Porta Westfalica versagt erneut gemeindliches Einvernehmen
Windrad am Buhn abgelehnt

Vlotho/Porta Westfalica (WB). Ein geplantes 200-Meter-Windrad am Buhn im Grenzgebiet der Kreise Herford und Minden-Lübbecke wollen die Stadt Porta Westfalica und zahlreiche Bürger nicht. Zum dritten Mal hat Porta das gemeindliche Einvernehmen zum Bau versagt. Der Kreis Minden-Lübbecke als Genehmigungsbehörde entscheidet nun.

Mittwoch, 15.01.2020, 10:16 Uhr aktualisiert: 15.01.2020, 10:20 Uhr
Eine 200-Meter-Windkraftanlage, wie es sie bereits in Veltheim in der Nähe der Wohnbebauung gibt, wird für den Standort am Buhn abgelehnt. Die Gemeinde Porta Westfalica hat das Bauprojekt erneut abgelehnt. Foto: Gisela Schwarze
Eine 200-Meter-Windkraftanlage, wie es sie bereits in Veltheim in der Nähe der Wohnbebauung gibt, wird für den Standort am Buhn abgelehnt. Die Gemeinde Porta Westfalica hat das Bauprojekt erneut abgelehnt. Foto: Gisela Schwarze

Der Planungsausschuss der Stadt Porta Westfalica hatte sich im Dezember zum dritten Mal mit dem geplanten Windrad am Buhn befasst. Das gemeindliche Einvernehmen war bereits im Oktober 2018 und im Juni 2019 versagt worden. Artenschutz und optisch bedrängende Wirkung der Anlage hatte der Kreis Minden-Lübbecke als Argumente für eine Ablehnung angeführt.

Landschaftsschutz als Grund für die Ablehnung

Ein Gutachten der Windrad-Investoren hatte daraufhin als Gegenmaßnahme Anpflanzungen in Aussicht gestellt. Deshalb hatte der Kreis von Porta Westfalica eine erneute Stellungnahme gefordert. Aktuell ergänzt die Stadt ihre dritte Ablehnung nun durch den Landschaftsschutz. Argumente gegen die Großanlage sind die Erhaltung des typischen Landschaftsbilds und die Erholung der Bevölkerung.

Die Bürgerinitiative gegen das Windradprojekt, dem vorwiegend Anwohner aus Vlotho-Uffeln und Möllbergen angehören, wehrt sich nach wie vor vehement gegen die Anlage. Deren Sprecher Jochen Schwarze wohnt gut 400 Meter vom vorgesehenen Standplatz der 200 Meter hohen Windkraftanlage mit den 60 Meter langen Flügeln entfernt. Sein Eigentum und das der benachbarten Familie seien durch den vorgesehenen geringen Abstand zur Wohnbebauung am meisten betroffen, sagt der Sprecher.

Anwohner weiterhin wehrhaft

„Wir sagen Nein zur Windkraft am Buhn. Mit uns nicht“, sind sich Karin und Rolf Liebau und Jochen Schwarze als aktive Buhner Mitglieder der Bürgerinitiative einig. „Die vorgesehene Windkraftanlage ragt 185 Meter über die Oberkante vom Buhn hinaus“, sagt Rolf Liebau von der Schmiedestraße. Die Anwohner vom Westenholzweg und von der Schmiedestraße wüssten ja gar nicht, was auf sie zukomme, falls die Anlage tatsächlich errichtet werden sollte.

Rolf Liebau und seine Ehefrau Karin sehen sich schon jetzt durch eine Windkraftanlage beeinträchtigt: „Uns wurde das Rad in Vennebeckerbruch mitten in die idyllische Aussicht zur Porta gesetzt. Auf unser traumhaftes Panorama müssen wir verzichten, seitdem die Anlage existiert“, so Karin Liebau.

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