Christoph Roefs hofft auf hohe Wahlbeteiligung bei Bürgermeisterwahl in Vlotho
Einzelkämpfer im Wahlkampfmodus

Vlotho (WB). Christoph Roefs hofft, dass am 13. September viel mehr Vlothoer zur Bürgermeisterwahl gehen werden als vor fünf Jahren. 49,6 Prozent der Wahlberechtigten hatten damals ihre Stimme abgegeben, davon 51,8 Prozent für den jetzigen Amtsinhaber. „Eigentlich sind das für ihn ja nur 25 Prozent. Bleiben also 75 Prozent für mich“, sagt der parteilose Bewerber um den Chefsessel im Rathaus. Vor zwei Monaten hat er damit begonnen, um diese Stimmen zu kämpfen. Bei zwei Gegenkandidaten peilt er mindestens 40 Prozent im ersten Wahlgang und dann eine Stichwahl an. Aus der möchte er dann als Sieger hervorgehen.

Donnerstag, 13.08.2020, 17:44 Uhr aktualisiert: 14.08.2020, 09:20 Uhr
Christoph Roefs (64; aus der CDU ausgetreten) möchte der nächste Vlothoer Bürgermeister werden. Foto: Jürgen Gebhard
Christoph Roefs (64; aus der CDU ausgetreten) möchte der nächste Vlothoer Bürgermeister werden. Foto: Jürgen Gebhard

Christoph Roefs hatte am 8. Juni im Rathaus die Formulare für die notwendigen Unterstützer-Unterschriften abgeholt. Anfang Juli hatte er 220 Unterschriften eingereicht, doppel so viele wie erforderlich. Seitdem ist der 64-jährige Unternehmensberater, der einst CDU-Fraktionschef im Kreistag war, als Einzelkämpfer im Wahlkampfmodus unterwegs.

Ein Bürgermeister sollte keiner Partei angehören, eine Parteizugehörigkeit schränke ihn in den Entscheidungen ein. Davon ist Roefs, der die CDU vor fünf Jahren verlassen hat, überzeugt. „Der Bürgermeister ist für alle Menschen da“, sagt er. Und das gehe am besten ohne irgendein Parteibuch.

Großplakat auf Anhänger

Christoph Roefs hat sich inzwischen bei Vlothos FDP, bei der CDU, bei der Grünen Liste und bei den Linken vorgestellt. Er freue sich darüber, dass die FDP ihn „vorbehaltlos“ unterstütze. Die CDU empfehle ihn. Damit sei er sehr zufrieden.

Im Internet ist er als Bürgermeister-Kandidat inzwischen mit einer eigenen Homepage präsent. Auch Facebook nutze er, obwohl das eigentlich nicht sein Medium sei. Roefs hat Anzeigen geschaltet und ist mit einem auf einem Pkw-Anhänger montierten Großplakat unterwegs. Das stellt er jeweils für ein paar Tage in den Ortsteilen auf. Außerdem gibt es ab Sonntag gemeinsame Infostände mit der FDP. Dazu Handzettel und Aufkleber, aber keine Plakate an den Straßenlaternen.

Gespräch mit 25 Gästen

Am Mittwochabend hatte Roefs in den Bonneberger Hof eingeladen. Insgesamt 25 Gäste „unterschiedlichster Parteizugehörigkeit“ seien gekommen – „auch ganz privat Mitarbeiter aus dem Rathaus“ –, um ihn persönlich kennenzulernen und mit ihm über Themen wie Steuern, Finanzen, Ehrenamt und Innenstadt zu reden.

Er habe über die Zusammenhänge von Wirtschaftlichkeit, Sozialem und Ökologie gesprochen und habe auch an die Eigenverantwortung der Bürger appelliert: Bevor man den Bauhof rufe, könnte man auch einmal selber den Rinnstein fegen oder die Beete vor der eigenen Haustür in Ordnung bringen, nannte er als Beispiel. In der Versammlung habe er einige Anregungen bekommen und viel Zustimmung erfahren: „Ich habe die Kraft und die Überzeugung, dass es was werden kann.“

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