Mi., 20.11.2019

Kommentar zum Weggang des Vlothoer Pfarrers Jörg Uwe Pehle Von Gott gegeben

Jörg Uwe Pehle und sein Ehemann Thomas König sind mit kirchlichem Segen verheiratet. Ein Umstand, den mancher bei seiner Kritik an dem Paar außer Acht lässt.

Jörg Uwe Pehle und sein Ehemann Thomas König sind mit kirchlichem Segen verheiratet. Ein Umstand, den mancher bei seiner Kritik an dem Paar außer Acht lässt. Foto: Archivbild Jürgen Gebhard

Von Jürgen Gebhard

Jörg Uwe Pehle zeigt mit seiner Arbeit in Vlotho, dass die evangelische Kirche mehr als nur ein Veranstalter von Sonntagsgottesdiensten ist. Er hat St. Stephan aus dem Tiefschlaf geholt und mit neuen Ideen in kürzester Zeit zu einer lebendigen Gemeinde gemacht.

Es gibt in Vlotho einige Menschen, die nicht verstehen wollen, dass auch die Homosexualität von Gott gegeben ist. Sie haben nicht verstanden, dass sich die evangelische Kirche hier unmissverständlich positioniert. Sie haben nicht verstanden, dass Anfeindungen und Ablehnung fehl am Platz in einer christlichen Gemeinschaft sind. Wenn irgendein verheirateter Pfarrer eine Beziehung zu einer anderen Frau hat, wird das akzeptiert. Nicht aber, wenn der Pfarrer homosexuell ist.

Und so könnte es weitergehen, wenn der Pfarrer gegangen ist : St. Stephan wird in den Tiefschlaf verfallen. Die Pfarrstelle wird lange vakant bleiben. Menschen, die Jörg Uwe Pehle für die Kirche begeistert hat, werden sich wieder von der Kirche abwenden.

Und das alles nur, weil es einigen nicht passt, dass der Herr Pfarrer mit einem Mann, den er liebt, verheiratet ist und mit ihm mit dem Segen der Kirche zusammenlebt.

Kommentare

Er soll bleiben

Lieber Herr Pehle,

Ich bin nicht in Ihrer Kirche, ich bin nicht schwul, auch sonst haben wir vielleicht wenig gemeinsam.

Außer: wir sind freie Menschen, leben in einem freien Land, und wir wollen das verteidigen. Darum, liebe Familie Pehle, bleiben Sie, bitte!!!

Nehmen Sie bitte auch uns zur Kenntnis, Menschen, Bürger, die ganz anders denken und handeln als diese Ewig-Gestrigen. Wir sind da, suchen Sie den Kontakt zu uns. Vlotho ist seit vielen Jahrzehnten auf einem guten Weg. Unterstützen Sie uns. Wir unterstützen Sie.

Es würde mich freuen, direkt von Ihnen zu hören. Wir sind da.

Wolfgang Fabisch und Familie

Homoehe

Wie traurig das es immer noch diese Dinosaurier gibt die vergessen haben umzufallen!
Leider fühlen sich die Anfeinder bestätigt in ihrem tun wenn Sie aufgeben. Kann aber verstehen das es schwer zu ertragen ist.
Ich wünsche Ihnen und ihrem Ehemann alles erdenklich Gute. In erster Linie sollte der Mensch sein und seine Menschlichkeit im Mittelpunkt stehen!
Schwul / Lesbisch oder Hetero ist alles das gleiche. Zwei Menschen lieben sich, nicht mehr und nicht weniger.
Ich wünsche den Menschen in Vlotho das sie endlich den Sprung aus dem Mittelalter schaffen!!

Traurig wie Menschen sich respektieren

Guten Tag es ist schon viel gesagt worden
Aber ich muss sagen der herr pehle und sein Mann sind zwei Herzensgute Menschen die einiges bewegt haben.
Ich bin Handwerker und habe bei den beiden den Garten gestaltet und auch den treibenden Kern live miterleben dürfen das Frau b. Aus der Nachbarschaft aber selber einen Sohn hat der das schwul sein erfunden hat wird nicht erwähnt
Ich finde es beschämend wie gegen das Paar angegangen wird dabei steht die Kirche doch für Toleranz lg f.edler

FREMDSCHÄMEN

Dem Kommentar kann ich nur aus vollem Herzen zustimmen. Ich muß allerdings feststellen, dass mein Partner und ich frei von jeglichen Anfeindungen , seit Jahrzehnten zudammenleben. Weder im Justizdienst noch im Schuldienst haben wir Mobbing wie in Vlotho erlebt. Für die Verantwortlichen in Vlotho schäme ich mich zutiefst und wünsche dem Pfarrer und seinem Mann in einer weniger bornierten Gemeinde einen guten Start.

4 Kommentare

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