Theatergruppe im Heimatverein Reelsen begeistert mit »Der kleine Lord«
Ganz große Gefühle in der Martinushalle

Bad Driburg (WB). Was für ein Theaterabend: Mit der Inszenierung von »Der kleine Lord« hat sich die Theatergruppe im Heimatverein Reelsen selbst übertroffen. Das Regie-Team Dr. Peter Kleine und Dorothea Worm-Hellwig haben den aus dem Fernsehen bekannten Klassiker mit viel Liebe zum Detail inszeniert. Dem Ensemble in der Martinushalle gelingt es, ganz große Gefühle zu transportieren.

Montag, 26.11.2018, 03:20 Uhr
Mit seiner unbekümmerten Herzlichkeit gelingt es Cedric Errol (Marius Ramlow) aus dem hartherzigen Graf Dorincourt (Andreas Mügge) einen Großvater zu machen, der seine Mitmenschen nicht als lästiges Übel wahrnimmt, sondern als Bereicherung. Foto: Frank Spiegel
Mit seiner unbekümmerten Herzlichkeit gelingt es Cedric Errol (Marius Ramlow) aus dem hartherzigen Graf Dorincourt (Andreas Mügge) einen Großvater zu machen, der seine Mitmenschen nicht als lästiges Übel wahrnimmt, sondern als Bereicherung. Foto: Frank Spiegel

Theatergruppe Reelsen spielt »Der kleine Lord«

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Die Geschichte des in Amerika lebenden Cedric Errol, der von seinem hartherzigen Großvater nach England geholt wird, um dessen Erbe als Lord Fauntleroy, Earl of Dorincourt anzutreten, ist vielen bekannt. Mit seiner unbekümmerten Herzlichkeit gelingt es dem Jungen, den weichen Kern des Großvaters freizulegen und aus diesem einen warmherzigen Menschen zu machen.

Perfekte Besetzung

Mit dem 13-jährigen Marius Ramlow hat das Regieteam die perfekte Besetzung für den jungen Cedric gefunden. Mit lausbübischem Charme erweicht er nicht nur das Herz des Großvaters, er erobert auch die des Publikums im Sturm.

Nicht minder überzeugt auch Andreas Mügge als – zunächst – unausstehlicher Großvater, der sich – Enkel sei Dank – zu einem Menschen mit Herz und Empathie entwickelt.

Großartig besetzt ist mit Andrea Heinemann auch die Rolle von Cedrics Mutter. Zu den emotionalsten Szenen im Stück zählt sicher die, in der Cedric im Schloss und seine Mutter in ihrem Haus entfernt vom Schloss sich jeweils bei einer Kerze als verbindendem Element vor Sehnsucht nacheinander verzehren. Keine Worte, zwei Kerzen und zwei Spots – mehr braucht es nicht, wenn die Akteure so eine Szene tragen können.

Aber nicht nur aus Mitgefühl bleibt bei der Inszenierung sicher kein Auge trocken. Dafür sorgt vor allem die Hochstaplerin Minna, hinreißend schrill und schräg dargestellt von Sylvia Tischer.

Aber auch die markigen Sprüche des Ladenbesitzers Mr. Hobbs, bestens besetzt mit Peter Soethe, sorgen ebenso Kurzweil wie die lediglich zur Schau getragene servile Zurückhaltung der rechten Hand des Grafen, Mr. Havisham, dargestellt von Dr. Uwe Schicktanz.

Liebe zum Detail

Nicht minder mit viel Liebe zum Detail gestaltet ist das Bühnenbild, geschaffen von Ulla Adam und Frank Rochlitzer. Der Laden von Mr. Hobbs zum Beispiel würde sich für eine optische Entdeckungsreise geradezu aufdrängen – da es dem Stück an Längen fehlt, kann es hier nur bei Stippvisiten in den Auslagen bleiben.

Gelungen sind auch die Tänze. Michaela Brakhane und Beate Lammers von der Line-Dance-Gruppe, die sich regelmäßig in der Josefsmühle trifft, haben diese mit den Darstellerinnen und Darstellern aus Reelsen eingeübt.

Perfekt untermalt wird das Stück von geschickt ausgesuchter Musik. Wenn Cedric etwa Amerika den Rücken kehrt, seine Freunde verlässt, erklingen Takte aus dem Finale von Ennio Morricones »Spiel mir das Lied vom Tod« – einer von vielen Gänsehautmomenten in der Martinushalle.

Karten sichern

Wer diese erleben möchte, hat dazu noch einmal an den kommenden Wochenenden, 1. und 2. Dezember sowie 8. und 9. Dezember, jeweils von 16 Uhr an in der Martinushalle Gelegenheit. Karten für den »Der kleinen Lord« kosten neun Euro für Erwachsene und sechs Euro für Kinder und Schüler. Es gibt sie im Vorverkauf bei Familie Wiedemeier, Telefon 05253/1642, und bei der Bad Driburger Touristik-GmbH. Darüber hinaus sind Karten auch an der Abendkasse zu erhalten. Die Nachfrage nach diesen ist zur Freude von Dr. Peter Kleine in diesem Jahr besonders groß. »Wir haben schon jetzt im Vorverkauf mehr Karten herausgegeben als insgesamt im vergangenen Jahr«, freut er sich, mit dem Stück den richtigen Riecher gehabt zu haben.

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