Fr., 08.11.2019

Frank Casper aus Vlotho bekommt seit dem Auftritt mit Michael Bublé viel Fan-Post »Ich kann es immer noch nicht fassen«

Ein Traum ist wahr geworden: Frank Casper und seine Frau Svetlana Hoffmann halten die Rückseite jenes Plakats in die Höhe, das Michael Bublé dazu veranlasste, denn 55-Jährigen beim Konzert in Hannover zu sich auf die Bühne zu holen.

Ein Traum ist wahr geworden: Frank Casper und seine Frau Svetlana Hoffmann halten die Rückseite jenes Plakats in die Höhe, das Michael Bublé dazu veranlasste, denn 55-Jährigen beim Konzert in Hannover zu sich auf die Bühne zu holen. Foto: Sonja Töbing

Von Sonja Töbing

Vlotho (WB). »Wow, das ist ja ein Mega-Erlebnis!« »Ich kann nur sagen: Beruf verfehlt!« Solche Nachrichten bekommt Frank Casper seit seinem Auftritt mit Superstar Michael Bublé Ende Oktober täglich zuhauf. Ob per Mail, WhatsApp oder via Facebook – die Fan-Gemeinde des 55-Jährigen wächst und wächst. Sogar das Fernsehen ist auf ihn aufmerksam geworden.

»Ich singe am 8. Februar 2020 in Hamburg für ›The Voice of Germany‹ vor. Das Video mit Michael Bublé hat wohl seine Wirkung gezeigt«, ist Casper vollkommen aus dem Häuschen vor Freude. Er freue sich sehr darauf, die vier Jury-Mitglieder Mark Forster, Sido, Rea Garvey und Alice Merton von seinen gesanglichen Qualitäten zu überzeugen. Jetzt heißt es also: Daumen drücken für den großen Auftritt im Februar.

»Ich kann es manchmal immer noch nicht fassen, was mir da passiert ist«, gesteht Frank Casper, während er sich das Video von seinem Auftritt zum x-ten Mal auf You Tube ansieht. Auf dem Tisch neben ihm liegt das legendäre Plakat, das der Uffelner eigens für das Bublé-Konzert in der Tui-Arena Hannover anfertigen ließ. Darauf steht »Michael, sing with me. Frank«.

Bewunderndes Lächeln

Eine Aufforderung, der der kanadische Sänger gerne nachkam und den Vlothoer Hobby-Sänger auf die Bühne bat, um ihn dann den Frank-Sinatra-Klassiker »New York, New York« anstimmen zu lassen. Frank Caspers Stimme kann sich mehr als hören lassen – und Michael Bublés erstauntes Gesicht mit dem immer breiter werdenden bewundernden Lächeln ist vermutlich das schönste Lob, das Casper je bekommen hat.

»Ich war davon überzeugt, dass ich auf die Bühne geholt werde. Während meiner Zeit als Leistungssportler habe ich gelernt, wie wichtig es ist, sich sein Ziel so lange vorzustellen, bis man es tatsächlich erreicht«, erzählt der 55-Jährige. Sein großes Idol Bublé, dessen Lieder er mit seiner Band »Go Ahead« immer wieder singt, habe es als Jugendlicher genauso gemacht: »Als Zwölfjähriger hat er unter der Dusche gesungen und sich dabei immer wieder vorgestellt, dass er eines Tages ein großer Star wird. Und er hat es geschafft.«

Furchtbares Herzklopfen

Frank Caspers Ehefrau Svetlana Hoffmann war beim großen Auftritt ihres Mannes dabei. »Ich hätte nie gedacht, dass es tatsächlich klappt. Ich habe immer gesagt: Was willst du denn auf der Bühne? Aber als er dann da oben ›New York, New York‹ sang, hatte ich furchtbares Herzklopfen und konnte gar nicht mehr aufhören zu zittern«, erinnert sich die gebürtige Russin an diesen unvergesslichen Augenblick. Um seinem Traum überhaupt ansatzweise näher kommen zu können, musste Frank Casper mehr als 400 Euro in die beiden Tickets investieren. Und natürlich den im Verhältnis dazu deutlich geringer ausfallenden Betrag für das Plakat zahlen. »Aber es war jeden Cent wert«, betont Frank Casper, dem die Euphorie noch immer anzumerken ist.

Sein gesangliches Talent verdankt der 55-Jährige seiner Oma Marianne, deren Klavier im Casperschen Wohnzimmer steht. »Wenn sie gespielt und gesungen hat, stand ich fasziniert neben ihr. Sie konnte nicht richtig Noten lesen – genau wie ich.« Tatsächlich arbeite er nach Gehör und studiere die Lieder während seiner Fahrten mit dem Firmenwagen ein. »Da ich als Außendienstmitarbeiter viel unterwegs bin, präge ich mir die Melodien und Texte im Auto ein und singe dann auch lauthals mit«, sagt Casper.

Originelles Autogramm

Seine Oma wäre sicherlich sehr stolz auf ihren Frank, wenn sie seinen Auftritt mit Michael Bublé hätte miterleben dürfen. Das Plakat, das ihm soviel Glück brachte und das auf der Rückseite mit einem originellen Autogramm Bublés versehen ist, will Frank Casper auf jeden Fall aufheben. »Und ich wünsche mir, dass unsere Band künftig häufiger auftreten wird. Momentan gibt es die Überlegung, im Schloss Ovelgönne in Bad Oeynhausen aufzutreten«, erzählt der Hobby-Sänger.

Und wer weiß, welche Türen ihm sein umjubelter Auftritt noch öffnen wird. Wie heißt es doch in »New York, New York« so schön? »If I can make it there, I'll make it anywhere« – »Wenn ich es dort schaffe, dann schaffe ich es überall«. Man muss nur fest genug daran glauben, dann werden Träume wahr. Bei Frank Casper hat es geklappt.

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