St. Stephan: Beim Neujahrsempfang dankt Pfarrer Pehle Kirchengemeinde und Stadt
„Tag der Toleranz“ im September

Vlotho (WB). Seinen Dank an Kirchengemeinde, Presbyterium und die Stadt Vlotho für die große Unterstützung im vergangenen Jahr hat Pfarrer Jörg Uwe Pehle beim Neujahrsempfang von St. Stephan mit zwei guten Nachrichten abgerundet. „Der Pfarrer, sein Mann und ihr Hund werden bleiben und nach der Renovierung auch wieder ins Pfarrhaus ziehen“, bekräftigte er seinen Entschluss, den er bereits Weihnachten mitgeteilt hatte.

Montag, 20.01.2020, 09:06 Uhr aktualisiert: 20.01.2020, 10:36 Uhr
Neujahrsempfang in St. Stephan: Mehr als 120 Gäste heißt Pfarrer Jörg Uwe Pehle (links) im Gemeindesaal willkommen. Dabei dankt er insbesondere seinem Mann Thomas König, dem gesamten Presbyterium mit den neuen Mitgliedern Lieselotte Bloos, Angela Papenhoff und Ursula Hüttl sowie Bürgermeister Rocco Wilken (hinten, Mitte) und der Verwaltung für die gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr. Foto: Joachim Burek
Neujahrsempfang in St. Stephan: Mehr als 120 Gäste heißt Pfarrer Jörg Uwe Pehle (links) im Gemeindesaal willkommen. Dabei dankt er insbesondere seinem Mann Thomas König, dem gesamten Presbyterium mit den neuen Mitgliedern Lieselotte Bloos, Angela Papenhoff und Ursula Hüttl sowie Bürgermeister Rocco Wilken (hinten, Mitte) und der Verwaltung für die gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr.

Feier am 5. September

Auch der Termin für den angekündigten Toleranz-Tag steht inzwischen. „Am 5. September wird in St. Stephan mit einem Konzert ‚Wort und Musik zur Markzeit‘ und am Abend mit einer großen Show im Gemeindehaus gefeiert“, kündigte der Pfarrer vor den mehr als 120 Gästen des Neujahrsempfangs an. Erste Vorbereitungsgespräche mit Stadt und der Kulturbeauftragten, Katharina Vorderbrügge, seien bereits gelaufen, so Pehle. Der Tag der Toleranz ist Bestandteil der Aktion „Ein Lächeln für Menschlichkeit, Toleranz und Offenheit“ , die Pfarrer Pehle nach den homophoben Anfeindungen gegenüber ihm und seinem Ehemann, Thomas König, ins Leben gerufen hatte.

Auch ein Toleranz-Telefon soll Anfang März an den Start gehen. „Nach vielen Vorbereitungsarbeiten müssen wir jetzt noch eine eingängige Telefonnummer beantragen und es braucht noch einige Mitarbeiter“, so Pehle im Gespräch mit dieser Zeitung. Ziel des Telefons werde sein, ähnlich wie bei der Telefonseelsorge, Menschen, die sich Ausgrenzung ausgesetzt sehen, über eine einfache Nummer auf ein Handy weiterzuleiten, wo sie mit geschulten Mitarbeitern sprechen könnten.

Jahresrückblick

Zu Beginn seines Jahresrückblicks stellte Jörg Uwe Pehle fest: „Ich begrüße Sie mit einem Lächeln. Denn langweilig wird es in St. Stephan nie, weil es dort Menschen gibt, die mitarbeiten.“ Diesen Dank an Presbyterium und ehrenamtliche Helfer, Kindergarten-Team und Kantorei erweiterte er dann auch auf Bürgermeister Rocco Wilken, die Verwaltung und die Vlothoer Bürger für ihre Unterstützung und offene Zusammenarbeit. Pehle: „Seit der Vlothoer Erklärung und meiner damaligen Ankündigung, Vlotho verlassen zu wollen, hat es in der Stadt geruckelt. Mein Mann und ich spüren seitdem eine große Solidarität.“

In seiner Rückschau erinnerte er an zahlreiche Projekte, die 2019 umgesetzt worden seien. Die Gemeinde hat ein neues Logo, der Gemeindesaal ist renoviert worden, Kirche und Gemeindehaus sind nun mit Außenbeleuchtung versehen, die Kita hat einen neues Außengelände und das Kirchenbistro St. Stephan’s läuft seit eineinhalb Jahren hervorragend.

Neue Projekte

Doch auch im neuen Jahr bleibe noch viel zu tun, kündigte Pfarrer Pehle an. Geplant seien Renovierung an einer Gebäudewand, der Bau eines neuen Carports auf dem Kirchplatz, der das alte am Gemeindehaus ersetzen solle, sowie der Start der Umgestaltung des Kirchplatzes im Zuge eines ISEK-Projektes. „Auch personell braucht die Kirchengemeinde Verstärkung. Wir suchen dringend einen neuen Küster und zahlreiche Mitarbeiter für die verschiedenen Kirchenkreise und Gruppen, wie zum Beispiel den Seniorenbetreuungsdienst, für die Rödeltruppe, die Jugendgruppe, die Kinderkirche und die Redaktion des Gemeindebriefes“, so Pehle.

Abschließend wies er auf die weiter gute regionale Zusammenarbeit mit den Pfarrern der übrigen Gemeinden hin. Gute Beispiele dafür seien das Tauffest sowie die Klausurtagungen, auf denen zum Beispiel eine gemeinsame Liturgie für die lutherischen Gemeinden erarbeitet werde.

 

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