Gutachter geben Straßenzustand in Vlotho schlechte Noten
Es besteht Handlungsbedarf

Vlotho (WB). Bei einem großen Teil der Vlothoer Straßen besteht Handlungsbedarf. Das ist die Bilanz eines Sachstandsberichts, den die Fachleute der Gesellschaft für kommunalen Straßenbau (Ge-Komm GmbH) im Betriebsausschuss Straßen gegeben haben. Die Gesellschaft arbeitet im Auftrag der Stadt Vlotho an einer Straßenzustandsbewertung als Voraussetzung für ein Straßenerhaltungskonzept.

Dienstag, 16.06.2020, 14:00 Uhr
Der Zustand vieler Straßen in der Weserstadt – wie hier an der Höltekbruchstraße – mit Flicken und Schlaglöchern lässt zu wünschen übrig. Es besteht vielerorts Sanierungsbedarf. Foto: Joachim Burek
Der Zustand vieler Straßen in der Weserstadt – wie hier an der Höltekbruchstraße – mit Flicken und Schlaglöchern lässt zu wünschen übrig. Es besteht vielerorts Sanierungsbedarf. Foto: Joachim Burek

Im Zuge ihrer Datenerhebung hatten sich die Gutachter unter anderem den Zustand des Vlothoer Straßennetzes mit einer Gesamtstrecke von 309 Kilometern plus den Landes- und Kreisstraßen angeschaut sowie die verschiedenen Maßnahmenkategorien aufgestellt, die zur Schadensbehebung in einem Straßenerhaltungskonzept notwendig sind. Dazu wurden bei der Datenerhebung dem jeweiligen Straßenzustand Schulnoten erteilt.

Das nicht so erfreuliche Ergebnis zeige, so die Experten, dass immerhin der Zustand von etwa 17 Prozent der erfassten Straßen mit mangelhaft (Note 5) bewertet wurden. Nur für 16 Prozent der erfassten Fläche des Straßennetzes sahen die Fachleute derzeit keinen Handlungsbedarf zur Instandsetzung. Zusammenfassend rechneten die Gutachter hoch, dass Reparatur aller Fahrbahnen die Stadt insgesamt eine Investition von etwa 30 Millionen Euro kosten würde, die Summe der jährlichen Investitionen für die Straßenerhaltung etwa 819.000 Euro betragen würde.

Bernd Adam, Chef der Vlothoer Wirtschaftsbetriebe, machte im Ausschuss deutlich, dass man das Ergebnis der Berichts sehr ernst nehme. „Wir müssen gemeinsam mit den Infrastrukturträgern der Stadt ein entsprechendes Konzept entwickeln. Dieses Konzept werden wir gemeinsam mit einer genauen Kostenermittlung erarbeiten“, kündigte Adam an.

Sicherer Schulweg Exter

Zu Beginn des Ausschuss-Sitzung hatten Sarah Brodowski und Kerstin Göhner von der Exteraner Elterninitiative ihre Umfrage zum „Konzept sicherer Schulweg“ in Exter dem Gremium vorgestellt. Dazu hatten sie von Oktober bis Dezember 2019 etwa 750 Flyer im Ort an Schulen, Geschäften und Kindergärten mit den entsprechenden Fragebögen und Hinweise auf den Online-Fragebogen verteilt. „Die Resonanz war hervorragend. Am Schluss konnten wir einen Rücklauf von 148 Fragebögen, was etwas Familien mit 217 Kindern entspricht, auswerten“, erläuterte Sarah Brodowski.

Im Ergebnis sind etwa 50 Gefahrenstellen auf dem Schulweg in Exter benannt worden. Die Initiatorinnen stellten den Ausschussmitliedern dann ein Ranking der zehn am häufigsten genannten Gefahrenstellen vor. An der Spitze lag dabei die Ampelkreuzung in der Dorfmitte mit 38 Nennungen, gefolgt von der Schulstraße (Grundschule) und der Steinbrinkstraße (Parkplatz Kindergarten).

„Wie werden diese Anregungen der Umfrage gerne aufnehmen. Wenn dann an diesen Gefahren-stellen, zum Beispiel an der Herforder Straße oder am Parkplatz Kindergarten, ohnehin Maßnahmen geplant sind, sollen diese Anregungen der Exteraner auf jeden Fall mitberücksichtigt werden“, versprach Christian Hohmeier von den Wirtschaftsbetrieben.

Ortsvorsteher August-Wilhelm König kündigte an, dass Vertreter der Verwaltung zur Sitzung des Arbeitskreises Ortsentwicklung am Jahresende zu einem Sachstandsbericht eingeladen werden

 

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