In allen Vlothoer Stadtteilen sind am Samstag Menschen auf der Suche nach Unrat gewesen
Müllsammler trotzen dem Sturm

Vlotho (WB) -

Das waren nicht die besten Voraussetzungen für die jährliche Müllsammelaktion in Vlotho. Zum einen durften die Sammler nur einzeln losziehen – trafen sie doch an den Sammelpunkten aufeinander, mussten wegen Corona Masken getragen und Abstände eingehalten werden –, zum anderen war da noch Sturmtief Luis.

Sonntag, 14.03.2021, 09:19 Uhr aktualisiert: 14.03.2021, 13:48 Uhr
Am Mahnmal in Exter haben unter anderem Lars Wattenberg, Gerd Linnenbecker, Niklas Günther, Denis Köpke, Björn Krömker und sein Sohn Jante eine Menge Unrat aufgehäuft.
Am Mahnmal in Exter haben unter anderem Lars Wattenberg, Gerd Linnenbecker, Niklas Günther, Denis Köpke, Björn Krömker und sein Sohn Jante eine Menge Unrat aufgehäuft. Foto: Lars Wattenberg

Der Sturm hat dafür gesorgt, dass ein paar Sammelwillige ihren Einsatz auf einen späteren Zeitpunkt verschoben haben. Einige Valdorfer reduzierten ihren Aktionsradius auf die eigenen Wohnstraßen und entsorgten das Gefundene in ihren privaten Mülltonnen.

Eigentlich ist die Müllsammelaktion immer auch ein geselliges Ereignis. Die Pandemie verhinderte diesmal zwar beispielsweise das Dankeschön-Essen, aber nicht die Aktion an sich. Sie wurde koordiniert von Vlotho Marketing, Ronja Post, der Umweltbeauftragten der Stadt, und den ehrenamtlichen Helfern in den Ortsteilen . In Exter war der Arbeitskreis Dorfentwicklung federführend. Unterstützend aktiv waren unter anderem Mitglieder der Vereine wie zum Beispiel des Freibadfördervereins, der „Heinzelmännchen“ und der Bürgerinitiative „WiduLand“, außerdem Konfirmanden der Uffelner Kirchengemeinde und viele andere Vlothoerinnen und Vlothoer. Sie zogen am Samstag los und sammelten ein, was sich am Wegesrand in den vergangenen Monaten so angesammelt hatte. Und das war wieder einiges.

Tischplatten, die aus dem Exteraner Naturschutzgebiet gezogen wurden. Prall gefüllte Hausmülltüten, die jemand ins Gebüsch am Vlothoer Busbahnhof geworfen hatte. Ein demolierter LKW-Spritzschutz nahe des Exteraner Mahnmals. Motoröl, Autoreifen, Kondome, Flaschen... Die Ausbeute war so groß wie unappetitlich. In Uffeln behielt Ortsvorsteherin Anke Hollensteiner den Überblick: „Ein Monitor wurde gefunden. Eine Uffelnerin hat bereits 153 Flaschen im Container entsorgt.“ Gerade auch dank der Mithilfe der Konfirmanden wären mehr als 100 Kilogramm Müll zusammengekommen.

Bei Regen und Sturm unterbrachen manche Sammlerinnen und Sammler zwischendurch ihre Gänge. Am JUZ waren zwei Mulden aufgestellt worden, in die der Unrat eingeworfen werden konnte. Die Stadt Vlotho lässt die gesammelten Werke nun abtransportieren.

Erfolgreiche Müllsammelaktion auf Abstand

1/10
  • Ralf Nolte hat am Mahnmal in Exter Motoröl gefunden.

    Foto: Heike Pabst
  • Der Arbeitskreis Dorfentwicklung hat in Exter das Heft in der Hand und koordiniert die Sammlung.

    Foto: AK Dorfentwicklung
  • Edda findet den Einsatz des Greifers sehr praktisch, wenn man dem Müll nicht zu nahe kommen will.

    Foto: Heike Pabst
  • Viele Eltern mit ihren Kindern sind unterwegs. Auch Björn Krömker ist mit seiner Familie im Einsatz.

    Foto: Heinzelmännchen
  • Der Verein „Heinzelmännchen“ hat in mehreren Stadtteilen tatkräftig mit angepackt.

    Foto: Heinzelmaennchen
  • Zwischen Regen und Wind ist in Uffeln immer noch Zeit für gute Laune beim Sammeln.

    Foto: Privat
  • Ortsvorsteherin Anke Hollensteiner ist stolz auf die sammelfreudigen Uffelner, die 18 Säcke Müll gefunden haben.

    Foto: Privat
  • In Uffeln am Kindergarten werden die Säcke entgegen genommen.

    Foto: Privat
  • Sogar ein Monitor wurde in der Natur gefunden.

    Foto: Privat
  • Vlotho hat sich rausgeputzt.

    Foto: Privat
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