Grundschule Vlotho: Alle Klassen sind zurück im Regelunterricht
Fast wieder normaler Alltag

Vlotho (WB). Einbahnstraßenschilder, schwarz-gelbe Wegweiserpfeile und jede Menge „Durchgang-verboten“-Schilder: Im Treppenhaus und auf den Fluren der Grundschule Vlotho sieht es aus wie auf einem Verkehrsübungsplatz. Seit Montag läuft dort nach der Übergangsphase im Mai wieder der Regelunterricht mit allen Klassen. Das erfordert in Corona-Zeiten besondere Abstandsregeln für die 190 Mädchen und Jungen an den Standorten der Schule in der Kernstadt und am Bonneberg.

Mittwoch, 17.06.2020, 10:00 Uhr aktualisiert: 17.06.2020, 10:30 Uhr
Um den Unterrichtsablauf für alle Klassen unter Corona-Beschränkungen zu gewährleisten, müssen viele Regeln beachtet werden. Karin Deppe und Kristina Röttger testen das Einbahnsystem im Treppenhaus. Foto: Joachim Burek
Um den Unterrichtsablauf für alle Klassen unter Corona-Beschränkungen zu gewährleisten, müssen viele Regeln beachtet werden. Karin Deppe und Kristina Röttger testen das Einbahnsystem im Treppenhaus. Foto: Joachim Burek

„Das breite Treppenhaus an unserem altehrwürdigen Gebäude hier am Standort Herforder Straße ist für die Einrichtung dieses Einbahnstraßensystems mit den entsprechenden Abständen natürlich ideal“, erklären Schulleiterin Karin Deppe und Konrektorin Kristina Röttger.

So werden an der Herforder Straße wieder alle drei jahrgangsübergreifenden Klassen (1 und 2), eine dritte Klasse und zwei vierte Klassen unterrichtet. Am Bonneberg sind es eine Klasse mit den Jahrgängen 1 und 2 und eine Klasse mit den Jahrgängen drei und vier. „Der Unterricht läuft an beiden Standorten so ab, dass die Lerngruppen unter sich bleiben sollen und über das Wegesystem auch getrennt in ihre Klassen und in die gestaffelten Pausenzeiten geleitet werden“, erläutert Karin Deppe.

Hygieneregeln

Zusätzlich wurden ein zweiter Toilettencontainer auf dem Schulhof mit getrennten Anlagen für Mädchen und Jungen aufgestellt. Er ergänzt den ersten, der aufgrund der Arbeiten am Erweiterungsbau aufgestellt worden war. Karin Deppe: „Wir setzen auf das regelmäßige Händewaschen, das die Schüler einhalten müssen. Der Mundschutz ist keine Pflicht, wird aber auf den Wegen in und aus dem Schulgebäude empfohlen.“ Die Tische und Stühle in den Klassen würden täglich desinfiziert. „Die Tischgruppen haben wir aufgelöst und die Schulbänke sind wieder zur Tafel ausgerichtet. Außerdem gibt es eine festgeschriebene Sitzordnung in jeder Klasse“, so die Schulleiterin.

Unterrichtsablauf

In Hauptfächern gibt es jetzt den normalen Unterricht wie in der Vor-Corona-Zeit. Allerdings müssen die Schüler auf viele beliebte Sonderaktionen verzichten. So wurden die Radfahrprüfung, ein Besuch bei der Firma Kannegiesser, die jährliche Übernachtungsaktion und die Klassenausflüge wegen der Corona-Beschränkungen abgesagt. Das schmerzt die Mädchen und Jungen besonders“, fühlt Karin Deppe mit ihren Schülern. Auch auf Sportevents, wie die Bundesjugendspiele oder das Kreisturnfest, das in diesem Jahr von der Grundschule Vlotho ausgerichtet werden sollte, würden ausfallen, ergänzt Kristina Röttger.

Schulabschluss

Für die vierten Klassen wird es in diesem Jahr auch nicht das ganz große Abschlussfest geben. „Dafür wird eine kleine Abschlussfeier in der Sporthalle mit Zeugnisübergabe ausgerichtet, bei der dann jeweils ein Elternteil zur Begleitung mitkommen darf. Diese Veranstaltung findet am 26. Juni, dem letzten Schultag vor den Ferien, statt. Für die 50 Erstklässler, die nach den Ferien kommen, wird es zeitversetzt pro Klasse kleine Einschulungsfeiern geben.

Schulerweiterungsbau

Neben der Corona-Krise läuft der Schulalltag an der Grundschule Vlotho auch wegen der Bauarbeiten für den Erweiterungsneubau schon seit Monaten unter besonderen Bedingungen ab. „Der Bauablauf ist aufgrund von einigen Schwierigkeiten bei der Baugrundvorbereitung etwas aus dem Takt gekommen“, verrät Schulleiterin Karin Deppe. Viel Schotter im Untergrund und der Fund alter Brunnenmauerreste hätten für Verzögerungen gesorgt. Nun aber hätten die Arbeiten am Rohbau begonnen. „Wir hoffen, dass er nun zügig hochgezogen wird“, so die Schulleiterin. Auch der Fahrstuhlschacht stehe schon.

In dem neuen Gebäude sollen eine neue Schultoilette, Technik- und Hausmeisterräume sowie Erweiterungsräume für den Offenen Ganztag untergebracht werden. Durch die Arbeiten und die Baustelle sei derzeit der direkte Weg zwischen Schule und Sporthalle verbaut. „Für eine Übergangszeit müssen wir noch entweder über den Parkplatz oder hinten über den Schulhof zum Hintereingang laufen. Aber das meistern wir auch noch und freuen uns schon auf das Richtfest, das wir dann hoffentlich bald feiern können“, ist Karin Deppe zuversichtlich.

 

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