Elbrus Sultanov stellt neues Fassadengemälde fertig
Spiel mit der Illusion

Vlotho (WB). Beagle stammen ursprünglich aus England. Das Wagenrad, das Hufeisen an der alten Holztür und die Blumen neben dem Windlicht sind typisch deutsch. Elbrus Sultanov hat in seinem neuen Gemälde die idyllische Fassade eines alten Natursteingemäuers gemalt. Das Bild soll sich so in die Umgebung der Straße Zum Schelland 1 einfügen, dass es gar nicht auffällt.

Samstag, 11.07.2020, 09:00 Uhr
Wirkt lebensecht: Der Hund blickt gespannt zur Straße. Elbrus Sultanov gibt dem Beagle ein paar Streicheleinheiten . Der Künstler hat in seinem neuen Fassadengemälde die idyllische Fassade eines alten Natursteingemäuers gemalt. Foto: Frank Lemke
Wirkt lebensecht: Der Hund blickt gespannt zur Straße. Elbrus Sultanov gibt dem Beagle ein paar Streicheleinheiten . Der Künstler hat in seinem neuen Fassadengemälde die idyllische Fassade eines alten Natursteingemäuers gemalt.

Wer die Straße zur Ecke Höltkebruchstraße hinunter spaziert könnte meinen, das verschlossene Tor an der Einfahrt der Adresse führe tatsächlich in eine alte Garage. Das Wagenrad daneben erinnert an alte Zeiten. Doch der Hund in dem Bild ist irgendwie komisch. Der bewegt sich nicht. Dann setzt im Bruchteil einer Sekunde die Erkenntnis ein, dass es sich um ein Gemälde handelt, welches sich über eine Länge von mehreren Metern auf einer Wand aus glattem Beton erstreckt.

„Ich wollte etwas Schönes malen, das hier in die Kreuzungssituation passt“, sagt Sultanov. Neben der alten Holztür blickt auf dem Bild ein aufmerksamer Beagle in Richtung Höltkebruchstraße. Er wirkt erstaunlich lebendig. Triebe frischen Efeus hängen von der oberen Kante der Betonwand herunter und wehen leicht im Wind. Ihre Bewegung hebt sie von gemaltem Efeu ab, das über der Tür und dem Wagenrad wächst. Neben einem Fenster ist ein Windlicht zu sehen, das jemand stehen gelassen hat. Ob die Kerze darin noch brennt, wenn er zurückkommt und sie anzünden will?

Bilder erzählen Geschichten

Elbrus Sultanov liebt das Spiel mit der Illusion. Vor zwei Jahren hat er an der Herforder Straße ein ähnliches Gemälde mit drei Katzen gemalt. Zwei Kater wetteifern darin um die Gunst einer Katzendame, die dem Werben der beiden zusieht. In einem Durchgang des gleichen Gebäudes hat Sultanov ein täuschend echtes Loch auf den Boden gemalt.

Die Bilder des 59-Jährigen erzählen schöne und humorvolle Geschichten: die Rückkehr des Frühlings, eine Brücke über einem Abgrund, die Idylle eines alten Gemäuers. Seine Kunst ziert Städte wie Porta Westfalica, Bad Oeynhausen, Herford oder Obernkirchen. „Ich habe einfach Spaß daran, wenn die Betrachter sich daran erfreuen“, sagt der gebürtige Potsdamer.

Elbrus Sultanov hat seine Arbeit mit einer Grundierung begonnen. Nach acht Tagen weiterer Arbeit hat er es doppelt versiegelt. Der Besitzer der Immobilie hatte das Fassadengemälde bei ihm in Auftrag gegeben. Wer mehr über das Elbrus Sultanov und das Bild erfahren will, kann es besuchen oder ihn anrufen unter folgender Telefonnummer 0176/23898 006.

 

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