Geschichtswerkstatt und Heimatverein veröffentlichen historischen Kalender
Zurück in die 60er und 70er

Vlotho (WB). Die Geschichtswerkstatt und der Heimatverein bringen im Herbst einen Kalender mit historischen Fotos aus Vlotho heraus. Die Arbeiten für das zweite Gemeinschaftsprojekt dieser Art sind gerade abgeschlossen. Der Kalender im beliebten DIN A3-Format geht jetzt in Druck. Weihnachten soll er auf vielen Gabentischen in Vlotho und auswärts bei ehemaligen Vlothoern liegen. Thematische Schwerpunkte sind die sechziger und die siebziger Jahre, also die Zeit vor der Stadtsanierung, als die Trasse für die Schnellstraße durch Vlotho gezogen wurde und als die Stadt sich neu erfinden musste.

Donnerstag, 13.08.2020, 04:14 Uhr aktualisiert: 13.08.2020, 05:01 Uhr
Fototermin mit den Kalendermachern hinter dem Rathaus, ungefähr dort, wo auch die historische Aufnahme entstanden ist (von links): Peter Böttcher, Kurt Knäble, August-Wilhelm König, Klaus Kauczok, Annegret Arnhölter und Joachim Störmer. Foto: Jürgen Gebhard
Fototermin mit den Kalendermachern hinter dem Rathaus, ungefähr dort, wo auch die historische Aufnahme entstanden ist (von links): Peter Böttcher, Kurt Knäble, August-Wilhelm König, Klaus Kauczok, Annegret Arnhölter und Joachim Störmer. Foto: Jürgen Gebhard

Jahre des Aufbruchs

Mit diesen Jahren des städtebaulichen und gesellschaftlichen Aufbruchs beschäftigen sich auch die vor einiger Zeit veröffentlichten Vlotho-Filme der Geschichtswerkstatt. „Nach einem Aufruf hatte sich Heinz-Dieter Ükermann aus Hamm bei uns gemeldet“, berichtet August-Wilhelm König, Vorsitzender der Geschichtswerkstatt. Und das sei ein riesiger Glücksfall gewesen: Ükermann habe seine Jugend in Vlotho verbracht und habe als freier Mitarbeiter des Vlothoer Wochenblattes in der Stadt sehr viele Fotos gemacht. Einige besonders schöne Negative und Dias aus seinem Archiv habe er dankenswerter Weise für das Film- und jetzt auch für dieses Kalenderprojekt zur Verfügung gestellt.

Alte Fotos eingescannt

Die Aufnahmen wurden gesichtet und professionell eingescannt. Die meisten der für den neuen Kalender ausgewählten Motive stammen aus diesem Fundus, berichtet Peter Böttcher vom Heimatverein. Als ambitionierter Hobbyfotograf hat Böttcher sich auf die Suche nach den Orten gemacht, an denen damals die Fotos entstanden sind. An der Einmündung des Forellenbaches in die Weser oder an der B514 in der Nähe der Stadtwerke fotografierte Böttcher dann, wie es dort heute aussieht. Auch diese Aufnahmen sind im Kalender abgedruckt. Anders als beim ersten historischen Kalender (2019) von Geschichtswerkstatt und Heimatverein sind die aktuellen Fotos nicht klein in die historischen Aufnahmen auf den Monatsblätter eingeklinkt. Sie sind nun auf einem zusätzlichen Kalenderblatt samt einigen Erläuterungen abgedruckt.

Diese Motive sind zu sehen: Eisgang auf der Weser mit Eisenbahnbrücke, Amtshausberg, Roseneck, Stine mit Korb, Mündung Forellenbach mit Brücken, Hafenkonzert, Weserbrücke während der Stadtsanierung, Bliekenend, Flößer, Villa Schöning, Jüdischer Friedhof, Güterbahnhof.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7532085?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514631%2F
Grenzwert bei Corona-Neuinfektionen pro Woche überschritten
Das RKI appelliert weiter an die gesamte Bevölkerung sich für den Infektionsschutz zu engagieren.
Nachrichten-Ticker