9,1 Prozent der Vlothoer betroffen
Zahl der Schwerbehinderten steigt

Vlotho (WB) -

Seit 2013 ist die Zahl der schwerbehinderten Menschen in Vlotho um 14,1 Prozent gestiegen – durch den demographischen Wandel wird die Zahl in den nächsten Jahren weiter deutlich steigen – vor allem ältere Menschen sind betroffen.

Dienstag, 19.01.2021, 11:42 Uhr aktualisiert: 19.01.2021, 13:32 Uhr
Durch demografischen Wandel und medizinischen Fortschritt steigt auch die Zahl der Schwerbehinderten.
Durch demografischen Wandel und medizinischen Fortschritt steigt auch die Zahl der Schwerbehinderten. Foto: dpa

Ende 2019 lebten laut den aktuellsten Zahlen des Statistischen Landesamts (IT.NRW) 1.665 schwerbehinderte Menschen (Behinderungsgrad mindestens 50 Prozent) in Vlotho. Dies waren 14,1 Prozent mehr als Ende 2013 (1.459). Damit waren insgesamt 9,1 Prozent der Menschen in Vlotho schwerbehindert (Kreis Herford: 9,3 Prozent/NRW: 10,6 Prozent), 2013 waren es 7,7 Prozent (Kreis Herford 8 Prozent/NRW: 10,1 Prozent).

„Im Gegensatz zur landläufigen Meinung entstehen fast 90 Prozent der Schwerbehinderungen in Deutschland durch eine Erkrankung, nur rund drei Prozent sind angeboren, ein Prozent sind auf einen Unfall oder eine Berufskrankheit zurückzuführen und sechs Prozent entfallen auf andere Ursachen“, so Stefanie Weier von der IKK classic. „Vor allem im Alter wächst dabei das Risiko, durch eine chronische Erkrankung schwerbehindert zu werden, beispielsweise durch einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall, eine Krebserkrankung oder auch Diabetes. So ist circa ein Drittel (34 Prozent) der schwerbehinderten Menschen 75 Jahre und älter, rund 44 Prozent gehören der Altersgruppe von 55 bis 74 Jahre an und nur zwei Prozent der Schwerbehinderten sind jünger als 18 Jahre“, sagt Weier.

Durch demographischen Wandel und medizinischen Fortschritt werde die Zahl der Schwerbehinderten weiter wachsen. „Nur mit Präventionsprogrammen für die gefährdeten Bevölkerungsgruppen lässt sich diese Entwicklung mildern. Dafür müssen Aufklärung, Beratung und Training zu Bewegung, Stressbewältigung, Ernährung und Suchtprävention selbstverständlicher werden“, sagt Weier.

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