Feuerwehren Vlotho und Kalletal rücken nach Starkregen am Samstagabend zu Straßensäuberungen aus
400 Meter Schlamm

Vlotho/Kalletal (WB/pab). Die Freiwilligen Feuerwehren aus Vlotho und dem benachbarten Kalletal (Kreis Lippe) waren nach den entsprechenden Warnungen des Wetterdienstes auf das Unwetter am Samstag gut vorbereitet. Allerdings ergoss sich der Starkregen schließlich nur an einigen Stellen der Region und verschonte dafür andere Gebiete weitgehend. Es sind keine Hagelschäden bekannt geworden.

Sonntag, 14.06.2020, 14:31 Uhr aktualisiert: 14.06.2020, 14:34 Uhr
Die Dorfstraße in Wehrendorf ist durch Starkregen am Samstagabend auf 400 Metern verschlammt worden. Foto:
Die Dorfstraße in Wehrendorf ist durch Starkregen am Samstagabend auf 400 Metern verschlammt worden.

Vlotho bekam die größte Wucht des Unwetters insgesamt nicht ab und die Feuerwehr musste nur einmal ausrücken: Um 19.55 Uhr wurde die Löschgruppe Steinbründorf alarmiert, weil die Dorfstraße Wehrendorf auf 400 Metern Länge verschlammt war. „Das Wasser konnte von der Wehrendorfer Straße nicht abfließen, weil ein Graben verstopft war, und floss über einen Acker auf die Dorfstraße“, sagt Wehrchef Torsten Sievering.

Elf Feuerwehrleute waren zwei Stunden lang im Einsatz. Sie säuberten den Straßendurchlass im Graben und machten ihn wieder durchgängig, außerdem befreiten sie die Gullis von ihren Verstopfungen. Die Feuerwehrleute säuberten auch die Dorfstraße vom gröbsten Dreck.

Auch im Kurpark Vlotho ist am Samstagabend viel Wasser über die Wiesen und Wege geflossen. An einer Stelle ist eine Gehwegeinfassung aus Steinen unterspült worden. Am Sonntag nutzten mehrere Besucher die entstandenen weichen Schlammpfade im warm dampfenden Kurpark für besondere Barfuß-Erlebnisse.

Nachspiel am Sonntag: Mensch und Tier haben ganz offensichtlich Barfußerlebnisse im Vlothoer Kurpark genossen.

Nachspiel am Sonntag: Mensch und Tier haben ganz offensichtlich Barfußerlebnisse im Vlothoer Kurpark genossen. Foto: Heike Pabst

Frontlader entfernt Schotter

Ernster sah die Lage in Kalletal aus. Um 19.22 Uhr wurde die Löschgruppe Lüdenhausen nach Asendorf gerufen, weil dort die Gefahr bestand, dass aus einem vollgelaufenen Graben Wasser in ein Haus ablaufen könnte. „Umgehend kamen Tauchpumpen zum Einsatz und so konnte ein größerer Schaden verhindert werden“, teilt die Kalletaler Feuerwehr mit.

Wenige Minuten nach dem ersten Alarm gab es um 19.30 Uhr bereits den zweiten: Durch den ergiebigen Starkregen wurden im Ortsteil Langenholzhausen mehrere Straßen mit Schlamm und Schotter verschmutzt. Die Freiwillige Feuerwehr reinigte die Straßen und zog mehrere Einläufe, um das Wasser kontrolliert abfließen zu lassen. Im Einsatz waren die Löschgruppen Langenholzhausen und Varenholz/Stemmen.

Mit Besen und Wasser im Einsatz

Unter dem Stichwort „Verschmutzte Fahrbahn“ musste die Freiwillige Feuerwehr Kalletal am Samstagabend gegen 21.43 Uhr noch mehrmals ausrücken. In den Ortsteilen Heidelbeck, Asendorf und Herbrechtsdorf mussten weitere Straßen gereinigt werden. Das übernahmen Mitglieder der Löschgruppe Lüdenhausen.

Besonders getroffen wurde außerdem der Kalletaler Ortsteil Tevenhausen: Dort standen Wasser und Schlamm auf mehreren Straßen. „Teilweise lagen größere Mengen Schotter auf der Fahrbahn“, so die Feuerwehr. Mit einem Frontlader wurde an diesen Stellen zunächst eine Grobreinigung vorgenommen. Anschließend entfernten die Einsatzkräfte der Löschgruppe Langenholzhausen die Reste mit Besen und Wasser.

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