Ministerin Angelica Schwall-Düren zeichnet Stadt mit Sonderpreis als »Europaaktive Kommune« aus
»Bad Driburg liegt genau richtig«

Bad Driburg (WB). Mit einem Sonderpreis im Rahmen des Wettbewerbs »Europaaktive Kommune in Nordrhein Westfalen« hat die NRW-Europaministerin Dr. Angelica Schwall-Düren  die Stadt Bad Driburg ausgezeichnet. Bürgermeister Burkhard Deppe nahm die Urkunde zum Preis im Handlungsfeld »Leben und Lernen« aus den Händen der Ministerin im Rathaussaal entgegen.

Donnerstag, 08.01.2015, 16:56 Uhr aktualisiert: 08.01.2015, 17:56 Uhr
Ministerin Angelica Schwall-Düren zeichnet Stadt mit Sonderpreis als »Europaaktive Kommune« aus : »Bad Driburg liegt genau richtig«
NRW-Europaministerin Dr. Angelica Schwall-Düren hat die Stadt Bad Driburg im Rahmen des Wettbewerbes »Europaaktive Kommune« ausgezeichnet. Bürgermeister Burkhard Deppe nahm die Urkunde für den Sonderpreis im Handlungsfeld »Leben und Lernen« entgegen. Foto: Jürgen Köster

Die Landesregierung würdige mit dem Preis das Engagement der Stadt, junge Menschen in europäische und internationale Projekte einzubinden. »Dabei denken wir besonders an den Praktikantenaustausch der Touristik GmbH mit der belgischen Universität Hassels oder das internationale Jugendfestival, das der Rotary-Club Bad Driburg in Zusammenarbeit mit der Stadt organisiert«, nannte die Ministerin zwei Beispiele. Sie sei erfreut darüber, dass auch die Schulen in diesem Bereich sehr aktiv seien.

Kommunale Stimme

»Je mehr sich Kommunen qualifiziert mit dem Thema Europa auseinandersetzen, desto deutlicher wird die kommunale Stimme in Europa gehört. Denn so sehr die Kommunen Europa brauchen, so sehr braucht Europa die Kommunen.« Europa werde in den Kommune gelebt. Dort begegneten die Menschen den Herausforderungen, aber auch den Chancen, die Europa jeden Tag aufs Neue biete.

Bad Driburg profitiere besonders von der Reisefreiheit. Es kämen nicht nur deutsche Mitbürger in das Kurbad Bad Driburg, sondern Menschen aus ganz Europa. Wichtig sei es, über Europa miteinander ins Gespräch zu kommen – sowohl in Bad Driburg selbst, als auch in den Partnerstädten.

Nähe schaffen

»So hat Europa etwas Verbindendes, so entwickelt sich eine Kommunikation, die Nähe schafft«, sagte Schwall-Düren.
 Nur eine gute Zusammenarbeit in Europa könne helfen, die vielfältigen Herausforderungen durch den demografischen Wandel, durch Jugendarbeitslosigkeit oder den Klimawandel zu bewältigen. »Es geht schließlich um die Zukunft unserer Jugend, und deshalb liegt Bad Driburg genau richtig«, sagte die Ministerin und verwies auf Beispiele wie den Schüleraustausch oder die verstärkte Verankerung des europäischen Gedankens in der Arbeit des Jugendparlamentes.
Bad Driburg sei durch ein heterogenes Spektrum an EU-Aktivitäten gekennzeichnet, welches sich über nahezu alle Altersgruppen erstrecke, betonte auch Bürgermeister Burkhard Deppe. Dazu zählten neben den Schüleraustauschen von öffentlichen und privaten Schulen, Städtefreundschaften zweier Ortsteile mit ihren französischen und britischen Partnern, Handelsbeziehungen namhafter lokaler Mittelständler nach Europa und die beginnende Ausbildung von europäischen Jugendlichen in Bad Driburger Unternehmen. 

Aushängeschild

Als »Aushängeschild für das Kulturland Kreis Höxter« bezeichnete Landrat Friedhelm Spieker die Auszeichnung der Stadt Bad Driburg. Ihr Engagement sei im weitesten Sinn auch als kulturelle Aktivität zu sehen. Und diese seien schließlich »der Kleb- und Schmierstoff« zwischen den Ländern in Europa, sagte Spieker.

Er war ebenso unter den Gästen der Preisverleihung wie Christian Haase (MdB) sowie Vertreter der Bezirksregierung Detmold, des Gymnasiums St. Xaver, des Rotary-Clubs Bad Driburg, des Jugendparlamentes und der Ortschaft Neuenheerse. Zudem begrüßte Deppe die Geschäftsführerin der Touristik GmbH, Sylvie Thormann und die Leiterin der Volkshochschule, Janine Brigant-Loke.

Die Landesregierung hatte im vergangenen Jahr sieben Städte und Gemeinden in NRW als »Europaaktive Kommune« ausgezeichnet: Bocholt, Dortmund, Duisburg, Hörste, Kamen, Lemgo und Marl. Zudem wurden vier Sonderpreise vergeben. Neben der Stadt Bad Driburg erhielten Dortmund, Ennepetal und Münster einen solchen Sonderpreis.

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