Kommentar zur geplanten ICE-Trasse quer durch Vlotho
Diese Idee ist Irrsinn

Vlotho (WB). Von Bielefeld nach Hannover in nur 49 Minuten: Das geht nicht mit dem Auto, das ist nur mit dem ICE zu schaffen. Der Bahn reicht das nicht. 31 Minuten sind die Vorgabe. Ob das wirklich jemand braucht, sei einmal dahingestellt.

Mittwoch, 30.09.2020, 09:11 Uhr aktualisiert: 30.09.2020, 09:14 Uhr
Auf einer coronagerechten Versammlung haben sich die Exteraner über den Stand der Planungen informiert. Foto: Jürgen Gebhard
Auf einer coronagerechten Versammlung haben sich die Exteraner über den Stand der Planungen informiert. Foto: Jürgen Gebhard

Um 18 Minuten Fahrzeit einzusparen, muss der ICE auch schon mal mit Tempo 300 durch die Gegend rasen. Und das geht nur auf einer möglichst geraden und möglichst ebenen Strecke. Auf dieser Ideallinie liegt Vlotho. Damit der ICE hier ungehindert durch die Landschaft brettern kann, müssen auf einer insgesamt gut 60 Meter breiten Trasse tiefe Einschnitte in Hügel, Felder und vielleicht auch Wälder gegraben und Tunnel möglicherweise durch den Eiberg und den Winterberg gebohrt werden, um dann im Raum Kalldorf/Erder über die Weser zu gelangen.

Was wird dann aus unserer wunderschönen Kulturlandschaft? Was wird aus unserer Stadt? Was wird aus der Lebensqualität? Soll das alles dem Geschwindigkeitsrausch der Verkehrsplaner geopfert werden? Wer tatsächlich meint, dass es auf seiner Deutschlandreise auf jede Minute ankommt, sollte das Flugzeug nehmen – oder sich endlich einmal Gedanken über die Konsequenzen seines Handelns machen. Eine ICE-Strecke quer durch Vlotho ist Irrsinn. Dieser Irrsinn muss gestoppt werden. Wer das auch so sieht, sollte Flagge zeigen und sich der Bürgerinitiative anschließen, die demnächst gegründet wird.

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