DRK-Kräfte aus Vlotho und Löhne holen Atemschutzmasken aus Düsseldorf ab
Rotes Kreuz im Corona-Modus

Vlotho (WB). Das Deutsche Rote Kreuz steht bereit, den Kreis Herford bei der Bewältigung der Corona-Epidemie zu unterstützen. „Bereits am Wochenende waren DRK-Mitglieder aus Vlotho und Löhne in Düsseldorf. Sie haben aus einer kurzfristig eingetroffenen Lieferung Atemschutzmasken zum Klinikum nach Herford und zum Lukas-Krankenhaus nach Bünde gebracht“, berichtet Sven Kampeter. 1000 Schutzmasken einer höheren Schutzkategorie seien für Herford, 262 für Bünde bestimmt gewesen.

Donnerstag, 26.03.2020, 22:00 Uhr aktualisiert: 26.03.2020, 23:20 Uhr
Auch Helfer vom DRK aus Vlotho und Löhne haben mit ihren Fahrzeugen Schutzausrüstung in Düsseldorf abgeholt. Foto: Michael Maas/ DRK Nordrhein
Auch Helfer vom DRK aus Vlotho und Löhne haben mit ihren Fahrzeugen Schutzausrüstung in Düsseldorf abgeholt. Foto: Michael Maas/ DRK Nordrhein

Auch an der zentralen Abstrichstelle am H2O seien mehrere DRK-Mitglieder im Einsatz. Das DRK freue sich, dass Firmen ihre Mitarbeiter hierfür unbürokratisch freigestellt hätten. „In der Krise halten die Menschen bei uns zusammen“, sagt Kampeter.

Gefahrenabwehr

Kampeter, der Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Herford-Land und Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Vlotho ist, berichtet, dass das Rote Kreuz derzeit engen Kontakt mit dem Kreis Herford halte. Das DRK sei generell in die Gefahrenabwehr eingebunden. Eine Aufgabe während der Corona-Epidemie könnte es sein, die Verpflegung von Helfern und im Bedarfsfall auch von der Bevölkerung sicherzustellen. Zum Bereich Gefahrenabwehr gehöre auch die so genannt MANV Einsätze (Massenanfall von Verletzten). Kampeter: „Das DRK im Kreisverband Herford-Land mit seinen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer aus den Ortsvereinen Bünde, Enger, Löhne, Spenge und Vlotho ist auch für diese Einsätze weiterhin einsatzbereit.“ Der reguläre Krankentransport sei derzeit kein Thema für das DRK, er werde von den Rettungsdiensten übernommen.

Einsatzstab

Um alle Aufgaben zu koordinieren und um auf mögliche Einsätze vorbereitet zu sein, komme der DRK-Einsatzstab inzwischen täglich per Telefonkonferenz zusammen. Diesem Stab gehören die Kreis-Rotkreuz-Leitung, Vertreter der Geschäftsstelle des Kreisverbandes, Mitglieder des Kreisvorstandes sowie weitere Führungskräfte aus den Ortsvereinen an.

Blutspenden

Große Bedeutung kommt beim Roten Kreuz der Blutspendedienst zu. Gerade in der jetzigen Krisenzeit müsse die Versorgung der Krankenhäuser sichergestellt sein. Kampeter: „Die Blutspenden finden unter verschärften Schutzmaßnahmen statt.“

Konkret bedeutet das unter anderem für den nächsten Termin in Vlotho: Eingang und Wartezone ist die Fahrzeughalle, die Blutspender werden einzeln hereingeholt, die Körpertemperatur wird gemessen, sie werden nach Reisen in mögliche Risikogebiete und zu Kontakten zu Erkrankten befragt. Wie üblich findet außerdem ein Arztgespräch statt. Nach den Blutspenden wird die Verpflegung im Versammlungsraum durch Lunchpakete ersetzt. – Termine:

Freitag, 27. März, 16 bis 20 Uhr Grundschule Bruchmühlen . Montag, 30. März, 16.30 bis 20 Uhr Grundschule Hiddenhausen . Samstag, 9. April, 16 bis 20 Uhr DRK-Haus Bünde . Freitag, 17. April, 16 bis 20 Uhr, DRK-Heim Vlotho. Freitag, 17. April 16 bis 20 Uhr Gemeindehaus Stift Quernheim . Freitag, 17. April, 16 bis 20 Uhr Grundschule Spenge-Lenzinghausen .

Kampeter: „Jeder, der mindestens 18 Jahre alt ist, mindestens 50 Kilogramm wiegt und sich gesund fühlte, darf und sollte Blut spenden.“ Wichtig sei , den Personalausweis mitzubringen. Um den großen Bedarf zu decken, plane das DRK darüber hinaus die Einrichtung von festen, täglich geöffneten Blutspende-Standorten.

Senioren-Einkaufsdienst

Aktuell werde ein Einkaufsdienst für Senioren angeboten, erreichbar unter 05223/92970. „Unter dieser Telefonnummer können sich noch auch Helfer melden, die uns hierbei noch unterstützen wollen“, sagt der Rotkreuzchef.

150-Jahr-Feier

Wie berichtet, werden die Feierlichkeiten zum 150jährigen Bestehen des Deutschen Roten Kreuzes in Vlotho nicht wie geplant stattfinden können. „Wir werden alles nachholen. Zur Not im nächsten Jahr“, kündigt Kampeter an. Auch der Vereins-Blutspende-Wettbewerb ist ausgesetzt. Die regelmäßigen Dienst- und Übungsabende im Henry-Dunant-Heim finden nicht statt. Sie sind teilweise bereits durch Online-Zusammenkünfte ersetzt worden.

 

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