Mi., 25.04.2018

Drei-Generationen-Rundgang durch den Jubiläumsort Neuenheerse Ein Bild von einem Dorf

Klara Vogdt (von rechts), Felix Arens und Leona Richartz haben ihre ganz persönliche Sicht auf Neuenheerse. Bei einem Rundgang um das Eggedorf haben sie ein Bild ihres Heimatortes gezeichnet, das eine Einschätzung über drei Generationen hin wiedergibt.

Klara Vogdt (von rechts), Felix Arens und Leona Richartz haben ihre ganz persönliche Sicht auf Neuenheerse. Bei einem Rundgang um das Eggedorf haben sie ein Bild ihres Heimatortes gezeichnet, das eine Einschätzung über drei Generationen hin wiedergibt. Foto: Jürgen Köster

Von Jürgen Köster

Bad Driburg-Neuenheerse (WB). Vor 1150 Jahren ist der Ort am Fuß des Eggegebirges gegründet worden. Seitdem hat Neuenheerse eine bewegte Geschichte hinter sich. Aber wie sehen die Neuenheerser ihr Dorf heute? Bei einem Rundgang mit dem WESTFALEN-BLATT zeichnen Vertreter dreier Generationen ein aktuelles Bild ihres Heimatdorfes.

Klara Vogdt (65), Leona Richartz (42) und Felix Arens (17) haben ihre ganz persönliche Sicht auf Neuenheerse. Teilweise decken sich ihre Eindrücke, Einschätzungen und Gefühle, die sie mit dem Eggedorf verbinden. Bei einem Spaziergang zwischen Stausee und Klusenberg hat das Trio Fragen dazu beantwortet.

Liebste Plätze

Wo ist in Neuenheerse Ihr Lieblingsplatz und was gefällt Ihnen dort besonders?

 

Leona Richartz: »An erster Stelle muss man die schöne Lage des Ortes mitten in der Natur am Fuße des Eggegebirges hervorheben. Das Highlight ist der Klusenberg, der mit seiner tollen Aussicht und der wunderschönen Natur beim Spazierengehen täglich aufs Neue verzaubert. Auch der Stausee mit seiner märchenhaften Umgebung lädt zum Verweilen ein. Hinzu kommen die geschichtsträchtigen Bauwerke wie das Wasserschloss und die St. Saturnina-Kirche, die mich besonders beeindrucken.«

Klara Vogdt: »Auch mein Lieblingsplatz ist der Klusenberg. Dort genieße ich die Ruhe und die schöne Aussicht. Aber auch der Bereich an der Nethequelle ist sehr idyllisch. Dort habe ich schon als Kind gern gespielt.«

 

Felix Arens: »Die Sonnenliege am Gedenkstein zur deutschen Einheit ist mein absoluter Lieblingsplatz. Hier genieße ich die Aussicht, die Ruhe und den Wind, aber natürlich auch die Sonne – wenn sie mal scheint.«

Stark im Ehrenamt

Was schätzen Sie an den Neuenheersern?

 

Felix Arens: »Hier gibt es unglaublich viele Menschen, die sich im Ehrenamt engagieren. Da ist besonders das Rentnerteam zu nennen. Vor ihrer Leistung habe ich sehr großen Respekt. Aber auch bei der Neuanlage des Sportplatzes haben viele Bürger mitgeholfen.«

 

Klara Vogdt: »Die Neuenheerser setzen sich für die Belange des Dorfes ein, vor allem im Ehrenamt. Sie unterstützen das rege Vereinsleben im Ort.«

 

Leona Richartz: »Seit Oktober 2015 ist Neuenheerse unser neues Zuhause, und das ist es wortwörtlich – denn dank unserer Nachbarn, die uns sehr herzlich aufgenommen und in ihre bestehende Gemeinschaft bestens integriert haben – sind wir glücklich diesen Ort ausgewählt zu haben. Auch unsere beiden Kinder fanden schnell Anschluss und neue Freunde. Mit viel Vergnügen erkunden auch sie den Ort und fühlen sich hier sehr wohl.«

Hervorragende Lage

Wenn jemand aus einer Stadt nach Neuenheerse ziehen sollte, wie würden Sie ihm das schmackhaft machen?

 

Klara Vogdt: »Neuenheerse ist ein beschaulicher Ort am Fuße des Eggegebirges und von Wald umgeben. Das Dorf besitzt eine gute Infrastruktur. Es bietet Freizeitattraktionen wie zum Beispiel das Freibad, den Stausee, einen super Sportplatz und eine Tennisanlage. Nicht zuletzt ist der Zusammenhalt im Dorf zu erwähnen sowie die gut funktionierende Vereinsarbeit.«

 

Leona Richartz: »Ganz einfach: Ich würde ihn zu mir einladen und ihm die schönsten Ecken des Dorfes zeigen – wer da ›nein‹ sagen würde, der ist selbst Schuld. Denn Neuenheerse wohnt tatsächlich ein Zauber inne. Meine Kunden, die aus dem weiteren Umkreis zu mir kommen, bestätigen es mir immer wieder mit den Worten: ›Was ein schöner, ruhiger und gemütlicher Ort. Bereits, wenn man von der Landstraße hierhin fährt, schaut man ganz neugierig auf die im Tal gelegene Ortschaft – und die Erwartung wird übertroffen.‹«

 

Felix Arens: »Die Umgebung ist Klasse zum Wandern, Spazierengehen oder Mountainbike fahren. Stausee und Freibad locken im Sommer. Der Ort hat sogar ein Gymnasium und bald auch wieder eine Grundschule.«

Einkaufsmöglichkeit fehlt

Was fehlt Ihnen in Neuenheerse, was könnte man verbessern?

 

Felix Arens: »Eigentlich fehlt nur eine Einkaufsmöglichkeit für die Mitbürger, die nicht mehr so mobil sind.«

 

Klara Vogdt: »Mir persönlich fehlt eigentlich nur das Lebensmittelgeschäft, das es nun leider nicht mehr gibt.«

 

Leona Richartz: »Eigentlich sind wir sehr gut aufgestellt, was die Infrastruktur angeht. Was wir wie die meisten vermissen, ist eine Einkaufsmöglichkeit.«

In diesem Jahr wird das 1150-jährigen Bestehen Ihres Heimatortes gefeiert. Haben Sie sich zuvor schon einmal mit der Geschichte Ihres Dorfes befasst?

 

Klara Vogdt: »Das habe ich hin und wieder, zum Beispiel anlässlich der jährlichen Gedenktage wie dem für die Heilige Walburga.«

 

Felix Arens: »Ja durchaus. Ich habe das umfangreiche Jubiläumsbuch aus dem Jahr 1968 von meiner Familie geschenkt bekommen, und dieses habe ich auch gelesen. Darüber hinaus haben wir in der Grundschule die Geschichte des Dorfes behandelt.«

 

Leona Richartz: »Ja, das eine oder andere Mal schon. Tiefgehend allerdings noch nicht, das holen wir nun zum Jubiläum nach und freuen uns auf ein fabelhaftes, feierliches und unvergessenes Wochenende.«

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