Evangelisches Jugendreferat organisiert Ferienspiele unter Hygienebedingungen
Abwechslung mit Abstand

Vlotho/Bad Oeynhausen/Löhne (WB). Der Urlaub fällt aus, die Freibäder haben nur eingeschränkt geöffnet: Nach langer Zeit der Isolation und zahlreichen Beschränkungen ist der Wunsch nach „normalen“ Ferien für Kinder und Jugendliche groß.

Sonntag, 21.06.2020, 14:26 Uhr aktualisiert: 21.06.2020, 14:30 Uhr
Katrin Eckelmann, Sven Jacobsen und Annemarie Coring (von links) freuen sich gemeinsam mit ihren Kollegen aus dem Jugendreferat auf die etwas anderen Ferienspiele 2020, die in diesem Sommer im Evangelischen Kirchenkreis angeboten werden.

Um auch im Corona-Sommer 2020 etwas Normalität zu erleben, bietet das Evangelische Jugendreferat im Kirchenkreis Vlotho zahlreiche Ferienspiele unter strengen Hygienebedingungen an. Noch sind Plätze verfügbar.

Jugendreisen abgesagt

Insgesamt 17 Wochen-Angebote für Kinder und 6 Tages-Angebote für Jugendliche in Bad Oeynhausen, Porta Westfalica, Löhne und Vlotho haben die Jugendreferentinnen und -referenten um Katrin Eckelmann in den vergangenen Wochen organisiert.

„Weil wir alle Jugendreisen zum Beispiel nach Frankreich, an die Ostsee oder nach Holland wegen des Corona-Virus absagen mussten, haben wir uns neue Wege überlegt, um den Kindern und Jugendlichen in der Region trotzdem etwas Freude in den Ferien zu schenken“, sagt die Synodaljugendreferentin.

Strenge Hygienekonzepte

Alle Ferienspiele finden unter den besonderen Hygienevorschriften und der aktuellen Anwendung der Corona-Schutzverordnung statt. „Wir haben für jedes Gemeindehaus, in dem wir Ferienspiele anbieten, ein eigenes Hygienekonzept entwickelt und alle Vorkehrungen für eine ausreichende Hygiene getroffen“, so Eckelmann weiter.

In einer abendfüllenden Schulung wurden alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer auf diese besonderen Ferienspiele vorbereitet. Gemeinsam mit dem Team des Jugendreferats haben die überwiegend Jugendlichen alle einzuhaltenden Regeln und Vorschriften gelernt und Abläufe erprobt.

Kleinere Gruppen

Aufgrund der aktuell geltenden Abstandsregeln musste auch die Gruppengröße der einzelnen Angebote stark verkleinert werden. So ist bei fast allen Angeboten die Teilnehmerzahl auf acht Kinder begrenzt. Denn die Hygieneanforderungen an das Mitarbeitenden-Team sind groß: „Die Kinder müssen nacheinander den Eingang passieren und sich die Hände desinfizieren. Außerdem müssen wir Ein- und Ausgang der Gemeindehäuser trennen. Alle Gegenstände müssen vorher desinfiziert werden und dürfen nicht von mehreren Kindern benutzt werden. Außerdem müssen wir darauf achten, möglichst den Sicherheitsabstand zu den Kindern zu halten oder einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen“, schildert Jugendreferentin Annemarie Coring die erforderlichen Hygienemaßnahmen.

Regelmäßige Reinigung

Weil nach Ende des Tages die genutzten Gruppenräume und Sanitäranlagen grundgereinigt werden müssen, sind die Angebote auf drei bis vier Stunden pro Tag begrenzt. „Der Hygieneaufwand ist einfach immens“, fasst Katrin Eckelmann zusammen. „Uns liegt die Gesundheit aller, der Kinder und auch unserer Mitarbeitenden, am Herzen. Deshalb achten wir genau darauf, alle Bestimmungen auch zu erfüllen und werden auch sorgfältig darauf achten“, betont die Synodaljugendreferentin.

 

Angebote für Jugendliche

Auch für Jugendliche gibt es Angebote in der zweiten und vierten Ferienwoche mit Jugendreferent Michael Kirchner aus Porta Westfalica. Vom 8. bis 10. Juli können maximal acht Jugendliche von Eisbergen auf der Weser mit dem Kanu bis Vlotho paddeln. Insgesamt fünf Stunden dauert die Tour; ein Bronze-Schwimmabzeichen ist Bedingung.

Einen Kletterparcours baut Michael Kirchner mit Jugendlichen vom 20. bis 22. Juli am Fernsehturm Porta Westfalica. Der Erlebnispädagoge freut sich auf die Herausforderung: „Wir haben Seile, Helme, Gurte und Bäume. Die Jugendlichen brauchen nur Mut, Kreativität und etwas Fitness.“

 

Anmeldungen online

Eine Übersicht über alle Angebote für Kinder und Jugendliche gibt es im Internet unter www.juenger-vlotho.de. Die Anmeldung ist online per Formular möglich; noch sind Plätze vorhanden.

„Wir sind bestmöglich vorbereitet“, ist sich Annemarie Coring sicher. „Niemand muss Angst haben, die eigenen Kinder zu uns zu schicken. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und werden die Ferienspiele so sicher wie möglich durchführen“, ergänzt Katrin Eckelmann.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7460625?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514631%2F
BGE: Deckgebirge in Gorleben nicht ausreichend für Endlager
Stefan Studt (r.), BGE-Vorsitzender und Steffen Kanitz, Mitglied der Geschäftsführung der BGE, zeigen eine Landkarte mit Teilgebieten für die Endlagersuche.
Nachrichten-Ticker