Kabarettduo Suse und Fritzi präsentiert Programm „Altweibersommer“ in der Vlothoer Kulturfabrik
Die letzte Blüte

Vlotho (WB). Alles kommt und geht: die Jahreszeiten, die Schönheit der Jugend – Nichts lässt sich festhalten. Wie Frau damit umgeht und was für eine Rolle die Hormone dabei spielen, darum ging es beim „Altweibersommer“ von „Suse & Fritzi“ in der Kulturfabrik.

Mittwoch, 11.12.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 15.12.2019, 10:28 Uhr
Beides starke Frauen mit selbstironischem Humor: Susanne „Suse“ Kirchhoff (links) und Frederike „Fritzi“ Bender treten mit ihrem Programm „Altweibersommer“ in der Kulturfabrik auf. Foto: Frank Lemke
Beides starke Frauen mit selbstironischem Humor: Susanne „Suse“ Kirchhoff (links) und Frederike „Fritzi“ Bender treten mit ihrem Programm „Altweibersommer“ in der Kulturfabrik auf. Foto: Frank Lemke

Die Show begann mit einer Hommage an die „Blues Brothers“. Das Licht ging an. Das Publikum applaudierte. Aus den Lautsprechern erklang der Song „Everybody Needs Somebody“ von den „Blues Brothers“. Die Kabarettistinnen Susanne Kirchhoff (Suse) und Frederike Bender (Fritzi) begrüßten ihre Gäste mit den Worten: „Wir sind hoch erfreut, sie heute Abend begrüßen zu dürfen. Schön, dass sie den Weg zu uns gefunden haben.“

Fast ein Zitat – denn in dem Film „Blues Brothers“ wählen die Hauptfiguren „Jake“ und „Elwood“ ähnliche Worte, als sie im ausverkauften Palace Hotel Ballroom auftreten. Ihre Botschaft, jeder Mensch brauche einen Menschen, den er lieben könne, führten „Suse“ und „Fritzi“ in ihrer Show mit genauso guter Laune, doch selbstironisch weiter. „Wir gehen dem Altweibersommer entgegen. Deshalb haben wir gute Laune“, sagte Susanne Kirchhoff und mit Frederike Bender sang sie im Refrain: „Wir wollen Spaß, Spaß, Spaß.“

Drei Männer und mehr als 100 Frauen

Das mit dem Partner zum Lieben hörte sich dann allerdings doch nicht so einfach an, wie in dem Film. Denn mit dem Alter kämen Selbstzweifel, graue Haare auf dem Rücken und das Sixpack beim Mann sei nur noch eine vage Erinnerung. „Ist dir aufgefallen, dass selbst unser Arzt jünger ist als wir?“, sagte Frederike Bender und mimte eine Frau, die gerade aufwacht und feststellt, dass sie deutlich älter ist als sie gestern noch dachte.

Die Hormone würden trotz Alter machen, was sie wollen. „In den Wechseljahren ändert sich so vieles“, sagte Susanne Kirchhoff. „Tja, das ist der Kreislauf des Lebens. Plötzlich stehe da Justin Biber vor einem und will einen untersuchen“, antwortete Frederike Bender und schmückte ihre Fantasien aus. Es sei doch so praktisch, dass dieser junge Mann Arzt sei. Der kenne schon alles und wisse, wo er hin müsse. Keine Umwege, kein Polarforscher, der sich wundere, dass die Eisschmelze eingesetzt hat.

Das Publikum – drei Männer und mehr als 100 Frauen – hat herzlich gelacht und applaudiert. „Suse“ und „Fritzi“ sangen, tanzten und tratschten sich frisch und frei durch den Altweibersommer. Sie zogen ein Mieder an, zogen Grimassen und würzten jedes noch so pikante Detail mit unverwechselbarem Humor. Einen Vorteil habe das Alter jedoch. „Endlich können wir Chansons singen“, sagte Susanne Kirchhoff.

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