Atemschutzhaube schützt Zahnärztin Dörte Stübbe, ihr Team und die Patienten
Corona-Krise: Praxis ist gerüstet

Vlotho (WB). Wer das Behandlungszimmer von Zahnärztin Dörte Stübbe betritt, stutzt zunächst: Dort erwartet die Vlothoer Medizinerin ihre Patienten geschützt durch eine Atemschutzmaske, die den Unkundigen eher an einen Astronautenhelm erinnert. Es ist ein Produkt des schwedischen Herstellers Sundström, der Atemschutzmasken-Hauben mit Filter-Gebläse herstellt. Dieses Gebläse, das über einen Schlauch mit der Maske verbunden ist, trägt der Arzt auf dem Rücken.

Montag, 20.04.2020, 09:00 Uhr aktualisiert: 20.04.2020, 13:02 Uhr
Unter diesen Atemschutzmasken ist es der Vlothoer Zahnärztin Dörte Stübbe (rechts) und Zahnarzthelferin Nele Ortling in Corona-Zeiten möglich, Patienten zu behandeln und für alle den Schutz vor Ansteckung sicherzustellen. Foto: Joachim Burek
Unter diesen Atemschutzmasken ist es der Vlothoer Zahnärztin Dörte Stübbe (rechts) und Zahnarzthelferin Nele Ortling in Corona-Zeiten möglich, Patienten zu behandeln und für alle den Schutz vor Ansteckung sicherzustellen. Foto: Joachim Burek

„Der Vorteil ist, dass die Raumluft gefiltert wird und damit den Arzt, sein Team und die Patienten vor Corona-Ansteckung schützt. Außerdem kann der Patient mein Gesicht durch das transparente Visier der Maske erkennen. Für Kinder ist dies beispielsweise nicht so furchteinflößend“, ist die Ärztin von dieser neuen technischen Ausstattung begeistert.

Für sie und ihr Praxisteam hat diese neue Maske das Arbeiten unter den Bedingungen des Corona-Krisenmodus erst wieder möglich gemacht.

Abläufe geändert

„Da wir als Zahnärzte ganz dicht am Patienten arbeiten und ungeschützt die Ansteckungsgefahr sehr hoch ist , haben wir Mitte März mit dem Lockdown auch unsere Praxis in der Poststraße, die ich 1998 von meinem Vater übernommen hatte, zunächst geschlossen“, berichtet Dörte Stübbe. Es sei ihr schon klar gewesen, dass sie die Ausstattung und die Abläufe in der Praxis ändern müsse, um in Corona-Zeiten weiter machen zu können, erläutert sie im Gespräch mit dieser Zeitung.

Ein Hinweis eines Patienten auf einen Zeitungsartikel über die filterbelüfteten Atemschutzmasken made in Schweden habe sie dann auf die Idee für die Umrüstung der Praxis in den Krisen-Modus gebracht.

Masken sind filterbelüftet

Inzwischen sind sie und ihr Praxisteam mit zwei dieser Masken ausgestattet. Dörte Stübbe: „So ausgerüstet, können eine Zahnarzthelferin und ich die Patienten vor möglicher Ansteckung mit dem Virus geschützt behandeln und sind dabei selbst auch geschützt. Auch die Helferin, die Prophylaxe-Termine macht, arbeitet nur unter einer solchen Atemschutzmaske.“

Seit Dienstag nach Ostern arbeite die Praxis wieder, nun nach neuen Abläufen. Konkret heißt das: Patienten müssen telefonisch unter 05733/2044 einen festen Behandlungstermin vereinbaren. Ohne Wartezimmeraufenthalt, den es derzeit nicht mehr gibt, geht es direkt ins Behandlungszimmer. Mal eben vorbeischauen ist nicht mehr möglich. „Spontane Termine werden nur bei akuten Schmerzpatienten gemacht“, erläutert die Zahnärztin. Wichtig sei auch zu wissen, dass der Behandlungsraum nach jeder Behandlung eine halbe Stunde lang gut gelüftet werde und nicht betreten werden dürfe. So werde die Raumluft von möglichem virenbelastetem Kondensat, das beim Bohren und Schleifen anfallen könnte, gereinigt. „Dadurch können wir natürlich auch nur die Hälfte des Patientenaufkommens, das wir sonst schaffen, bewältigen. Aber die Gesundheit aller geht auf jeden Fall vor“, erklärt die engagierte Vlothoer Zahnärztin.

 

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