SGE Exter wird Mitglied der Bürgerinitiative WiduLand
Sportler schließen sich Protest an

Vlotho (WB) -

Die Sportgemeinschaft Einigkeit Exter ist als Verein der Bürgerinitiative WiduLand beitreten. Mit der Mitgliedschaft wolle der Verein ein Zeichen gegen einen unsinnigen ICE-Trassen-Neubau setzen, der auch mit großer Wahrscheinlichkeit Exteraner und Vlothoer Stadtgebiet betreffen werde.

Sonntag, 17.01.2021, 13:56 Uhr
Olaf Simon, Vorsitzender der SGE, will gemeinsam mit dem gesamten Sportverein die Bürgerinitiative WiduLand
Olaf Simon, Vorsitzender der SGE, will gemeinsam mit dem gesamten Sportverein die Bürgerinitiative WiduLand Foto: SGE

Die SGE Exter solidarisiere sich mit der neugegründeten Bürgerinitiative Widuland und deren Zielen. Vorsitzender Olaf Simon: „Nur gemeinsam können wir vor Ort etwas erreichen und hoffentlich den Neubau verhindern.“

Die SGE Exter unterstütze eine notwendige Verkehrswende. Für den Breitensportverein sei es wichtig, dass neben dem Autoverkehr in Innenstädten sowie dem Schwerlastverkehr auf Autobahnen alternative Verkehrsmodelle geschaffen und somit sowohl der öffentliche Nahverkehr als auch das Fahrrad als Verkehrsmittel gefördert werden.

Mit dem Neubau der geplanten ICE-Trasse von Bielefeld nach Hannover, mit der gerade einmal 18 Minuten Fahrtzeit eingespart werden sollen, werde nichts davon umgesetzt, stellt Olaf Simon fest. Und weiter: „ Im Gegenteil, Millionen von Euro werden für ein Prestigeobjekt aus dem Bundesverkehrsministerium ausgegeben, die dann bei der Schaffung von Infrastruktur für alternative Verkehrsmodelle vor Ort fehlen.“

Mit der geplanten ICE-Trasse würde eine vorhandene Kultur- und Naturlandschaft nachhaltig zerschnitten, sodass die Menschen vor Ort ausschließlich benachteiligt und die vorhandene Flora und Fauna zerstört würden.

In dem Statement der Sportgemeinschaft heißt es: „Wir als Sportverein vor Ort setzten uns deshalb für die hier lebenden Menschen sowie für den Erhalt der Kultur- und Naturlandschaft ein. Gleichzeitig unterstützen wir eine kreative Verkehrswende, bei der die Menschen mit einbezogen werden und einem breiten Mix aus verschiedensten Verkehrsmitteln Raum gegeben wird. Wir als Sportverein mit unseren über 750 Mitgliedern wissen auch, wie wichtig den Menschen vor Ort der Erhalt der Kultur- und Naturlandschaft ist. Naherholung und Unternehmungen wie Spaziergänge, Wanderungen oder Radtouren rund um die Neubaustrecke wären für immer unmöglich.“

Auch die seit Jahrzehnten durchgeführten Veranstaltungen wie der Triathlon oder der Silvesterlauf könnten bei einem Neubau und der damit im Zusammenhang stehenden jahrelangen Bauphase nicht mehr stattfinden. Der Silvesterlauf mit über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern durch den Looser Wald wäre durch die aktuelle Trassenplanung genauso betroffen wie die Radstrecke beim Triathlon, bei dem seit über 30 Jahren mittlerweile über 500 Sportlerinnen und Sportler teilnehmen und sich über 120 Ehrenamtliche engagieren.

Au diesen Gründen solidarisiere sich die SGE Exter mit der Bürgerinitiative WiduLand und deren Einsatz für einen trassennahen Ausbau der Bahnstrecke. Sobald die Corona-Pandemie es wieder zulasse, werde sich der Verein gemeinsam mit der Bürgerinitiative Widuland und anderen Sportvereinen auch mit sportlichen Aktionen wie einer Stern-Wanderung oder einem Volkslauf an den Protesten gegen die geplante ICE-Neubautrasse beteiligen.

Reinhard Sasse als ehemaliger Vorsitzender der SGE und Aktiver bei der Bürgerinitiative WiduLand stelle hier eine gute Verbindung zwischen den beiden Vereinen dar und unterstütze diese Vorhaben maßgeblich.

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