammenhang auf die aktuelle politische Diskussion um die Straßenausbau-Beitrage. Wie die Novellierung umgesetzt werde und welche Konsequenzen sie für die Höltkebruchstraße habe, sei noch offen.

Die Linden im unteren Bereich sollen jetzt möglichst nicht gefällt werden. Gemeinsamer Wunsch sei es, die Bäume nach Möglichkeit zu erhalten. Nach weiteren Beratungen mit Experten solle die Trasse etwas verschwenkt werden, um mehr Abstand zu den Wurzeln zu bekommen.

Zwei Anträge abgelehnt

Zwei Anträge zur Höltkebruchstraße (»Ausschluss des beauftragten Ingenieurbüros« und »Sofortige Einstellung aller Aktivitäten beim Straßenbauprojekt«) wurden wegen Unsachlichkeit ohne weitere Diskussion einstimmig abgelehnt.

Die Fragestunde für Einwohner nutzten die zahlreichen Anlieger zu längeren Aussprachen. Sie bemängelten, nicht die detaillierten Ausschreibungsergebnisse zu erhalten, wie dies angeblich zugesagt worden sei. Christian Hohmeier, Chef der Wirtschaftsbetriebe, wies darauf hin, dass diese internen Kalkulationen als Firmengeheimnisse nicht weitergeben werden dürften. Die der Ausschreibung zu Grunde liegenden Leistungsverzeichnisse habe man sehr wohl zur Verfügung gestellt.

Hohmeier stellte auf Nachfrage klar, dass es sich bei den 2,9 Millionen Euro auch nicht um einen Festpreis handeln würde: »Entscheidend ist, welche Massen am Ende bewegt worden sind.« Nach den Erfahrungen mit dem Bauprojekt Valdorfer Straße sei man sehr zuversichtlich: »Dort hat es fast eine Punktlandung gegeben.«

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